Tote an Schule in Gosen-Neu Zittau: So geht es jetzt am Docemus Campus weiter

Am Campus der Docemus-Schule in Neu Zittau (Oder-Spree) wurden bei einem Messerangriff zwei Menschen getötet. Nun findet die Schule schrittweise wieder in den Alltag zurück.
Dennis Lloyd Brätsch- Nach tödlicher Messerattacke: Docemus Campus nimmt den Alltag schrittweise wieder auf.
- Donnerstag (3.9.), 10 Uhr: nicht öffentliche Trauerfeier auf dem Campus mit Schulgemeinschaft.
- Freitag (4.9.), 17 Uhr vor der Schule – Schweigeminute für den getöteten Erzieher, Medien sollen fernbleiben.
- Unterricht startet behutsam, unterstützt durch Trauer- und Hilfsangebote für rund 500 Schüler.
- Zwei Tote: 18-jährige Schülerin und 30-jähriger Erzieher; 19-jähriger Deutscher in U-Haft wegen zweifachen Mordes.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach der tödlichen Messerattacke am Docemus Campus in Gosen-Neu Zittau (Landkreis Oder-Spree) nimmt die Schule ihren Alltag schrittweise wieder auf. In dieser und der kommenden Woche sollen Unterricht, Trauer und Hilfsangebote miteinander verbunden werden, teilte der Schulträger am Dienstag (1.9.) mit.
Am Donnerstag (3.9.) um 10 Uhr findet auf dem Campus eine gemeinsame Trauerfeier statt, informiert Michael Kunz, Sprecher der Academedia Education GmbH, der Muttergesellschaft des privaten Schulträgers. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler, Beschäftigte und Angehörige sowie Menschen aus der benachbarten Einrichtung, aus der eines der beiden Opfer stammt.
Auch Bürgermeister Frank Nakoinz und Pfarrer Carsten Schwarz nehmen teil. Die Feier ist nicht öffentlich, auch Medienvertreterinnen und -vertreter sind ausgeschlossen. Der Schulträger der privaten Oberschule bittet darum, die Privatsphäre der Trauernden und den Campus als geschützten Ort zu respektieren.
Eine weitere Gedenkveranstaltung ist nach Angaben von Frank Nakoinz, dem ehrenamtlichen Bürgermeister von Gosen-Neu Zittau, am Freitag (4.9.) um 17 Uhr vor der Docemus-Schule geplant. Bei einer Schweigeminute soll an den getöteten Erzieher erinnert werden. Nakoinz bittet Medienvertreter auch hier, der Veranstaltung aus Rücksicht auf die Trauernden fernzubleiben.
So soll es am Docemus Campus Neu Zittau weitergehen
Die knapp 500 Schülerinnen und Schüler sollen wieder feste Strukturen und einen vertrauten Alltag erhalten, teilt die Schule mit. Der Unterricht werde schrittweise aufgenommen und an die Bedürfnisse der Schulgemeinschaft angepasst. Eine sofortige Normalität werde nicht erwartet. Unterstützungs- und Gesprächsangebote stünden weiter bereit.
Bei der Attacke am vergangenen Donnerstag wurden eine 18 Jahre alte Schülerin und ein 30 Jahre alter Erzieher getötet. Ein 19 Jahre alter Deutscher steht unter Verdacht und sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wirft ihm zweifachen Mord vor. Der Erzieher soll versucht haben, der Schülerin zu helfen.
Spendensammlung für Familien der Opfer
Die Gemeinde Gosen-Neu Zittau und der Förderverein der „Grundschule An der Spree“ sammeln zudem Spenden für die Familien der beiden Opfer. Bürgermeister Frank Nakoinz teilte den Aufruf auf Facebook. In einem weiteren Facebook-Post schreibt er, dass mit den eingehenden Spenden zumindest die finanziellen Belastungen der betroffenen Familien in dieser schweren Zeit gemildert werden sollen.
„Den erlittenen Verlust können wir nicht ungeschehen machen. Gemeinsam können wir jedoch ein Zeichen der Anteilnahme, der Solidarität und des Zusammenhalts setzen“, schreibt er. Spenden sind per Überweisung und über Paypal möglich.


Auf dem Schul-Campus in Neu Zittau sind zwei Menschen brutal getötet worden. Schmerz nimmt Familien, Schülern und Kollegen fast den Atem. Sie stehen nicht allein. Doch es bleiben viele Fragen.