Umwelt
: Erkner setzt bei Straßenlampen auf Klimaschutz

Moderne Straßenlampen, bessere Radwege, mehr öffentlicher Nahverkehr – Erkner arbeitet an der Senkung des CO2-Ausstoßes.
Von
Mara Kaemmel
Erkner
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  • Schön, aber stromfressend: Erkners Straßen werden großteils noch mit Natriumdampflampen beleuchtet. Nach und nach sollen die Straßenlampen auf modernes LED-Licht umgerüstet werden.

    Schön, aber stromfressend: Erkners Straßen werden großteils noch mit Natriumdampflampen beleuchtet. Nach und nach sollen die Straßenlampen auf modernes LED-Licht umgerüstet werden.

    Mara Kaemmel
  • Fordern mehr Engagement: Annette Hildebrandt, Erdmute Scheufele und Eric Rose (v. l.) bilden die Stadtfraktion der Grünen.

    Fordern mehr Engagement: Annette Hildebrandt, Erdmute Scheufele und Eric Rose (v. l.) bilden die Stadtfraktion der Grünen.

    Mara Kaemmel
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Mehrere Punkte stehen nach seinen Angaben auf der Agenda. So ist vorgesehen, ab nächstem Jahr ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erarbeiten und dafür einen Berater zu engagieren, der den  Gebäudebestand prüft. Es gilt zum Beispiel zu klären, ob der Einsatz von Solaranlagen oder Erdwärmepumpen möglich ist. Fördermittel für die sogenannte strategische Fokusberatung sind beantragt.

Damit knüpft die Stadt an ein Klimakonzept an, das 2009 mit Schwerpunkt Heizung erstellt worden ist. Seit 2012 steht im Rahmen eines Energieeffizienzkonzepts der Umbau der Straßenbeleuchtung im Vordergrund. Die alten Quecksilberdampflampen wurden inzwischen durch moderne LED-Leuchten ersetzt und damit 20 Prozent an Energie eingespart. Als nächstes müssten die Natriumdampflampen, die am rötlichen Licht erkennbar sind, umgebaut werden. Die Kosten dafür liegen bei rund 100 000 Euro pro Jahr. Weil das Geld fehlt, lag das Projekt im zu Ende gehenden Jahr auf Eis, wie Wolter sagt.

Weniger Autoverkehr, mehr Radverkehr – auch dafür engagiert sich die Stadt. Erkner beteiligt sich an der „Bike&Ride“-Offensive der Deutschen Bahn und wird voraussichtlich nächstes Jahr mehr Fahrradständer in Bahnsteignähe errichten; Radwege werden weiter ausgebaut.

Derzeit ist zudem eine Studie zu Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Arbeit. Das Ziel: Optimale Linien, dichtere Takte, längere Betriebszeiten, vor allem am Abend. Die  Kosten  liegen im siebenstelligen Bereich.  "Ohne verlässlichen Busverkehr kommen wir aus dem Teufelskreis nicht raus“, betont Clemens Wolter.  "Wir werden uns dazu mit dem Landkreis verständigen müssen.“ Es geht darum, dass Pendler auch ohne Autos vom Bahnhof Erkner aus ihr Zuhause oder die Arbeitsstelle erreichen können.

Die im Mai in die Stadtverordnetenversammlung gewählten Vertreter der Grünen wollen das Thema Klima und Umwelt jetzt stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken und die Bürger aufrufen, sich mit eigenen Ideen zu beteiligen. Die Abgeordnete Annette Hildebrandt sagt: „Niemand hat sich bislang so richtig reingehängt.“ Ihr Parteikollege Eric Rose betont: „Wir wollen die Prozesse beschleunigen.“

Auftrag an Verwaltung

In einem ihrer ersten Anträge unter der Überschrift „Umweltfreundliche Stadt“ fordern sie, dass alle Ressorts der Stadtverwaltung prüfen, was sich besser machen lässt – vom Einsatz von Ökopapier bis zur Umwandlung von Rasenflächen in Blühwiesen. „Außerdem wünschen wir uns, dass der Bürgermeister regelmäßig die Stadtverordnetenversammlung über Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen informiert“, sagt die Fraktionsvorsitzende Erdmute Scheufele.