Vereinsleben: Grünheider Trainer machen weiter

Bleiben auch in der nächsten Saison Trainer des Grünheider SV: Dirk Köhler (links) und Frank Morawetz haben ambitionierte Pläne mit den Handballern der Oberliga-Mannschaft.
Michel NowakDie Handballer des Grünheider SV kämpfen am Sonnabend in eigener Halle, ab 18.30 Uhr, gegen den Tabellennachbarn Lausitzer HC Cottbus um zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Ostsee-Spree. Schon jetzt ist klar: Das Trainer-Team Frank Morawetz und Dirk Köhler wird in jedem Fall auch in der nächsten Spielzeit die Mannschaft betreuen.
Die beiden erfahrenen Trainer hatten vor rund zehn Monaten die Grünheider übernommen. Zuvor hatten sie in der Oberliga unter anderem mit dem Ludwigsfelder HC in der Spitzengruppe mitgespielt. „Unsere Aufgabe in Grünheide war bisher noch schwerer als erwartet“, sagt der hauptberufliche Lehrer Frank Morawetz, „aber wir wären das Projekt auch unter diesen Voraussetzungen angegangen.“
Mit einem vergleichsweise kleinen Kader spielt der Grünheider SV in der 4. Liga. „Die Last auf den einzelnen Spielern ist enorm.“ Als sich beispielsweise Marc Hiesener frühzeitig am Meniskus verletzte, trat das Team beim HSV Insel Usedom mit gerade sieben Feldspielern an.
Umso höher sind die bisherigen Punkterfolge zu bewerten. Mit einem zwischenzeitlichen Lauf von 7:1-Punkten zeigten die Grünheider, dass sie Oberliga-Niveau haben. „In vielen anderen Spielen haben wir uns dann aber zu selten belohnt“, erklärt Morawetz. Mit aktuell 17:25 Punkten und Platz 9 im Feld der 14 Mannschaften gebe es aber eine gute Ausgangsposition. „Auch wenn es im Tabellenkeller weiterhin sehr eng ist, sieht es für uns gar nicht schlecht aus“, sagt der Coach.
Mehr als erleichtert sind Spieler und Trainer vor allem über den immens wichtigen 24:23-Sieg am vergangenen Sonnabend beim Tabellenletzten SV Fortuna Neubrandenburg. „Das war Abstiegskampf pur, aber wir haben prima gekämpft und hatten auch mal das Glück auf unserer Seite“, weiß der Trainer. „Ich habe Riesen-Respekt vor dieser Leistung der gesamten Mannschaft.“
Zwei Siege in den verbleibenden fünf Saisonpartien müssten reichen, um das Ziel Klassenerhalt sicher zu erreichen, schätzt der 58-Jährige: „Wir gehen auf jeden Fall jedes Spiel so an, als ob es das entscheidende wäre.“
Die Vorbereitungen für die neue Saison haben unterdessen bereits begonnen. Vom Trainerteam Frank Morawetz/Dirk Köhler gibt es da bereits eine klare Aussage. „Wir wollen in Grünheide weitermachen“, erklärt Frank Morawetz und Dirk Köhler ergänzt: „Es fühlt sich noch nicht fertig an.“ Auch bei ihren bisherigen Trainerstationen – etwa in Potsdam oder in Ludwigsfelde – haben die beiden jeweils mehrere Jahre gewirkt. „Wir haben das Interesse, auch etwas Bleibendes zu hinterlassen“, sagt Morawetz.
Als positiv bewerten die beiden das Umfeld in Grünheide: „Die Arbeit mit dem Förderverein ist überragend. Das habe ich so noch nicht erlebt“, äußert Morawetz. Kommunikation und Absprachen funktionierten, der sportliche Austausch sei gut. „Wir haben gemeinsame Ideen, wo es mit der Mannschaft hingehen soll“, sagt der Trainer.
Uwe Manohr, Vorsitzender des Grünheider Fördervereins, spricht ebenfalls von einem optimalen Situation: „Wir wollen gern zukunftsweisend mit den beiden Trainern zusammenarbeiten, am besten gleich über die nächste Saison hinaus.“ Was die künftige Zusammenstellung der Mannschaft betreffe, „sind wir auf einem guten Weg.“
Auch wenn die Trainer-Zusage für die nächste Spielzeit auch im Falle eines Abstiegs gilt, das eigentliche Ziel ist ein anderes. „Wir wollen mit einem größeren Kader einen guten Mittelfeldplatz in der vierten Liga erreichen“, sind sich Frank Morawetz und Dirk Köhler einig. Von einer solchen Grundlage aus könne dann weitergeplant werden.
Jetzt müssen aber erst einmal die nötigen Punkte für den Klassenerhalt gesammelt werden. Der nächste Sieg soll möglichst schon am Sonnabend in der Löcknitzhalle gegen den Lausitzer HC gelingen. Das Hinspiel hatten die Grünheider deutlich mit 33:21 gewonnen.