Vier Jahre Tesla Grünheide
: So viele Model Y sind seit 2022 vom Band gerollt

Die Gigafactory von Tesla in Grünheide feiert ihren 4. Geburtstag seit der Eröffnung. Wir haben die wichtigsten Meilensteine und Ereignisse zusammengetragen - mit vielen Bildern.
Von
Christian Heinig
Grünheide
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Elon Musk soll ein abgespecktes Model Y planen. Zunächst baut Tesla aber eine aufgemotzte Version – auch in der Gigafactory Grünheide. Zu welchem Preis?

„Made in Grünheide“: Zwei Model Y von Tesla stehen vor der Gigafactory Berlin Brandenburg. Wie viele E-Autos hat der US-Hersteller hier seit der Werkseröffnung 2022 produziert?

Christian Heinig
  • Tesla feiert 4 Jahre Gigafactory Berlin-Brandenburg in Grünheide
  • Eröffnung am 22. März 2022; „Delivery Day“ mit 30 übergebenen Model Y
  • Elon Musk signierte Fahrzeuge; Olaf Scholz lobte Chance für Ostdeutschland
  • Mitarbeitende: damals rund 3000, heute knapp 11.000 in Grünheide
  • Produktion: bis zu 5000 Model Y pro Woche, Kapazität 375.000/Jahr

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Danke Deutschland“ – das waren die Worte, die Tesla-Chef Elon Musk am 22. März 2022 über den Kurznachrichtendienst Twitter (später X) in die Welt schickte. Es war seine ganz spezielle Art, die offizielle Eröffnung der Gigafactory Berlin-Brandenburg in Grünheide zu feiern.

Beim sogenannten „Delivery Day“ wurden die ersten 30 Fahrzeuge des Werkes an ihre Besitzer übergeben. Musk, der die Model Y's persönlich signierte, war dabei umringt von allerhand Polit-Prominenz, darunter auch Olaf Scholz (SPD). Der damalige Bundeskanzler feierte die Ansiedlung als Chance für Ostdeutschland. „Der Osten ist industriell vorne mit dabei“, sagte er bei der Eröffnung des Tesla-Werkes.

Vier Jahre ist dies inzwischen her – seither hat sich viel getan. Nicht nur bei Musk und bei Tesla, sondern auch, was die Fabrik in Brandenburg angeht.

Tesla: 5000 Model Y „made in Grünheide“ pro Woche

Damals waren rund 3000 Menschen in der Fabrik in Grünheide beschäftigt, heute sind es knapp 11.000. Damals herrschte Aufbruchstimmung, auch, weil der US-Konzern bei E-Autos weltweit einen Vorsprung hatte. Heute, vier Jahre später, kämpft Tesla dagegen in mehreren Ländern mit Absatzproblemen. Zum einen, weil die Konkurrenz aufgeholt hat, zum anderen, weil die Marke wegen Musks politischer Aktivitäten einige Beulen davon getragen hat.

Ungeachtet dessen hat sich die Tesla-Fabrik in Brandenburg und ihr Umfeld zwischen 2022 und 2026 in teils rasantem Tempo weiterentwickelt. Darunter auch das Herzstück des Werkes: die Fahrzeug-Produktion. Nach anfänglich nur einigen Hundert E-Autos, rollen inzwischen bis zu 5000 Model Y's pro Woche aus der Fabrik. Damit bleibt das Werk zwar unter seiner maximalen Produktionskapazität von jährlich 375.000 Stück, liegt in wirtschaftlich schwierigen Zeit aber laut Tesla-Management auf Kurs. Werksleiter André Thierig sprach zum Jahreswechsel von einer stabilen Lage.

Wie viele Model Y's insgesamt seit der Eröffnung die Werkshallen verlassen haben und welche prägenden Meilensteine und Ereignisse sonst noch eine Rolle in den ersten vier Fabrikjahren gespielt haben –  mehr dazu in unserer Bildergalerie.

  • Die Baustelle der Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg (Luftaufnahme mit einer Drohne). Das Landesumweltamt hatte den Bau der Fabrik vor wenigen Tagen mit über 400 Auflagen und Bedingungen genehmigt. Die erste europäische Fabrik in Grünheide, die auf 500 000 Fahrzeuge jährlich ausgelegt ist, ist eine wichtige Säule der Zukunftsstrategie von Tesla. +++ dpa-Bildfunk +++

    Eine Woche vor Eröffnung: Am 16. März 2022 entsteht diese Luftaufnahme des Tesla-Areals in Grünheide (Oder-Spree) an der A10. Zu sehen ist die riesige Produktionshalle, aber auch noch jede Menge Baufahrzeuge, Baucontainer und Kräne. Das Landesumweltamt hatte den Bau der Fabrik, die im Eiltempo entstanden war, wenige Tage zuvor mit über 400 Auflagen und Bedingungen genehmigt. Damit war die wichtigste Hürde für den offiziellen Produktionsstart genommen. Zuvor wurden bereits Testfahrzeuge gebaut.

    Patrick Pleul/dpa
  • Start am 22.03.2022: Bei der Werkseröffnung, dem sogenannten „Delivery Day“, trat neben Tesla-Chef Elon Muskl (r.) auch Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD auf). Ausgeliefert wurden an dem Tag die ersten 30 Model Y an Kunden. Begleitet wurde der offizieller Fabrik-Start auch von Protesten von Umweltschützern. Sie blockierten unter anderem die Autobahn A10.

    Startschuss am 22. März 2022: Bei der feierlichen Werkseröffnung, dem sogenannten „Delivery Day“, treten neben Tesla-Chef Elon Musk (r.) auch Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) auf. Ausgeliefert werden an dem Tag die ersten 30 Model Y an Kunden. Begleitet wird der offizielle Fabrik-Start von Protesten von Umweltschützern. Sie blockieren unter anderem die Autobahn A10. Ursprünglich war der Delivery Day bereits für den Sommer 2021 geplant gewesen.

    MOZ
  • Feuer an der Gigafactory Grünheide: Am 26. Sepetmber 2022 waren auf dem Fabrik-Gelände von Tesla Ballen aus Pappe und Holz in Brand geraten. Rund 50 Feuerwehr-Kräfte waren im Einsatz. Beim Brand auf dem Gelände der Gigafactory in Grünheide ist Löschwasser im Boden versickert.

    Feuer an der Gigafactory am 26. September 2022: Während im Werk die Produktion Stück für Stück hochgefahren wurde, kommt es gut sechs Monate nach der Eröffnung zu einem Brand auf dem Tesla-Gelände. Dabei hatte eine nicht genehmigte Recycling-Anlage Feuer gefangen. Glück im Unglück: Das Feuer ist weit genug weg von den Produktionsanlagen ausgebrochen. Da Teile der Fabrik in einem Trinkwasserschutz-Gebiet liegen, besteht aber die Sorge, dass Löschwasser den Boden verunreinigt haben könnte. Bei anschließenden Tests stellen die Behörden nach eigenen Angaben aber keine Auffälligkeiten fest.

    Christian Heinig
  • Tesla am BER in Schönefeld: Am Flughafen BER in Schönefeld parken seit Dezember 2022 Tausende Model Y von Tesla. Sie stammen aus der Gigafactor Grünheide

    Model Y im Dezember 2022 am Flughafen: Weil die Lagerkapazitäten am Werk in Grünheide nicht ausreichen, muss Tesla für seine Fahrzeuge Flächen zur Zwischenlagerung finden. Zeitweise nutzt der US-Autobauer dazu auch den etwa 30 Kilometer entfernten Parkplatz am ehemaligen Terminal 5 des BER in Schönefeld. Allerdings nur temporär. Ein dauerhaftes Zwischenlager gibt es seither am Flughafen Neuhardenberg im Nachbarlandkreis MOL.

    Christian Heinig
  • Seit mehr als 2 Jahren führt der sogenannte Tesla-Radweg von Erkner zur Gigafactory Grünheide.

    Start für „Tesla-Radweg“ am 4. April 2023: Um den Verkehr rund ums Werk zu reduzieren, bekommen Beschäftigte, die in der Nähe wohnen, für den Arbeitsweg ins Werk eine klimafreundliche Option: einen Radschnellweg. Er ist gut 2,4 Kilometer lang und führt direkt vom benachbarten Erkner zur Fabrik in Grünheide. Startpunkt ist an der Alten Poststraße. Neben Mitarbeitenden wird er vor allem im Sommer auch von Touristen genutzt.

    Christian Heinig
  • Neue Brücke über die A10 für Gigafactory: Die Anschlusstelle Freibenbrink wird im Zuge der Tesla-Ansiedlung umgebaut. Dazu sind auch Sperrungen der Autobahn notwenig – aber nicht nur.

Bauarbeiten an der L38 und A10-Ansschlusstelle Freienbrink an der Gigafactory Grünheide

    Autobahn bei Tesla im Mai 2023: Zur besseren Anbindung der Fabrik kommt es zum umfangreichen Ausbau der A10-Anschlussstelle Freienbrink Süd. Dabei entsteht unter anderem eine neue Brücke. Ausgebaut wird außerdem die L38, die direkt vor den Fabrik-Toren entlangführt. Tesla beteiligt sich an den Kosten. Die Arbeiten auf der Autobahn bei Tesla dauern bis heute an. Derzeit ist der Abschnitt Richtung Dreieck Spreeau an der Reihe.

    Christian Heinig
  • Ankunft am Bahnhof „Tesla Süd“: Ein DJ sorgt mit Musik für die richtigen Beat.

    Shuttle-Premiere am 4. September 2023: Tesla bringt Mitarbeitende ab sofort mit dem Werkszug „Gigatrain“ vom Bahnhof Erkner direkt zur Fabrik nach Grünheide. Dazu nutzt der US-Autobauer ein altes Bestandsgleis der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), das von der RE1-Trasse abzweigt. Die Haltestelle am neu errichteten Werksbahnhof trägt offiziell den Namen „Fangschleuse Tesla Süd“. Bei der ersten Fahrt waren DJ’s mit dabei und sorgten für die richtigen Beats auf dem Weg zur Arbeit. Der Clou beim Shuttle: Die Mitfahrt ist kostenlos, auch für Bürger. Seit Januar 2026 gibt es neben den Fahrten zwischen Erkner und Werksbahnhof täglich auch mehrere Verbindungen nach Berlin-Ostbahnhof.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Protest–Camp unweit der Gigafactory von Tesla in Grünheide: Aktivisten besetzen dort seit Ende Februar ein Waldstück.

    Waldbesetzung im Februar 2024: Umweltaktivisten der Initiative „Tesla stoppen“ errichten im Wald neben der Tesla-Fabrik ein Protestcamp. Sie wollen damit eine geplante Erweiterung verhindern. Das Camp wird als Versammlung angemeldet und erreicht internationale Aufmerksamkeit. Sogar die New York Times berichtet. Im Mai eskaliert die Lage kurzzeitig, als Aktivisten versuchen, das Tesla-Gelände zu stürmen. Im November, Monate nach dem Erweiterungsbeschluss, kommt es zur Auflösung des Camps durch die Polizei. Als Grund werden Verstöße gegen Sicherheit und Ordnung genannt.

    Cornelius Pape
  • Bei dem Brand in Steinfurt (Landkreis Oder-Spree) haben die Täter nach eigenen Angaben einen Kurzschluss verursacht. Das geht aus einem Bekennerschreiben auf "Indymedia" hervor.

    Stromanschlag am 5. März 2024: Nichts geht mehr in der Tesla-Fabrik, nachdem Unbekannte in den Morgenstunden einen Hochspannungsmast in Grünheides Nachbargemeinde Gosen-Neu Zittau in Brand gesetzt haben. Er befindet sich in Steinfurt, rund 3 Kilometer Luftlinie von der Gigafactory entfernt. Die Folge: ein massiver Stromausfall in der gesamten Region. Bei Tesla kommt wegen der Attacke die Produktion für mehrere Tage zum Erliegen. Betroffen sind auch Unternehmen im benachbarten Güterverkehrszentrum Freienbrink (GVZ), Edeka. Zum Anschlag bekennt sich die als linksextrem eingestufte Vulkangruppe. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft dauern bis heute.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Tesla-Chef Musk besucht Fabrik nach Anschlag: Tesla-Chef Elon Musk (l) und André Thierig, Werksleiter der Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg, gehen durch die Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg. Nach einem Anschlag auf die Stromversorgung des Elektroautobauers Tesla ist das Werk nach einem tagelangen Stromausfall wieder am Netz. +++ dpa-Bildfunk +++

    Elon Musk in Grünheide am 13. März 2024: Kurz nach dem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf die Energieversorgung besucht der Tesla-Chef das Werk in Grünheide. Musk machte sich dabei ein Bild der Lage, tauschte sich auch mit Werksleiter André Thierig (r.) aus. Zugleich stärkte er den Mitarbeitenden den Rücken. „Sie können uns nicht stoppen!“, rief er ihnen zu. Trotz der Sabotage und anhaltender Proteste bekannte sich Musk zum Standort von Teslas einziger europäischer Fabrik. Er bekräftigte auch, das Werk weiter ausbauen zu wollen.

    Sebastian Gollnow/dpa
  • Von außen gut zu sehen: Zwei Tanks der Industrieabwasserbehandlung auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory in Grünheide. Die Fabrik in Brandenburg ist die einzige im gesamten Automobil-Konzern, die so eine Anlage im Betrieb hat.

    Abwasserrecyclinganlage Mai 2024: Ein Kritikpunkt, der die Tesla-Ansiedlung in Grünheide von Beginn an begleitet, ist die beanspruchte Wassermenge für das Werk. Per Vertrag werden dem US-Autobauer jährlich 1,8 Millionen Kubikmeter vom örtlichen Wasserversorger WSE zugesichert. Um den Verbrauch zu minimieren, hat Tesla auf dem Werksgelände eine Abwasserrecycling-Anlage errichten lassen. Auf diese Weise können Prozessabwässer wiederverwendet werden, zugleich sinkt der Wasserbedarf. 2024 lag der Verbrauch nach Werksangaben lediglich bei rund 450.000 Kubikmetern. In der Folge hat Tesla mit dem WSE nach längeren Verhandlungen einen neuen Vertrag vereinbart. Er sieht eine Reduzierung der jährlichen Gesamtmenge auf 1,4 Millionen vor, zugleich werden beim Schmutzwasser einige Parameter angepasst. Die Verhandlungen wurden von Differenzen zwischen WSE-Leitung und der Tesla-Geschäftsführung überschattet.

    Tesla
  • Gemeindevertretung berät über Tesla–Erweiterung: 16.05.2024, Brandenburg, Grünheide: Polizeibeamte sichern die Müggelspreehalle in Hangelsberg, einem Ortsteil von Grünheide, wo am späten Nachmittag die Gemeindevertreter über die Erweiterungspläne der Tesla-Fabrik in Grünheide abstimmen wollen. Am Rande findet eine Protestveranstaltung der Bündnisinitiative «Tesla den Hahn abdrehen» statt. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Beschluss zur Erweiterung am 16. Mai 2024: Unter Polizeischutz spricht sich die Gemeindevertretung von Grünheide dafür aus, dass Tesla sein Gelände vergrößern kann. Damit ist der Weg frei für den Bau eines Güterbahnhofs und weiterer Logistikflächen östlich des Werkes. Die Entscheidung gilt im Ort als umstritten. Eine Mehrheit der Bürger hatte sich bei einer Befragung gegen eine Erweiterung ausgesprochen. Anschließend wurden die Pläne abgespeckt, sie sehen im finalen Entwurf weniger Waldrodungen vor. Ein Kompromiss, der politisch eine Mehrheit findet. Der beschlossene B-Plan 60 umfasst auch wesentliche Infrastrukturprojekte im Fabrik-Umfeld. Dazu zählen der Bau des neuen Bahnhofs Fangschleuse auf der Fabrik-Rückseite sowie einer neuen Landesstraße L386, die an die Autobahn angebunden wird. Mit dem Güterbahnhof soll der Verkehr rund um die Fabrik entlastet werden.

    Patrick Pleul/dpa
  • Neu trifft alt: Model Y von Tesla in der Endkontrolle der Gigafactory Grünheide

    Facelift am 4. Januar 2025: Aus alt wird neu – das Model Y, das in der Gigafactory gebaut wird, bekommt einen neuen Look und ein technisches Upgrade. Dazu werden die Fertigungslinien in der Fabrik umgestellt. Anschließend läuft die Produktion schrittweise wieder hoch. Die ersten Auslieferungen erfolgen ab Februar. Auffälligste Neuerung des Facelift-Modells (Codename Juniper) sind die durchgängigen LED-Lichtleisten vorne und hinten. Der Preis für das Model Y in der Standard-Ausführung startet in Deutschland derzeit bei 39.990 Euro (Reichweite 534 km).

    Patrick Pleul/dpa und Chris Heinig/Montage MOZ
  • Tesla-Mitarbeiter in der Gigafactory Grünheide feiern das 500.000 Model Y, das am 31. März 2025 vom Band der Fabrik gerollt ist.

    Partystimmung am 31. März 2025: Tesla-Mitarbeiter in der Gigafactory Grünheide feiern das 500.000 Model Y, das in der Fabrik vom Band gerollt ist. Drei Monate später, im Juni, wird in Brandenburg sogar ein Meilenstein mit konzernweiter Strahlkraft gefeiert: der Bau des 8-millionsten Teslas überhaupt. „Ein großartiger Beitrag des Gigafactory-Teams“, freut sich Werksleiter Thierig. „Auf geht’s zur nächsten Million.“

    Tesla
  • Baugrube für den künftigen Tunnel, der unter den Gleisen des RE1 hindurchführen soll.

    Spatenstich am 4. April 2025: Direkt am Werk bei Tesla kommt es zum Umzug des Bahnhofs Fangschleuse, der auf der Strecke des RE1 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) liegt. Zahlreiche Beschäftigte steigen hier täglich ein und aus. Noch liegt der Bahnhof 2 Kilometer von der Fabrik in Grünheide entfernt, der Neubau entsteht nun direkt auf Höhe der Fabrik-Rückseite. Bedeutet: kürzere Wege für Mitarbeitende. Doch nicht nur Tesla profitiert, der neue Bahnhof soll künftig als Pendler-Bahnhof für die ganze Region dienen – mit direktem Anschluss an die A10. Zusätzlich entsteht ein Güterübergabe-Bahnhof. Offizieller Eröffnungstermin für die Personenstation ist der 14. August 2026.

    Victoria Schloder
  • Tesla Gigafactory in Grünheide am Tag nach der mehrtägigen Betriebsratswahl.

    Wahlkampf im Februar und März 2026: Rund um die bevorstehende Betriebsratswahl kommt es zum Machtkampf zwischen Werksleitung und IG Metall – und zur Eskalation. Ein Gewerkschaftssekretär wird beschuldigt, heimlich eine Sitzung aufgezeichnet zu haben. Die Polizei rückt an, es hagelt Strafanzeigen in beide Richtungen, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Auch Elon Musk meldet sich zu Wort. Er deutet in einer Videobotschaft an die Belegschaft an, dass der weitere Werksausbau gestoppt werden könnte, sollte die IGM gewinnen. Seine Worte verfehlen ihr Ziel offenbar nicht. Die IGM, die unter anderem einen Tarifvertrag für das Werk anstrebt, muss sich bei der Wahl mit Platz zwei begnügen, die meisten Stimmen holt die Liste „Giga United“ um die amtierende Betriebsratsvorsitzende Michaela Schmitz. Werksleiter André Thierig ist zufrieden: „Ich deute dies als ein deutliches Zeichen unserer Belegschaft, die sich damit für eine gewerkschaftsunabhängige Mitbestimmung für die kommenden 4 Jahre ausgesprochen hat.“ Tesla will unter anderem die Batterieproduktion in Grünheide ab 2027 massiv ausbauen. Musk spricht langfristig auch vom Bau weiterer Produkte in der Fabrik, darunter das Robotaxi Cybercab.

    Nicole Züge
  • US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide: 02.03.2026, Brandenburg, Grünheide: Neue Elektrofahrzeuge vom Typ Tesla Model Y stehen auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg. Im einzigen deutschen Autowerk von Tesla beginnt am Montag die mit Spannung erwartete Betriebsratswahl. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Auslieferung im März 2026: Ein Truck mit Model Y’s im Gepäck verlässt das Fabrikgelände in Grünheide. Wie viele Fahrzeuge seines Bestsellers Tesla seit der Werkseröffnung 2022 hier gebaut hat? Mehr als 700.000, teilt das Unternehmen dazu auf Nachfrage mit. Die gleiche Zahl hatte jüngst auch Werksleiter André Thierig verkündet. Bedeutet: Schon bald dürfte ein weiterer Meilenstein im Werk bevorstehen... der dreiviertelmillionste Tesla aus Grünheide.

    Patrick Pleul/dpa
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TACH TESLA
Freitag um 13.00 Uhr
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