Volleyball: Glatte Heimschlappe

Konnte trotz einer ansprechenden Leistung die TSGL-Niederlage auch nicht verhindern: der aus der Schöneicher Regionalliga-Mannschaft aufgerückte Libero Pascal Haase, hier beobachtet von Dustin Ruf (Nummer 11)
Maximilian FranzSchöneiches Trainer Jürgen Treppner hatte schon im Vorfeld der Partie gegen das Team aus der Elbmetropole aus den verschiedensten Gründen auf vier Spieler verzichten müssen, zu allem Unglück verletzte sich Diagonalangreifer Kevin Meusel am Freitagabend im Abschlusstraining an der Schulter. Für ihn stand der 19–jährige, ebenfalls gesundheitlich angeschlagene Charlie Peters in der Startaufstellung und hatte gegen die routinierten Blockspieler des ETV von Beginn an einen schweren Stand. Zudem rückten mit Zuspieler Ole Irrmisch und Libero Pascal Haase zwei junge Spieler der zweiten Mannschaft auf, die unmittelbar zuvor in einem nervenaufreibenden Fünf–Satz–Krimi das Derby gegen den SV Schulzendorf verloren hatte, ihre Tabellenführung in der Regionalliga Nordost durch den Punktgewinn aber knapp verteidigen konnte.
Die Drittliga–Partie begann absolut ausgeglichen, war von vielen guten Aktionen auf beiden Seiten geprägt. Beim 15:17 nahm Treppner seine erste Auszeit, konnte damit aber den jetzt immer stärker werdenden Druck des designierten Vizemeisters nicht aufhalten, so dass er sich schon wenige Ballwechsel später beim 16:20 zu seiner zweiten gezwungen sah. Und auch wenn die Gastgeber weiterhin gut mithielten und kämpferisch überzeugten, konnten sie den Rückstand bis zum Satzende nicht mehr verringern.
Durchgang 2 nahm einen ähnlichen Verlauf. Beim Stand von 15:19 brachte Treppner seinenKapitän Maximilian Fromm fürPeters auf der ungewohnten Diagonalposition, um dem Spiel vielleicht doch noch einmal eine Wende zu geben. Dieser gab seinem Team dann tatsächlich ein wenig mehr Sicherheit, aber erneut ließ der ETV nichts anbrennen und brachte den Vier–Punkte–Vorsprung souverän ins Ziel.
Diesen Schwung nahmen die Gäste dann auch mit in den dritten Satz und lagen schnell mit bis zu sechs Zählern in Front. Die Fans mussten in dieser Phase den totalen Zerfall des Schöneicher Spiels befürchten — aber so wollten sich die Hausherren dann doch nicht vorführen lassen, kämpften sich bis zur Crunchtime sogar noch einmal auf zwei Punkte heran und witterten ein letztes Mal ein wenig Morgenluft. Die Hamburger konterten jedoch eiskalt und verwandelten gleich ihren ersten Matchball, auch wenn dieser durch eine klare Schiedsrichter–Fehlentscheidung begünstigt wurde.
Für die TSGL–Truppe gilt es nun, diese frustrierende Heimpleite so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bekommen, um im Derby bei den heimstarken Wriezenern nicht erneut unter die Räder zu kommen und den vierten Tabellenrang mit allen Mitteln zu verteidigen.