Volleyball: Im Schnelldurchgang

Der Schöneicher Marcus Steck beim Zuspiel auf Sebastian Grösch (Nummer 18), im Vordergrund Wito Krüger (12). Auf der anderen Seite des Netzes: Markus Friebe (links) und Kapitän Malte Maßmann.
Maximilian FranzDas hatten sich Schöneicher Volleyballer nach ihrem souveränen Auftritt mit dem 3:0 im Schnelldurchgang über die VG Halstenbek-Pinneberg aber auch verdient. „Das war eine überzeugende Leistung. Alle haben hoch konzentriert gespielt. Nur im zweiten Durchgang haben wir dem Gegner etwas mehr gestattet“, sagte Jürgen Treppner. Und der TSGL-Trainer fügte hinzu: „Diese Partie dürfte als kürzestes Drittliga-Spiel in die Geschichtsbücher eingehen.“
TSGL macht von Beginn an Druck
Exakt um 19.57 Uhr endete das ungleiche Duell am Sonnabend zu Gunsten des Tabellenvierten – inklusive Wechsel und Auszeiten. Als reine Spielzeit wurden schließlich 50 Minuten im Protokoll vermerkt. Und: Nach dem 25:4 im ersten Satz war fast noch Schlimmeres für die junge Mannschaft vom Hamburger Rand – es kamen auch zwei Jugendspieler zum Einsatz – zu befürchten gewesen. Die TSGL machte von Beginn an Druck und führte nach acht Minuten bereits mit 13:0!
„Die Gäste haben viele Annahmefehler gemacht und sind nicht in die Partie reingekommen“, analysierte Treppner. „Maßgeblich dazu beigetragen haben auch die Aufschlagserien unseres Zuspielers Tobias Horst.“ Der wurde am Ende auch als wertvollster Spieler der Gastgeber geehrt.
Im zweiten Durchgang leisteten die Norddeutschen, die vor Wochenfrist gegen den Tabellendritten SC Potsdam nur knapp mit 2:3 verloren hatten, etwas mehr Gegenwehr. Doch nach 18 Minuten mussten sie auch diesen Satz abgeben. Genauso lange dauerte dann der dritte Abschnitt, in dem die Schöneicher nur zehn Punkte zuließen.
Klar, dass nach dem Ende des vorletzten Heimspiels die Freude bei Publikum und Mannschaft der Randberliner groß war. Sie erhielten sich damit auch die Chance, in der Saisonabrechnung noch auf Platz 3 einzukommen. „Und das ist jetzt in den verbleibenden zwei Partien auch unser Ziel“, gibt Jürgen Treppner die Marschroute vor.
Diese beiden Spiele haben es aber in sich. Weiter geht es am 14. März mit dem letzten Heimspiel an der Dorfaue gegen Tabellenführer und Titelaspirant PSV Neustrelitz. „Auch wenn es schwer wird – da wollen wir gewinnen und so dem Spitzenreiter die zweite Niederlage beibringen. Darauf bereiten wir uns in den zwei Wochen konzentriert vor“, sagt der TSGL-Coach. Das Hinspiel war 1:3 verloren gegangen, wobei sogar ein zweiter Satzgewinn möglich gewesen wäre.
Saison-Halali in Potsdam
Zum Showdown im Kampf um Platz 3 kommt es für die TSGL dann eine Woche später beim SC Potsdam, der mit einem Spiel mehr einen Punkt vor den Schöneichern liegt. „Nach der knappen Heimniederlage in der Hinrunde wollen wir die Potsdamer noch etwas kitzeln“, verspricht Treppner.
Statistik
TSGL Schöneiche: Justus Bauwens, Marcus Steck, Darryl Ruf, Kevin Meusel, Dustin Ruf, Wito Krüger, Tobias Horst (MVP), Maximilian Fromm, Sebastian Grösch, Erik WittVG Halstenbek-Pinneberg: Gilles Wulf-Balosch, NilsSievers, Carlos Oliveira Santos, Florian Rapp, Florian Sievers (MVP), Noah Goodall, Markus Friebe, Malte Maßmann, Jan MarkiefkaSchiedsrichter: Erik Lachmann (HohenNeuendorf), Daniela Raßmann (Berlin)