Volleyball
: In die Spur gefunden

Nach einem holprigen Saisonstart landen die Männer der TSGL Schöneiche II einen deutlichen 3:0-Auswärtssieg im Derby beim SV Schulzendorf.
Von
Rico Stange
Schulzendorf
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Die TSGL Schöneiche II im Angriff: Tomek Groß (Nummer 4) verwertet das kurze Zuspiel von Ole Irrmisch. Auf der anderen Seite des Netzes die Schulzendorfer Philipp Pittke, Libero Gian-Luca Berger und Jan Helm (von links).

Anja Müller

Die vorangegangenen Partien hatten gezeigt, dass sich der Vorjahresmeister spielerisch noch nicht richtig gefunden hat. So gab die TSGL II zum Teil deutliche Führungen leichtfertig aus der Hand. Zwar wusste die Mannschaft von Trainer René Jerratsch, dass es eine schwere Aufgabe werden würde, die starken Leistungen der zurückliegenden Saison zu bestätigen, allerdings hatten sich die Schöneicher für den Saisonbeginn schon etwas mehr erhofft als nur drei Punkte.

Das Spiel in Schulzendorf sollte die ersehnte Wende einleiten, auch wenn die Gastgeber nicht zu unterschätzen waren, hatten sie doch als Landesmeister in der Brandenburgliga rekordverdächtige 69 von 72 möglichen Punkten geholt. Und ihr erstes Spiel in der Regionalliga Nordost gegen den DJK Westen gleich mal mit 3:2 gewonnen. Dem folgte eine Tiebreak-Niederlage bei Rotation Prenzlauer Berg, so dass auch der Neuling mit drei Zählern da-stand. Aber nicht nur die ähnliche Tabellensituation, auch die gute Bekanntschaft vieler Spieler über Ligen und Vereine hinweg versprach ein interessantes Duell mit Derby-Charakter.

Dabei erwischten die Gäste den besseren Start. Da die Schulzendorfer ihrerseits mit einem starken Aufschlagspiel überzeugen konnten, entwickelte sich ein enger erster Durchgang, bei dem beide Mannschaften ihre Side-Out-Situationen nutzten. Erst nach dem 18:17 konnte sich die TSGL II mit drei Punkten in Folge absetzen, was schließlich zum 25:21-Satzgewinn führte.

Weiter sehr konzentriert

Mahnend beschwor Jerratsch seine Mannen, im zweiten Abschnitt nicht nachzulassen, hatte er doch den verschenkten Auftaktsieg gegen die Magdeburger – nach 2:0-Führung – im Kopf. Und seine Ansprache zeigte Wirkung. Sehr konzentriert starteten die Schöneicher in den zweiten Satz. Vor allem gute Abwehr- und Blockaktionen sorgten für einen 7:4-Vorsprung, welcher durch eine starke Aufschlagserie von Lukas Hähring auf 15:6 anwuchs. Der SVS kämpfte sich jedoch noch einmal zurück und kam beim Stand von 13:17 wieder gefährlich nah heran. Doch in dieser Situation zeigten die Gäste Geschlossenheit und Ruhe – Attribute, die sie in der vergangenen Saison so stark gemacht, aber zuletzt hatten vermissen lassen. Mit 25:20 wurde der Satz schließlich unter Dach und Fach gebracht.

Ähnlich dann auch der dritte Durchgang. Die Gastgeber hatten wohl längst gemerkt, dass es an diesem Tag nichts mit ihrem zweiten Sieg werden sollte. Bis zum 20:17 lagen die Schöneicher stets mit drei Punkten vorn, nutzten am Ende einige Eigenfehler seitens der Schulzendorfer zum letztlich ungefährdeten 25:19.

Ein klarer Auswärtssieg, der die Randberliner mit viel Selbstbewusstsein in den richtungs-weisenden Doppelspieltag am Wochenende gehen lässt: Am Sonnabend, 16 Uhr, ist Spitzen-reiter PSV Dessau in der Lehrer-Paul-Bester-Halle zu Gast, tags darauf, ganze 23 Stunden später, muss die TSGL II beim Tabellenletzten MSV Zossen antreten.

Aufgebot

TSGL Schöneiche II: BastianGrothe, Florian Thiel, Lukas Häring, Maik Haberer, Marcel Prill, Martin Grüneberg, Maximilian Franz, Noah Lachmund, Ole Irrmisch, Pascal Hase (MVP), Tomek Groß, Rico Stange