Volleyball
: Knapper Heimsieg im Derby

Die Drittliga-Volleyballer der TSGL Schöneiche haben zu Hause das Nachbarschaftsduell gegen Preußen Berlin mit 3:2 gewonnen.
Von
Bert Körber
Schöneiche
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Bejubeln einen Punkt: die Schöneicher Marcus Steck (rechts) und Dustin Ruf. Die Berliner Robert Onischke, Oliver Greifenberg und Johannes Danz (von links) sind hingegen enttäuscht.

Maximilian Franz

Es war wieder einmal ein Kampf auf Biegen und Brechen zwischen den Volleyballern der TSGL Schöneiche und Preußen Berlin in der Dritten Liga Nord. Am Ende rangen die Gastgeber die nie aufgebenden Gäste nach einer 2:0-Satzführung doch nur knapp mit 3:2 in über zwei Stunden Spielzeit nieder (27:25, 25:21, 26:28, 21:25, 15:13). Durch diesen Erfolg verbleibt die TSGL auf dem vierten Tabellenplatz und verdrängte die vorher punktgleichen Hauptstädter, die allerdings noch ein Spiel weniger absolviert haben, auf Rang fünf.

Die über 200 Zuschauer in der Schöneicher Lehrer-Paul-Bester-Halle kamen von Beginn an voll auf ihre Kosten. Zunächst setzten sich die konzentriert agierenden Gastgeber bis zur Mitte des ersten Satzes mit bis zu fünf Punkten ab. Aber auch schon in dieser frühen Phase der Partie war zu erkennen, dass die Preußen – in deren Reihen mit dem langjährigen TSGL-Kapitän Willi Becker, sowie den Mittelblockern Christian Guß und Mathias Albrecht drei ehemalige Schöneicher mit reichlich Zweitligaerfahrung stehen – sich nicht dauerhaft von der Stimmung in der Halle beeindrucken ließen. Punkt für Punkt kämpften sie sich wieder heran und hatten bereits beim 17:17 erstmals wieder den Punktegleichstand hergestellt. Vor allem Willi Becker war nun von seinen ehemaligen Teamkameraden nur selten zu stellen und brachte die meisten seiner Angriffe erfolgreich durch. Allerdings war es dann auch ausgerechnet er, der zum Ende zweimal in Folge am gut postierten Block der Gastgeber scheiterte und ihnen somit die 1:0-Satzführung bescherte.

Auch der zweite Durchgang war zunächst sehr ausgeglichen, ehe sich die TSGL in der Crunchtime dann doch entscheidend absetzen konnte und somit schon den ersten Punkt in der Tabelle auf der Habenseite verbuchen konnte. Vor allem Zuspieler Marcus Steck, Kapitän Lucas Grofe und Diagonalangreifer Kevin Meusel machten bis dahin den Unterschied, aber auch die Mittelblocker Erik Witt und Sebastian Grösch glänzten mit sehenswerten Aktionen.

Der dritte Satz war lange heiß umkämpft und ging in die Verlängerung. Nachdem die TSGL einen Matchball nicht nutzen konnte, verwandelten die Preußen-Volleys anschließend ihren zweiten Satzball zum 28:26. Von diesem Rückschlag erholten sich die Hausherren im vierten Abschnitt nur schwer und gerieten zwischenzeitlich mit bis zu sieben Punkten in Rückstand. TSGL-Trainer Jürgen Treppner versuchte mit Auszeiten und Spielerwechseln den Spielfluss des Gegners zu stoppen, aber mehr als etwas Ergebniskosmetik war nicht mehr drin. Im Tie-Break gerieten die Schöneicher schnell in Rückstand und Treppner musste beim Stand von 2:6 bereits seine erste Auszeit nehmen. Es sollte jedoch seine letzte an diesem Abend bleiben, denn von nun an übernahm wieder seine Mannschaft das Zepter auf dem Spielfeld.

Beim 8:5 für die Gäste wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt, aber schon wenige Ballwechsel später konnte die TSGL erstmals in diesem Entscheidungssatz ausgleichen. Als dann Sebastian Grösch einige Minuten danach mit einem erfolgreichen Block den Schlusspunkt unter einen Volleyball-Krimi setzte, war der Jubel bei Spielern und Fans riesig. Konnte man damit doch nicht nur die knappe und unglückliche Hinspiel-Niederlage wett machen. Auch die beeindruckende Serie, seit Ende 2017 kein Spiel mehr in heimischer Halle verloren zu haben, wurde weiter ausgebaut.