Das freute natürlich auch TSGL-Trainer Jürgen Treppner: "Am Ende war es ein souveräner Sieg mit einer Notmannschaft." Das Mini-Team bestand nur aus sieben Spielern, wobei der frühere Libero und jetzige Co-Trainer Lukas Hauser als Wechselspieler für den äußersten Notfall mit auf dem Protokoll stand. Doch eingewechselt werden musste er nicht.
Grandioser erster Satz
Die Schöneicher begannen furios gegen die Berliner, gegen die es in der Dritten Liga Nord in der Vergangenheit meist enge Fünfsatzpartien gegeben hatte. Sie putzten die Preußen von Trainerin Romy Richter nach 18 Minuten mit 25:9 regelrecht vom Feld. "Das war ein grandioser erster Satz. Unsere Jungs waren sehr überzeugend im Block, haben da zehn Punkte geholt", schwärmte Treppner.
Da hatten sich die Gäste aus der Hauptstadt, die nach rund fünf Minuten beim 1:8 zum ersten Punkt kamen, überraschen lassen, fanden keine Mittel – auch nicht gegen den guten Angriff der Gastgeber. Allerdings konnten sich die Preußen in den folgenden Sätzen besser darauf einstellen und auch eigene Akzente setzen. Es wurde – wie erwartet – ein umkämpftes Spiel.So lagen die Schöneicher im zweiten Durchgang nach dem 2:1 meist im Rückstand. Doch nach dem 9:9 waren sie wieder dran, und danach blieb es weiter eng. Dem 19:18 der Preußen ließ die TSGL den Ausgleich und die Führung folgen – und sich diese nicht mehr aus der Hand nehmen.
Ebenso ausgeglichen gestaltete sich der dritte Satz. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Das 12:15 brachte eine kleine Vorentscheidung, auch wenn die Hausherren immer wieder verkürzen konnten, zuletzt beim 20:21. Kurz danach gelang ihnen beim 21:24 der letzte Punkt und die Preußen verwandelten den zweiten Satzball.
Gastgeber behalten die Ruhe
Danach schienen die Gastgeber den vierten Abschnitt im Griff zu haben, führten nach fünf Minuten 6:3. Doch die Preußen gaben sich nicht auf und glichen zum 10:10 aus.
Sollte es noch einmal eng werden? Nein, denn die TSGL ließ sich nicht mehr überraschen. Die Gastgeber verschafften sich einen kleinen Vorsprung (16:12) und blieben auch nach drei Punkten der Berliner in Folge ruhig. Nach einem Preußen-Aufschlag ins Netz stellten Sebastian Grösch und Zuspieler Marcus Steck, der ein Extralob vom Trainer erhielt, den alten Abstand wieder her, die TSGL gewann den Satz 25:16 und damit das Match mit 3:1.
Mit demselben Ergebnis hatten die Schöneicher bereits vor Wochenfrist beim Kieler TV II triumphiert. Nach der zweiten maximalen Punkt-Ausbeute haben sie als Dritter (6:2 Sätze) ebenso sechs Zähler wie Tabllenführer Eimsbütteler TV und der PSV Neustrelitz (je 6:1). "Ein guter Start, so kann es von mir aus weitergehen", sagte Jürgen Treppner. Die TSGL muss übrigens am Sonnabend zum Spitzenreiter ...

Statistik


TSGL Schöneiche: Justus Bauwens, Erik Stegen, Marcus Steck (C), TimRüterhenke, Erik Witt, Sebastian Grösch (MVP), Charlie PetersSV Preußen Berlin: Johannes Danz (C), Axel Krause, Robert Dieckmann, Christopher Heckendorf, Robert Onischke, Niclas Finzelberg, Frederick Bialokoz, Kai Wieser (MVP), David Nündel, Oliver Greifenberg, NicoHaubold, Benjamin Binanzer