Volleyball
: Neu formiertes Team zeigt sich stark

Mit Sieg und Niederlage sind die Volleyballerinnen des VSV Grün-Weiß Erkner in die Brandenburgliga-Saison gestartet.
Von
Roland Hanke
Erkner
Jetzt in der App anhören

Tatendurstig und voller Elan zeigen sich die Brandenburgliga-Volleyballerin des VSV Grün-Weiß Erkner.

Michel Küchler

Dementsprechende Spannung war erwartet worden und am Ende auch zu sehen gewesen. So gewannen die Gastgeberinnen gegen die Lausitzerinnen mit 3:2 und verloren gegen Potsdam II mit 2:3. Die Damen aus der Landeshauptstadt hatten das Eröffnungsspiel des Turnier auch mit 3:2 gegen Cottbus gewonnen.

In der Partie der Gäste-Teams bot sich zunächst ein ausgeglichenes Bild. In zwei knappen Sätzen setzten sich am Ende jedoch die Mädels der Cottbuser Sportschule dank der bereits aus der Vorsaison bekannten, gefährlichen Aufschlagserien entscheidend durch. Ab dem dritten Satz gelang es jedoch den spiel- und kampfstarken Potsdamerinnen, sich selbst spielerisch durchzusetzen und das Spiel zu drehen – 3:2 (21:25, 22:25, 25:20, 25:19, 15:9).

Danach schlug die Stunde der Wahrheit für das neu formierte Team aus Erkner. Dabei kompensierten die engagierten Zugänge aus der eigenen Jugend die Abgänge nach dem Regionalliga-Abstieg und verjüngten das Team stark. Doch auch bei den verbliebenen Spielerinnen der Vorsaison war die Motivation nach zwei sehr deutlichen 0:3-Niederlagen gegen die erste Mannschaft von Energie Cottbus groß.

Und zunächst war ihr Spiel erfolgreich. In heimischer Stadthalle gelang es den Erkneranerinnen, dem großen Cottbuser Aufschlagdruck standzuhalten und entschieden im Gegenzug zahlreiche Bälle direkt aus der Annahme heraus für sich zu verwerten. Nach dem ersten Satzgewinn für den VSV gestaltete sich ein überaus ausgeglichenes Spiel zwei stark spielender Teams.

In Folge gelang es dem Heimteam, seine eigenen Aufschläge und Angriffe unterzubringen, während der Gegner insbesondere mit zahlreichen abgelegten Bällen noch bestehende Unstimmigkeiten in der neu formierten Erkneraner Feldabwehr nutzte. Dabei konnten die Jugend-Talente Heidi Meincke und Emilia Petzold auf der Zuspielposition mit präzisen Pässen überzeugen. Am Ende musste der Tiebreak über ein hart umkämpftes Spiel entscheiden, in dem der letzte Angriff der Cottbuser hart geschlagen knapp über die Grundlinie flog. Das 3:2 (25:20, 18:25, 16:25, 25:20, 15:13) ließ sogar die Zuschauer ins Schwitzen kommen.

Und das sollte im letzten Spiel des Tages nicht viel anders werden. Den Grün Weißen gelang es, einen Ball nach dem anderen aus der Annahme sehenswert im gegnerischen Feld unterzubringen – und danach mit großer Konstanz den eigenen Aufschlag zu vergeben. So ging nach dem neunten verschlagenen Aufschlag trotz gefühlter Überlegenheit der Satz an die Gäste aus Potsdam.

Von nun an folgten ebenfalls hart umkämpfte Sätze, in denen es den Potsdamer Frauen streckenweise gelang, ihre Hauptangreiferin in Szene zu setzen, während die Erkneranerinnen insbesondere deren Hinterfeldrotationen für sich nutzten. Hier bewährte sich auch die junge Anastasia Schröder als starke Annahmespielerin, während Nele Lachmund ihr Potential im Diagonalangriff demonstrierte.

Nach vier Sätzen und einer – der hinter dem Schreibtertisch auflaufenden, augenscheinlich alkoholisierten Fans der Potsdamer geschuldeten – Spielunterbrechung ging auch das dritte Spiel des Tages in den Tiebreak. Dort zeigte insbesondere das Heimteam im zehnten Satz des Tages Konzentrationsschwächen. Bis dahin nicht gesehene Eigenfehler und zu wenig Druck im Angriff auf Erkneraner Seite waren der Grundstein für den Potsdamer Sieg – 3:2 (20:25, 25:23, 23:25, 25:21, 7:15).

Spiele auf sehr gutem Niveau

Am Ende des Tages blicken alle drei Teams auf eine Leistung in Spielen auf sehr gutem Brandenburgliga-Niveau zurück, die für den weiteren Saisonverlauf Mut macht. „Wir haben schon seit Beginn der Vorbereitung gemerkt, dass einige Dinge besser laufen als zuletzt. Darauf wurden wir auch von denjenigen angesprochen, die unser Training beobachtet haben“, resümierte Grün-Weiß-Trainer Michel Küchler.

„Die Revanche gegen Cottbus ist natürlich ein großartiger Start und bestätigt unser eigenes Empfinden bezüglich unserer Entwicklung“, sagte der 31-Jährige. „Aber jetzt gilt es natürlich, hungrig zu bleiben und sich immer weiter zu verbessern. In beiden Partien gab es spielerisch noch genug Baustellen, an denen wir jetzt arbeiten werden.“