Volleyball
: Saisonstart mit Fragezeichen

Die neu formierte erste Mannschaft der TSGL Schöneiche muss am Sonnabend in der Dritten Liga Nord beim Kieler TV II ran.
Von
Bert Körber
Schöneiche
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Das Drittliga-Team der TSGL ist bereit: Charlie Peters, Sebastian Grösch, Kevin Meusel, Erik Witt, Erik Stegen, Maximilian Fromm (hinten von links), Trainer Jürgen Treppner, Tobias Horst, Darryl Ruf, Justus Bauwens, Dustin Ruf, Marcus Steck, Co-Trainer Lukas Hauser (vorn von links). Auf dem Foto fehlen Wito Krüger und Tim Rüterhenke.

Anja Müller

TSGL im ersten Spiel Favorit

Von der Papierform her ist die TSGL Schöneiche allerdings ziemlich eindeutiger Favorit im Spiel am Sonnabend, ab 15 Uhr, beim Kieler TV II. Die Gastgeber standen nämlich nach der vergangenen Spielzeit als Tabellenletzter eigentlich schon als direkter Absteiger fest, profitierten jedoch vom Meistertitel ihrer eigenen Dritten in der Regionalliga Nord und dem damit verbundenen (theoretischen) Aufstiegsrecht für den Verein. Somit kann die junge Reserve des Zweitligisten von der Ostseeküste auch in dieser Saison wieder in der Dritten Liga an den Start gehen.

Die Gäste aus Schöneiche ihrerseits mussten nach Ende der vergangenen Saison, die mit dem dritten Platz in der Liga und dem Gewinn des Landespokals recht erfolgreich verlief, gleich mehrere schmerzhafte Abgänge verkraften: Kapitän Lucas Grofe, das Schöneicher „Eigengewächs“ Lennart Salabarria und Daniel Hähnert wechselten geschlossen zum Liga–Konkurrenten SC Potsdam. Diagonal–Angreifer Benno Hartung zog es nach Abschluss seiner Berufsausbildung wieder in seine alte Heimat zum VC Dresden in die Dritte Liga Ost.

Im Gegenzug konnte die TSGL aber bereits kurz nach Saisonende vier vielversprechende Neuverpflichtungen in das Team integrieren. Mit dem Zweitliga–erfahrenen Wito Krüger, der einst beim Schweriner SC das Volleyball–ABC erlernte und einige Jahre zusammen mit Zuspieler Marcus Steck beim SV Lindow–Gransee in der 2. Bundesliga auf dem Feld stand, Tim Rüterhenke vom Auftaktgegner Kieler TV, Tobias Horst von Drittligist VfK Berlin–Südwest und dem erst 19–jährigen Charlie Peters vom Berliner VV sind die vakanten Positionen schnell adäquat ersetzt worden. Außerdem wird Lukas Hauser — einer der beiden bisherigen Liberos —  Chefcoach Jürgen Treppner ab sofort als Co–Trainer zur Seite stehen. Der 26–Jährige wird sich neben seinem Masterabschluss in Sportwissenschaften speziell um das Kraft– und Athletiktraining seiner bisherigen Teamkameraden kümmern. Somit wird Justus Bauwens auf der Position des Abwehrchefs zunächst allein fungieren.

Trainer zeigt sich optimistisch

Wie sich diese Veränderungen im Kader auf das Leistungsvermögen seines Teams auswirken, mag aber selbst der Schöneicher Trainer vor dem Saisonauftakt noch nicht wirklich beurteilen. „Ich gehe durchaus optimistisch in die ersten Spiele, muss aber leider schon zu Beginn mehrere Ausfälle kompensieren“, sagt Jürgen Treppner mit einem leichten Stirnrunzeln. In Kiel fehlen ihm mit dem routinierten Diagonal–Angreifer Kevin Meusel und dem neuen Zuspieler Tobias Horst bereits zwei Akteure. Und auch hinter Neuzugang Wito Krüger steht noch ein gewisses Fragezeichen.

Eine Woche darauf, beim Heimauftakt gegen den SV Preußen Berlin (5. Oktober, 19 Uhr), kommen zu diesen Ausfällen dann aber auch noch die Zwillinge Dustin und Darryl Ruf. Von daher wird man sicher erst nach diesen beiden Partien eine erste Standortbestimmung vollziehen können, wohin die Reise für die TSGL Schöneiche in dieser Saison gehen könnte.