Beide Teams hatten klare Ziele vor Augen. Die Schöneicher wollten die Tabellenführung verteidigen und die Gäste aus Magdeburg den Favoriten ärgern und vielleicht doch ein paar Punkte aus der Lehrer-Paul-Bester-Halle an der Dorfaue entführen.
Der USC hatte den ersten Aufschlag und erwischte gleich den Libero auf dem falschen Fuß, der den Ball in der Annahme, unerreichbar für seine Mitspieler, verlängerte. Das brachte die Gäste aus Sachsen-Anhalt richtig ins Spiel. Jedoch blieb das TSGL-Team um Kapitän Robert Brandt davon unbeeindruckt. Die Gastgeber sicherten sich gleich den nächsten Punkt. Nach diesem Start war die Partie nun recht ausgeglichen.
Beide Mannschaften hatten zu Beginn des Spiels eine recht hohe Fehlerquote im Aufschlag, bis Jan Dombrowski die TSGL zum ersten Mal mit seinen Aufschlägen zur 13:10-Führung brachte und wenig später Maik Haberer diese auf 22:16 erhöhte – natürlich mit seinem gesamten Team. Das agierte nun in der Abwehr sicher, auch Libero Pascal Haase hatte fast zu alter Stärke zurückgefunden und sich mit den Angriffen sehr erfolgreich gegen den Magdeburger Block durchsetzen konnte. Zum Ende dieses Durchganges gab es eine kleine Schwächephase seitens der Gastgeber, so dass der USC bis auf 22:24 verkürzen konnte, doch erzielten die Randberliner mit dem nächsten guten Angriff den 25. Punkt und sicherten sich somit den Satzgewinn.
Das Team um Trainer René Jerratsch spielte sich langsam in einen Flow. Zuspieler Ole Irrmisch, später als wertvollster Akteur (MVP) seines Teams gewählt, setzte mit schnellen Pässen die Außenangreifer Florian Thiel und Maik Haberer in Szene, die sich ein ums andere Mal souverän gegen die Abwehr der Magdeburger behaupteten.
Die Annahmeleistung der zweiten Mannschaft Schöneicher steigerte sich, so dass auch die Schnellangreifer öfter eingesetzt werden konnten. Vom Diagonalangreifer Lukas Häring gab es auch einige gewaltige Angriffe, die auf dem Feld den spontanen Beifall laut werden ließen. Trotz einer kleinen Führung zu Beginn des zweiten Satzes (8:2) schlichen sich die Anhaltiner wieder heran und verkürzten mit einer Blockserie auf 17:18. Die Schöneicher behielten jedoch die Nerven und fokussierten sich auf den zweiten Satzgewinn. Das half – sie siegten ebenfalls 25:22.
Nun begann der vermeintlich schwerste Satz im Spitzenduell der Liga Erster gegen Dritter. Die Schöneicher erwarteten noch einmal ein starkes Aufbäumen des Gegners, um die drohende Niederlage abzuwenden, doch es zeichnete sich ein anderes Bild ab. Bereits zu Beginn des Satzes konnten sich die Gastgeber eine kleine Führung erspielen (10:6). Dann ging Zuspieler Ole Irrmisch zum Aufschlag und ließ den Vorsprung auf den Gegner immer weiter anwachsen (16:8). Damit war auch der letzte zu vermutende Aufstand seitens der Gäste niedergeschlagen. Zwar versuchten die Magdeburger weiterhin mutig zu spielen, jedoch führten nur wenige Aktionen zum Punkterfolg. Somit konnte der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost seine Position behaupten und gewann Satz 3 souverän mit 25:14 und damit das Spiel 3:0.
Nun geht es für die TSGL II in den Saisonendspurt. Am Sonnabend müssen sie beim Tabellensiebten CV Mitteldeutschland II ran. Und dann folgt am 6. April, ab 15 Uhr, der Saisonabschluss an der Dorfaue gegen die Dessau Volleys und vielleicht die Siegesfeier in der Regionalliga Nordost vor hoffentlich vollem Haus.