Die Randberliner hatten sich mit drei Mannschaften qualifiziert, und wie es die Losfee so wollte: Die erste Vorrunden-Partie sah das Duell TSGL II gegen III, oder anders, der Meister der Regionalliga Nordost traf auf den Vorletzten der Brandenburgliga.
Die Vorzeichen waren also  eindeutig, aber so ein Vereins-internes Derby ist immer auch für eine Überraschung gut. Die dritte Mannschaft um Kapitän Robert Döbler witterte ihre Chance, da die zweite Garde mit akutem Personalmangel angereist war und Trainer René Jerratsch auf zwei Positionen improvisieren musste. Aber die Mannschaft wurde ihrer Favoritenrolle dann doch in zwei Sätzen gerecht – und sollte im Verlaufe des Pokal-Wochenendes ein weiteres Mal ihre starke Saisonleistung bestätigen.
Gegen den Kremmener SV war auch der verspätet eintreffende Kapitän Robert Brandt dabei, zu acht gelang so ein 2:0 über den Meister der Landesklasse Nord. Das Besondere dabei war, dass Libero Pascal Haase die Chance bekam, in den Angriff zu wechseln.
Die TSGL III traf auf den Liga-Rivalen HSV Cottbus und unterlag in einem Spiel auf Augenhöhe knapp im Tiebreak (24:26, 25:21, 13:15). Diese Niederlage lag den Schöneichern schwer im Magen, so dass sie auch das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Kremmen unnötig in drei Durchgängen verloren und sich so aus dem Turnier verabschiedeten.
Für die TSGL II ging es gegen die Cottbuser um den Gruppensieg. Diesmal durfte sich Zuspieler Martin Grüneberg im Angriff beweisen und trug zum deutlichen 25:8, 25:20 bei.
Vor einem langen Abend (oder wahlweise kurzen Nacht ...) in der Jugendherberge wurden noch die Viertelfinals ausgelost. In diesem ließ die TSGL I, die als gesetzte Mannschaft erst jetzt ins Pokalgeschehen eingriff, dem beinahe bemitleidenswerten Brandenburgligisten MSV Zossen keine Chance. Die Schöneicher Zweite gewann ebenfalls erwartungsgemäß mit 2:0, auch wenn es gegen Landesligist USV Potsdam III kein schönes Spiel war.
Im Halbfinale ging es gegen Drittligist SC Potsdam, der zwar nur mit sechs Leuten angereiste, dennoch aber dank seiner höherklassigen Erfahrung natürlich der Favorit war. Beide Teams lieferten sich ein sehr ansehnliches und lange Zeit ausgeglichenes Duell, in dem die Potsdamer in den kritischen Phasen aber den Kopf oben behielten und verdient mit 25:22, 25:20 gewannen. Dennoch durften Trainer Jerratsch und die TSGL II stolz sein auf den letzten Auftritt der Saison.
Die erste Mannschaft derSchöneicher traf überraschenderweise auf den HSV Cottbus, der mit viel Kampf und Einsatzwillen im Viertelfinale Drittligist TKC Wriezen im Tiebreak niedergerungen hatte. Dennoch nahm die TSGL den Gegner zunächst etwas auf die leichte Schulter, gab nach einem 25:15 den zweiten Satz mit 23:25 ab, ehe im Endscheidungsdurchgang ein relativ deutliches 15:10 gelang.
Das Endspiel zwischen dem Tabellendritten und -vierten der Dritten Liga Nord wurde ein würdiges Finale. Schöneiches Trainer Jürgen Treppner brachte seine an diesem Tag stärkste Formation, und diese rechtfertigte das Vertrauen mit einem 25:22- und 25:19-Erfolg, der dem Verein den Landespokal bescherte, nachdem diesen vor Jahresfrist die zweite Mannschaft bei Abwesenheit der ersten gewonnen hatte.

Hattrick für den VSV Havel Oranienburg


Bei den Frauen gelang dem VSV Grün-Weiß Erkner der Einzug insViertelfinale, gegen Brandenburg-ligist USV Potsdam II hieß es dort 2:0. Das Duell der beiden Regionalliga-Absteiger gegen den SV Energie Cottbus ging im Halbfinale wie schon voreinem Jahr mit 1:2 verloren. Drittligist VSV Havel Oranienburg gewannderweil in einer Neuauflage desEndspiels gegen die Lausitzerinnen zum dritten Mal in Folge den Pokal. kb