Volleyball
: TSGL macht kurzen Prozess

Die TSGL Schöneiche besiegte den Kieler TV II deutlich mit 3:0 (25:14, 25:12, 25:21) und bleibt damit auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Dritten Volleyball-Liga Nord.
Von
Bert Körber
Schöneiche
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Geteilte Freude ist doppelte Freude: Die TSGL-Volleyballer Justus Bauwens, Erik Stegen, Lennart Salabarria und Dustin Ruf (von links) bejubeln einen Punkt gegen den Kieler TV und letztlich einen deutlichen Heimsieg.

Maximilian Franz

Es war wieder einmal ein recht kurzer Volleyballabend in der Lehrer-PaulBester-Halle: Die TSGL Schöneiche besiegte am Sonnabend in nur 59 Spielminuten den Kieler TV II deutlich mit 3:0 (25:14, 25:12, 25:21) und bleibt damit auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Dritten Liga Nord.

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Treppner war lediglich im dritten Satz kurz in Bedrängnis geraten, als die Gäste von der Ostsee zwischenzeitlich mit drei Punkten führten, sorgte aber mit einem überzeugenden Endspurt wieder für klare Verhältnisse.

Treppner hatte in der Partiegegen den Tabellenvorletzten auf seinen jungen Zuspieler Lennart Salabarria gesetzt, der dieses Vertrauen denn auch vollauf rechtfertigte. Der 20-Jährige zog geschickt die Fäden im Spiel der Gastgeber und gehörte zu den auffälligsten Akteuren. Überragt wurde er erneut nur von Kapitän Lucas Grofe, der von Gäste-Trainer Volker Köhn verdient zum wertvollsten Spieler (MVP) der Hausherren ernannt wurde. Mit seiner fünften Nominierung nimmt der 22-jährige gebürtige Luckenwalder, der mittlerweile seit mehr als vier Jahren bei der TSGL spielt und bei den Randberlinern kaum noch wegzudenken ist, ganz nebenbei auch einen Spitzenplatz in dieser internen Wertung der Nordstaffel in Liga 3 ein .

Aber natürlich weiß auch Grofe, dass zu einem erfolgreichen Team weit mehr als nur ein guter Akteur gehört. Und deshalb lobte er nach Spielende durch die Bank weg seine Mitspieler, die an diesem Abend mit ihm auf dem Feld gestanden hatten: „Wir waren heute wieder eine starke Einheit und haben die ärgerliche Niederlage der vergangenen Woche beim PSV Neustrelitz ein Stück weit vergessen machen können. Jetzt müssen wir aber unbedingt nachlegen, um weiterhin um die Meisterschaft mitspielen zu können“, blickte der Kapitän schon voraus auf die nächste schwere Aufgabe.

Denn der Eimsbütteler TV, bei dem die Schöneicher am Sonnabend zu Gast sind, steht momentan zwar nur auf dem achten Tabellenplatz, ist aber vor allem in eigener Halle auf keinen Fall zu unterschätzen. In der leider nur dem Namen nach altehrwürdigen „Großen Halle“ im Hamburger Kiez hat in dieser Spielzeit schon so manch Favorit Federn lassen müssen. Und auch wenn die Vorbereitung der Gäste durch die Hallenschließung zugunsten des Schöneicher Faschingsclubs nicht gerade begünstigt wird und Treppner aus unterschiedlichen Gründen auf einige Spieler wird verzichten müssen, sollte mit dem Selbstvertrauen des deutlichen Heimsieges gegen die Kieler auch in der knapp 100 Kilometer südlicher gelegenen Hansestadt Zählbares zu holen sein.