Bakterien im Trinkwasser: Zweckverband Fürstenwalde warnt Spreenhagener

Wasser läuft aus einem Wasserhahn: In Spreenhagen sollten die Einwohner vorerst ihr Wasser abkochen.
dpa/Jochen EckelBei einer Routinekontrolle sind im Trinkwassernetz des Wasserwerkes Spreenhagen bakterielle Verunreinigungen gefunden worden. Das teilte der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland (ZVWA) mit. Betroffen sei das Gemeindegebiet Spreenhagen (ohne Ortsteile), das Gewerbegebiet „Am Winkel“ sowie die Spreenhagener Chaussee 33, heißt es in einer Mitteilung.
Trinkwasserkunden aus dem Gebiet sollten vorsorglich das Trinkwasser aus der Leitung mit einem Wasserkocher abkochen, empfiehlt der Zweckverband. Auch beim Zubereiten von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden sei Vorsicht geboten. Es solle ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden.
Wasser für Tiere unbedenklich – auch Duschen kein Problem
Duschen sei hingegen kein Problem, heißt es. „Die Nutzung des Wassers zu Reinigungszwecken, für die Toilettenspülung u.ä. sowie als Trinkwasser für Haustiere und Vieh ist unbedenklich und damit ist kein Abkochen erforderlich“, so der Verband.
„Wir wissen noch nicht ganz genau, wo das Bakterium herkommt und wissen auch nicht, wo es herrührt“, erklärt Bastian Wolff, der technische Geschäftsführer des ZVWA. „Vermutlich ist es ein Umweltkeim, der sich im Boden in der Natur befindet.“ Vielleicht seien die Bakterien bei der Witterung aktiviert worden. Besonders wenn es warm sei, sei dies eine gute Nahrungsgrundlage und Bakterien könnten sich schnell vermehren.
Rohre werden in Spreenhagen gespült
Die Kollegen des Zweckverbandes seien jetzt dabei, die Anlagen des Wasserwerkes Spreenhagen zu spülen. „Wir hoffen, dass wir das damit in den Griff kriegen", so Wolff. Am Dienstag würde der Verband erst einmal die Differenzierung abwarten, um zu wissen, mit welcher Art Bakterium man es zu tun habe. Dann, am Freitag, könne man mit einem weiteren Probenergebnis rechnen und weitere Maßnahmen ergreifen, wenn notwendig.
Weil das Trinkwassernetz von Spreenhagen abgeschlossen sei, beziehe sich das Problem auch wirklich nur auf das Ortsgebiet, so Wolff. Hangelsberg werde ja beispielsweise aus dem Wasserwerk in Fürstenwalde versorgt. Alles nördlich des Spreekanals sei somit nicht betroffen.
Betroffene Anwohner erhalten auf der Internetseite des Wasser- und Abwasser-Zweckverbandes Fürstenwalde www.fuewasser.de oder telefonisch unter 03361/ 59 65 90 Informationen, wenn das Trinkwasser wieder einwandfrei ist.


