Wildschwein-Attacke in Berlin: Polizei zweifelt – war es doch ein Verbrechen?

Wildschwein-Attacke in Berlin-Friedrichshagen: Die Polizei zweifelt nun an der Darstellung der Zeugen. Ist die Frau doch nicht von Wildschweinen angegriffen worden?
Dennis Lloyd Brätsch- Polizei überprüft vermeintliche Wildschwein-Attacke in Berlin-Friedrichshagen.
- 54-jährige Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus, Verdacht auf Verbrechen.
- Rettungskräfte und Polizei im Großeinsatz, später Zweifel an Zeugenaussagen.
- Ermittlungen durch Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) dauern an.
- Weitere Details zu Verletzungen und Angriff unklar, aber keine Lebensgefahr mehr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Polizei war in der Nacht zum Dienstag (8. April) zum Spreetunnel in Berlin-Friedrichshagen ausgerückt. Zunächst gingen die Einsatzkräfte von einer Gefahrensituation aus, später hieß es, eine Frau sei von einem Wildschwein verletzt worden. Inzwischen zweifelt die Polizei an dieser Darstellung. Ist die Frau doch einem Verbrechen zum Opfer gefallen?
Nach Angaben der Berliner Polizei gibt es neue Erkenntnisse bei den Ermittlungen. So wurde die 54-jährige Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert und musste notoperiert werden.
Wurde die Frau in Friedrichshagen von Menschen angegriffen?
Lebensgefahr bestehe nicht mehr, die Frau befinde sich derzeit in stationärer Behandlung, teilte die Polizei am Mittwochnachmittag (9. April) mit. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen hätten sich allerdings Zweifel an den Angaben des Zeugen ergeben. „Offenbar ist die Frau in der Nacht von einer oder mehreren Personen verletzt worden“, heißt es jetzt.

Mehrere Streifenwagen, Rettungswagen, ein Notarzt und sogar ein Rettungshubschrauber rückten zunächst an.
Dennis Lloyd BrätschNähere Angaben zu den Verletzungen oder dem mutmaßlichen Angriff auf die Frau machte die Polizei nicht. Die weiteren Ermittlungen dauern an und werden von einem Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) geführt.
Polizei vermutete zunächst Angriff von Wildschweinen
In der Nacht zum Dienstag waren die Rettungskräfte gegen 1.41 Uhr zu einem Park in der Josef-Nawrocki-Straße in Friedrichshagen (Treptow-Köpenick) alarmiert worden. Nach Informationen von MOZ.de soll ein Kreislaufstillstand nach einer Körperverletzung gemeldet worden sein. Ein Rettungshubschrauber flog zum Spreetunnel, die Feuerwehr rückte wegen der vermeintlichen Gefahrenlage mit mehreren Rettungswagen, Notärzten und Feuerwehrleuten an. Auch die Polizei war vor Ort.
Als die Rettungskräfte eintrafen, gab es Entwarnung: Es habe sich lediglich um einen Angriff von Wildschweinen gehandelt, hieß es zunächst. Der Vorfall habe sich auf der anderen Seite des Spreetunnels in einem Waldstück ereignet, in dem Obdachlose in Zelten lebten. Neben der 54-jährigen Frau wurde auch ein Mann ins Krankenhaus gebracht.

