Er ist der wohl bekannteste „Landarzt“ der Bundesrepublik: der Schauspieler Walter Plathe. 17 Jahre lang war er in dieser Rolle im Fernsehen zu sehen. Das ist fast ein Viertel seines Lebens. Er ist ein Schauspieler aus dem Osten, der sich zunächst in der DDR einen Namen machte und später in ganz Deutschland eine Karriere hinlegte. Vor der Schauspielschule machte er eine Ausbildung zum „Zootier-Fachverkäufer“, schreibt er in seinem Buch „Ich habe nichts ausgelassen“. Was er denn alles nicht ausgelassen hat, darauf werden Lilo Wanders und David Friedrichs beim MOZ-Talk mit Musik am 16. März im Kleist Forum neugierig sein.

Zu DDR-Zeiten moderierte Walter Plathe mal „Ein Kessel Buntes“

In der DDR spielte er in mehreren Spielfilmen mit und moderierte auch mal die Unterhaltungsshow „Ein Kessel Buntes“. Kurz vor dem Mauerfall ging er in den Westen. Was er im Buch auch beschreibt: dass er sowohl Frauen als auch Männer liebt. Seine Freunde und Kollegen hätten das ohnehin gewusst, erzählt er.

Youtube Walter Plathe - In 50 Jahren ist alles vorbei 1991

Über sein fast ganzes Leben schwebte, wie er sagt, der Geist des „Pinselheinrichs“, wie man Zille nannte, umher. Mit sieben Jahren bekam er von seiner Tante ein Zille-Buch geschenkt. Der Humor beeindruckte ihn und was er darin sah, kam ihm bekannt vor. Schnell merkt man: Plathe, der Mann mit gräulichem Rauschebart, der runden Brille und einer antiken Hausarzttasche aus abgegriffenem Leder mag es, mit seiner Berlin-Authentizität zu spielen. Dazu gehört auch sein altes Handy. Das sei einfach schlicht nur dazu da, um Anrufe zu empfangen. Man soll ihn anrufen, sagt er Kollegen, Freunden, seinem Sohn. „Alles, was ich wissen will, erfahre ich so, aus der Zeitung oder aus Gesprächen.“

Dr. Pop weiß, mit welcher Musik man eine Party retten kann

Markus Henrich alias Dr. Pop hat in Liverpool, Manchester, Paderborn und Detmold studiert. Und Popmusik an der Berliner Humboldt-Universität promoviert. Bei seiner Arbeit dort stand er unter Polizeischutz. Das lag daran, dass sich das Musikwissenschaftliche Institut Tür an Tür zur Privatwohnung von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel befindet: Am Kupfergraben 5 an der Museumsinsel.
Der Radio 1 Moderator therapiert heute mit Musiksamples und -fakten. Er entschlüsselt etwa, welche Bedeutung der Buchstabe B in der Erfolgsgeschichte großer Künstler von Beethoven über die Beatles bis hin zu Justin Bieber hat. Dr. Pop weiß, mit welcher Musik man eine Party, eine Beziehung und ein Leben retten kann. Darüber wird er am 16. März plaudern.
Weitere Gäste sind die Sängerin Katharine Mehrling und der Pianist Florian von Seebach. Sie singt Lieder der goldenen Zwanziger Jahre. Deutschlands bekanntester Flirtcoach erzählt, wie Männer bei den attraktivsten Frauen landen können. Und die Frankfurter Nachwuchsband Ekkon präsentiert drei Songs – darunter ihren ersten in deutscher Sprache.
Tickets für den nächsten MOZ-Talk mit Musik am 16. März gibt es an der Kasse im Kleist Forum, Montag bis Freitag 12 bis 17 Uhr und in der Tourist-Information, Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr sowie Sonnabend 10 bis 14 Uhr sowie online über www.kleistforum.de