American Football: Erfolgreich die Fahne entrissen

Die Bambinis der Red Cocks freuen sich über den Finaleinzug, unterlagen dort nur knapp den Ruppin Tigers.
michael benkDie Frankfurter Red Wings machten dabei im ersten Spiel gleich Appetit auf mehr. In einem engen und dramatischen Duell gelang ihnen ein 8:6-Erfolg gegen die Berlin Bullets. Nach einer kurzen Pause kam dann schon der nächste Gegner, die Berlin Adler. Trotz der großen Hitze behielten die jungen Frankfurter einen kühlen Kopf und siegten deutlich mit 21:6. Damit hatten sie sich als Gruppensieger den Einzug ins Finale und eine längere Pause redlich verdient.
Erste Niederlage im Finale
Im Finale trafen die Red Wings dann auf den erwartet schweren Gegner, die Ruppin Tigers. Die Mannschaft aus Neuruppin hatte in ihrer Gruppe mit zwei Siegen und einem Unentschieden ebenfalls das Rennen gemacht und verlangte den Gastgebern noch einmal alles ab. Hochspannend bis zur letzten Sekunde mussten sich die Kleinsten des Vereins mit einem Touchdown Unterschied geschlagen geben. Am Ende verloren sie mit 6:13 gegen die Ruppin Tigers. Erfolgreichste Punktejäger der Red Wings waren Tomasz Mila mit drei Touchdowns und Maximilian Hetsch mit zwei Touchdowns. Auf Rang 3 landeten in der Bambini-Altersklasse die Berlin Adler vor den Potsdam Royals und den Berlin Bullets. Sechster wurden die Berlin Bears vor den Spandau Bulldogs.
Anschließend spielten vier Mannschaften in der Champions-Altersklasse (11 bis 15 Jahre) im Modus Jeder gegen Jeden um den Titel. Dabei zeigte sich auch hier genau wie bei den Bambinis die sehr gute Vorbereitung und Motivation der Spieler durch ihre Coaches Andreas Lange und Dan Kohn.
Im ersten Spiel gegen die Erkner Razorbacks zeigte die Verteidigung (Defense) der Red Wings gleich ihre Stärke. Mit vier Interceptions (Abfangen des gegnerischen Balls) – wovon drei direkt zum Touchdown zurückgetragen werden konnten – legte sie die Grundlage für den deutlichen 60:0-Sieg.
Nach zehn Minuten Pause wartete mit den Eberswalde Warriors schon der nächste Kontrahent. Dabei gelang der Frankfurter Verteidigung wieder etwas Besonderes – ein seltener Punktgewinn. Dem Quarterback (Spielmacher) konnte in seiner eigenen Endzone die Fahne entrissen werden, für dieses „Safety“ gab es zwei Punkte auf das Konto der Red Wings und automatisch das Angriffsrecht. Garniert mit zwei weiteren Interceptions und einer grandiosen Angriffsleistung gelang ein ebenso deutliches 62:6.
Zum Abschluss ging es dann gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Berlin Bullets um den Turniersieg. Den ließen sich die Red Wings nicht mehr entreißen und zeigten Football vom Feinsten. Die Defense hielt dicht und die Offense erzielte die Punkte. Mit drei sehenswerten Lauf-Touchdowns und drei Pass-Touchdowns gelang ein verdienter und letztlich ungefährdeter Sieg in Höhe von 44:0.
Die erfolgreichsten Punktejäger auf Seiten der Heim-Mannschaft waren Aaron Seiring mit 42 Punkten sowie Erik Reinold mit 32 und Felix Reckner mit 28 Zählern. In der Altersklasse der Champions landeten die Eberswalde Warriors auf Rang 3 vor den Erkner Razorbacks.
Flag Football als Variante des American Football
Flag Football ist eine Ballsportart, die aus dem American Football entstanden ist. Der wesentliche Unterschied ist, dass die Verteidigung (Defense) den ballführenden Spieler der Offense stoppt, indem sie ihm eine Flagge (Flag) aus dem Gürtel zieht, statt ihn körperlich zu tackeln.
Im Gegensatz zum American Football ist beim Flag Football die Verletzungswahrscheinlichkeit deutlich geringer, wodurch das Spiel insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Alternative darstellt. ⇥red