Basketball: „Die Reisegruppe“ dominiert Turnier
Es war gegen bereits gegen Mitternacht, als in der Sporthalle des Oberstufenzentrums der letzte Ball in Richtung Korb flog. Zuvor hatten rund 100 Teilnehmer, aufgeteilt in elf Mannschaften, in der Nacht zu Sonnabend um den Sieg bei der Basketball-Night gespielt, vor allem aber viel Spaß an ihrem Sport gehabt.
Als Favorit in das Turnier gestartet, gewann das Team „Die Reisegruppe“ alle Spiele und ließ sich somit den Gesamtsieg nicht nehmen. Die Mannschaft setzt sich aus Frankfurter Basketballern zusammen, die mittlerweile bei den White Devils Cottbus in der 2. Regionalliga Ost spielen. „Wir haben früher in Frankfurt gemeinsam bei den Preußen angefangen und später beim Nachfolgeverein Red Cocks gespielt. Dann haben sich aufgrund von Studium und Beruf unsere Wege getrennt. Da später dann der Basketball in Frankfurt leider etwas eingeschlafen war, haben wir uns mit vier, fünf Mann in Cottbus wieder gefunden, um etwas höherklassigeren Sport zu betreiben“, berichtete Daniel Buhl. Wie und ob es kommende Saison gemeinsam in der Lausitz weitergeht, steht allerdings „noch in den Sternen“.
Bei der Basketball-Night waren die Frankfurter Kumpels zwar alle schon mal dabei, aber nun zum ersten Mal in einer Mannschaft – mit dem passenden Namen „Die Reisegruppe“, da man zum Training und zu den Spielen stets unterwegs ist. „Es ist schön, Basketball in Frankfurt zu erleben. Das Turnier ist super organisiert und wir haben viel Spaß. Schade, dass nicht so viele Teams aus Deutschland dabei sind, mit denen man sich untereinander oftmals kennt“, sagte Buhl.
Tatsächlich stammte die Mehrzahl der Teams aus Polen, wo Basketball gerade in der Region Zielona Gora populärer ist als hierzulande. Auch Turnierleiter Arkadiusz Sowa stammt aus dieser Ecke, spielt aber seit mehreren Jahren bei den Red Cocks. „Unser Team hat sich dieses Mal auf verschiedene Mannschaften aufgeteilt. Und ich spiele gar nicht mit, da ich in zwei Woche heirate und meine Frau befürchtet, dass ich mich noch verletzten könnte“, erzählte er mit einem Schmunzeln. Überhaupt ist das Turnier sehr international: Neben Deutschen und Polen standen auch Akteure aus Spanien, der Ukraine und Serbien auf dem Feld.
Platz 2 für Studenten
Den 2. Platz sicherte sich das Team „RimJob“, das sich aus Frankfurtern und Studenten zusammensetzt. Rang 3 ging an Witnica mit Spielern aus der gleichnamigen polnischen Ortschaft östlich von Kostrzyn. In der Jugend-Wertung hatte das polnische Team „Your Nightmare“ die Nase vorne.
Mit dabei waren auch „Geisis Zicken“ – die U 14 der Red Cocks, die sich den Namen angelehnt an ihren Trainer Jens Geisensetter gaben. „Wir spielen sehr gerne bei der Basketball-Night mit, da es für uns eine echte Herausforderung ist, unter Druck gegen andere Mannschaften zu spielen. Wir treten sonst noch nicht in einer Liga an, sondern trainieren zweimal in der Woche“, berichtete Kapitänin Vanessa Wagenknecht. „Wir haben zwar bisher alle Spiele verloren, haben aber trotzdem viel Spaß und können viel von den anderen Spielern lernen.“
Die Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren betonten, dass sie noch aus der Suche nach weiteren Mitspielern sind – egal ob weiblich oder männlich. Das Training findet montags von 17.30 bis 19 Uhr und freitags von 16 bis 17.30 Uhr in der OSZ-Sporthalle an der Potsdamer Straße statt.
Die EU fördert die Veranstaltung
Zufrieden zeigte sich auch Stephan Bandke. Der Präsident der Red Cocks verkaufte Speisen und Getränke und hatte im Vorfeld viel Schriftverkehr zu bewältigen, da die Basketball-Night das erste Mal durch Fördermittel der EU unterstützt wurde. „Dadurch mussten die Teilnehmer keine Startgebühren zahlen. Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung und freuen uns, dass sie so gut angenommen wird. Wir wollen eine Tradition entstehen lassen“, sagte Bandke.
Im Anschluss an das Turnier fanden noch zwei stimmungsvolle Wettbewerbe statt, bei denen die Wurfgenauigkeit der Teilnehmer gefragt war. Beim Freiwurf-Contest siegte Anika Gollnick, die derzeit bei den Red Dragons Königs Wusterhausen spielt. Bei den Männern gewann Wojciech Sidorkiewicz aus Rzepin.
Den Jackpot-Wurf konnte Jaime Gomez Arias für sich entscheiden. Der Spanier, der sonst für die Red Cocks antritt, versenkte den Ball zweimal von der Mittellinie aus im Korb und sicherte sich den Gewinn von 100 Euro in bar.


