Basketball
: Sieg und Niederlage zum Start in die Aufstiegsspiele

Im ersten Turnier der Aufstiegsrunde zur Landesliga der Männer haben bei den Eisenhüttenstädter Basketballspielern Sieg und Niederlage gewechselt.
Von
Manfred Borchert
Eisenhüttenstadt
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Erzielt gegen Potsdam 35 Punkte: EBV-Spieler Kevin Köster

MICHAEL BENK

Der EBV hatte bereits in der Vorrunde gegen beide Teams gespielt und gewonnen. Die  Glienicker hatten gegenüber diesem Spiel noch einmal technisch und physisch zulegen können und machten es den Eisenhüttenstädtern sehr schwer, sich zu entfalten. Das Prunkstück des EBV, die Defensive, erwies sich als erneut sehr sattelfest. Auf der vorderen Linie standen mit Laurin Wendland (zwei sehr gute Spiele und 22 Punkte), Ludwig Radt, Paul van den Brandt, Kevin Köster und Teoman Prahst wechselweise fünf schnelle Spieler, die mehrere Male den Ball ergatterten. Dahinter waren es vor allem Kapitän Oliver Schwanz, Toni Meinhardt und Marc René Raue, die unter den Körben die Räume verengten. Trotz der guten Teamdefensive entwischte dem EBV, vornehmlich in der ersten Halbzeit  NBBL–Spieler Hanns Kroeger) und dies vor allem mit sienen fünf erfolgreichen Dreipunkte–Würfen.  In der Viertelpause führte der EBV mit 20:17, zur Halbzeit hatte Glienicke mit 42:40 die Oberhand.

Dieses ausgeglichene Spiel gab es auch in der zweiten Halbzeit. Kein Team setzte sich  mit mehr als sieben Punkten ab. Offensiv ging beim EBV oft genug der Ball zu den Centern, gut angespielt von Kapitän Oliver Schwanz und Paul van den Brandt. Jene hatten es jedoch gegen die hoch gewachsenen Glienicker schwer, sich immer zu behaupten und dann auch zu punkten. Ab und an ging der Ball daneben und die Glienicker erzielten ein Übergewicht bei den Rebounds. So ging es bei einem 55:51 für den EBV (30.) beziehungsweise 68:64 für Glienicke (38.) in die Schlussphase.

Die Foulbelastung beim EBV war ungünstig. Der Gast hatte die bessere Physis, machte die entscheidenden zwei, drei Punkte mehr und gewann nicht unverdient mit 80:74. Beim EBV punkteten drei Spieler zweistellig, dem gut aufgelegten Teoman Prahst mit 17 Punkten, gefolgt von Laurin Wendland mit 13 und Toni Meinhardt mit 12.

EBV–Trainer Manfred Borchert: „Mein Team hat alles gegeben. Glienicke war technisch auf einem besseren Stand, physisch und konditionell hatten wir Nachteile, die die Gäste konsequent nutzten. Außerdem war Glienicke ausgeglichener besetzt.“

Nach einem Spiel Pause hieß der zweite Gegner USV Potsdam IV. Die Potsdamer waren zuvor von StarWings sehr gefordert. Der USV war gegen den EBV platt. Ganz anders der Gastgeber. Der EBV sprühte förmlich, die erste Niederlage hinwegzuspielen. Der EBV spielte sich defensiv wie offensiv in einen lange nicht mehr gesehenen Rausch. Der Gastgeber deklassierte die Potsdamer nach zehn Minuten mit 30:5 und mit 51:16 bis zur Halbzeit.

Der EBV–Trainer ließ von Beginn an Ersatz–Spieler auf das Parkett wie Dennis Horn, Dennis Herkt, Jan Grünberg und Enrico Barnick. Alle punkteten und freuten sich bei guten Aktionen über den Beifall der zahlreichen Zuschauer. Von den vielen Ballgewinnen in der Defensive zu einem schnellen Umkehrspiel angelegten Angriffen profitierte am meisten Topsorer Kevin Köster, der sich ins Teamspiel gut einbrachte und 35 Punkte (3 Dreier/2:2 Freiwürfe) erzielte.

Borchert: „Unabhängig vom Fitnesszustand der Potsdamer mache ich meinem Team ein Riesenkompliment. Wie es die knappe Niederlage wegsteckte und zu einem sehr guten Teamspiel gegen den USV fand, nötigt Respekt und Anerkennung ab. So kann es in der Aufstiegsrunde weiter gehen.“