Castingshow: Natalie und Isabel singen im Kika

Zeit für ein privates Foto musste sein: Isabel Schreiber (l.) und Natalie Rösler aus Frankfurt nahmen auf Schloss Biebrich in Wiesbaden an der Kika-Show „Dein Song“ teil. Ob sie die Vorrunde überstanden haben und ins Komponistencamp dürfen, ist am Montag im Fernsehen zu erfahren.
Ronald RöslerDie elfte Staffel der Castingshow „Dein Song“ ist nicht die erste, die sich Ronald Rösler und seine Tochter Natalie auf Kika anschauen. Wenn die beiden am Montag zusammen vor dem Fernseher sitzen, wird das aber ein ganz besonderer Moment sein: Denn dann ist Natalie selbst, zusammen mit ihrer Freundin Isabel, dort zu sehen. Die beiden stellen ihr eigenes Lied „Morningwalk“ (also Morgenspaziergang) der Jury vor.
Darin geht es um einen See, der inspirierend und motivierend wirken soll, erzählten die beiden im Kika–Interview. Die 15–jährige Isabel kündigt dem Stadtboten an, dass sie sich „Dein Song“ mit ihrer Familie anschauen wird. „Da freue ich mich schon drauf!“ Die erste Folge Anfang dieser Woche im Fernsehen zu verfolgen, sei ein unglaubliches Gefühl gewesen, erzählt Natalie. „Es hat zahlreiche Erinnerungen an das Casting in Wiesbaden geweckt“, beschreibt Isabel. Das fand in den vergangenen Sommerferien auf Schloss Biebrich statt. Nun sind die beiden gespannt auf ihren eigenen Auftritt, der dort aufgezeichnet wurde.
Familie Rösler nimmt alle 16 Folgen der Castingshow auf. Natalies Mutter arbeitet in Schichten, ihr Vater aber schaut sich alle Folgen mit seiner Tochter an. „So wie früher auch schon“, verrät er und erzählt, dass er die Sendung schon in den Vorjahren zusammen mit Natalie geguckt hatte. Für ihn sei das nicht uninteressant gewesen und bei seiner Tochter sei der Traum entstanden, selbst einmal teilzunehmen. Beim Versuch, 2017 in die Show zu kommen, scheiterten Natalie und Isabel noch. Ob sie dieses Mal nicht nur ins Fernsehen gekommen, sondern auch die Vorrunde überstanden haben, dürfen sie noch nicht verraten.
Sie gehören jedenfalls zu den 18 Songwritern, die sich gegen hunderte Bewerber durchgesetzt hatten und am Casting teilnehmen konnten. In Wiesbaden dabei war außer ihnen nur ein weiteres Duo. „Beim Komponieren ist das sicher ein Vorteil, beim Wettbewerb wohl weniger“, glaubt Natalie. Und Isabel findet, dass es teilweise sogar schwieriger ist, einen Song zu zweit zu schreiben und an ihm zu arbeiten. „Jeder hat ja auch seine eigenen Ideen und möchte die mit einbringen“, sagt sie.
Vor Menschen Musik machen ist für die beiden Zehntklässlerinnen, die in diesem Jahr ihre Prüfungen am Karl–Liebknecht–Gymnasium ablegen werden, nichts Neues. Mit ihrer Band „Self Control“ haben sie seit Anfang 2017 schon Bühnenerfahrung sammeln können, zuletzt auch beim MOZ–Talk im Dezember. Am 13. April treten sie im Friedrich–Wolf–Theater in Eisenhüttenstadt gegen drei weitere Bands im Finale des Musikförderpreises der Axel–Titzki–Stiftung an. Die 16–jährige Natalie spielte außerdem im Kalif–Storch–Stück beim 60. Jubiläum der Musikschule vor zwei Jahren den Kaufmann – eine tragende Rolle — im großen Saal der Konzerthalle.
Neben dem Singen betreibt sie auch noch Sport, nimmt Klavierunterricht und übt zu Hause das Gitarrespielen. „Das ist schon etwas, wo wir als Eltern stolz drauf sein können“, sagt Ronald Rösler. Manchmal müsse er seine Tochter regelrecht dazu bringen, auch mal zu entspannen, im Sommer zum Beispiel baden zu gehen.
Beruflich stellt sie sich vor, mal Chirurgin zu werden. „Ich würde allerdings auch gern etwas mit Musik machen. Ich denke aber, dass ich davon nicht leben kann“, sagt sie. Ihre Freundin Isabel möchte später gerne mal Architektin werden. Erfolgreich in der Schule sind die beiden allemal.