Die ansteckendere, aber häufig milder verlaufende Omikron-Variante treibt in Frankfurt (Oder) die Infektionszahlen in bisher nicht erreichte Höhen. 101 Neuinfektionen meldete das Robert-Koch-Institut am Sonnabend (22.01.), bereits am Donnerstag hatte es 113, am Freitag 126 weitere Corona-Fälle gegeben.
Die Sieben-Tages-Inzidenz schnellte auf einen Wert von 936,6 – so hoch wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl entspricht 534 positiven PCR-Tests binnen einer Woche. Seit dem vergangenen Wochenende haben sich die Fallzahlen in Frankfurt damit mehr als verdoppelt.

Vor allem bei den Jüngeren steigt die Zahl der Ansteckungen

Am Frankfurter Klinikum hatte sich die Zahl der Patienten trotz der Omikron-Welle zuletzt eher rückläufig entwickelt. Allerdings sorgen die hohen Ansteckungszahlen und Quarantänefälle auch in Markendorf zunehmend für Ausfälle beim Personal.
Auffällig ist: Vor allem jüngere Menschen infizieren sich derzeit. Allein bei den 5- bis 14-Jährigen wurden in den vergangenen sieben Tagen 152 Fälle gezählt, die Inzidenz in der Altersgruppe liegt bei 3249. Was Hoffnung mit Blick auf besonders gefährdete Personengruppen macht: Die wenigsten Neuinfektionen gab es mit 52 Fällen zuletzt bei den 60- bis 79-Jährigen und mit 10 bei den über 80-Jährigen.
Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass Frankfurt in den nächsten Tagen die 1000er-Inzidenz überschreiten wird. Bislang gebe es allerdings noch keine Personalengpässe in kritischen Infrastrukturbereichen. Sollte sich die Situation verschärfen, würden mit dem städtischen Krisenstab abgestimmte Notfallpläne greifen.
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