Neun der 60 Bewohner sowie zwei Mitarbeiter des Marthaheims in Frankfurt (Oder) sind positiv auf Covid-19 getestet worden, informierte die Stadtverwaltung am Freitag. Die positiven Tests in der Pflegeeinrichtung der Lafim-Diakonie in der Bergstraße bestätigte Michael Holzhauer aus dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit des sozialen Trägers. Daraus resultiere nun ein Kontakt- und Besuchsverbot.

Schnelltests zeigten schon am Donnerstag Infektionen an

Am Donnerstag seien bereits per Schnelltests ein Mitarbeiter und acht Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Bis dahin hatten die Bewohner Kontakt etwa zu Kindern und Enkeln, man wisse also nicht, woher die Infektionen kommen, so Holzhauer. 
Normalerweise werde in den über 30 Pflegeeinrichtungen der Lafim-Diakonie in Brandenburg nach drei bis vier Tagen nachgetestet, erklärte er. Ansonsten seien die Betroffenen in Isolierung und man warte für gewöhnlich auf weitere Informationen aus den Gesundheitsämtern, die „nicht so schnell sind, wie wir uns das gerne wünschen“.
Insgesamt meldete das Gesundheitsamt Frankfurt (Oder) am Freitag 21 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in der Stadt seit Beginn der Pandemie stieg auf 558. Zur Zahl der Genesenen gibt es unterschiedliche Informationen. Das Land geht von 356 Personen aus, die die Erkrankung überstanden haben. Die Stadt meldet 433 Genesene.
Der Inzidenzwert in Frankfurt lag am Freitag nach Angaben des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit bei 187. Außerdem befanden sich 976 Personen in häuslicher Isolation, 60 mehr als am Vortag. Allein aus einem neuen positiven Fall an der Sportschule resultieren laut Stadtsprecher Uwe Meier 45 der neuen Quarantänefälle.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.