Rund 1500 Menschen aus Deutschland und Polen haben am Samstag (28. November) in Frankfurt (Oder) gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Zu der Demo hatte die Initiative „Querdenken“ aus Duisburg aufgerufen. Auch die Polizei war mit einem Großaufgebot dabei. Wie die Aktion verlief, erfahren Sie hier.
+++18:52 Uhr:
Die Lage ist weiterhin ruhig geblieben, teilt der Polizeisprecher Ingo Heese mit. Die Demo ist vorbei.

Spaziergang nach Słubice und zurück

+++17:49 Uhr:
Zwei Gruppen mit mehreren hundert Teilnehmern gingen über die Frankfurter Stadtbrücke und - wenn sie nicht aus Polen kamen - wieder zurück. Die Polizei in Deutschland und Polen ließ die Gruppen passieren, einige Teilnehmer trugen allerdings keine Corona-Maske.
+++17:17 Uhr:
Die Polizei weißt die verbliebenen Teilnehmer auf das Ende der Versammlung hin – „der Heimweg kann nur in Kleingruppen erfolgen“, so eine Polizeidurchsage.
+++16:58 Uhr:
Eine große Gruppe von Demonstranten zieht über die Stadtbrücke nach Słubice rüber.
+++16:25 Uhr:
Die Demo neigt sich langsam dem Ende entgegen. Etwa dreiviertel der Teilnehmer hat sich bereits auf dem Weg gemacht. Die Polizei hat währenddessen die Zahl der Anwesenden nach unten korrigiert: Es blieb bei den erwarteten 1500 Demonstranten. Der Protest verlief bisher friedlich.
+++16:00 Uhr:
Gegner der Querdenker-Demo haben Schmierereien an der Treppe der Stadtbrücke hinterlassen.
Schmierereien an der Treppe zur Stadtbrücke in Frankfurt (Oder)
Schmierereien an der Treppe zur Stadtbrücke in Frankfurt (Oder)
© Foto: Jan-Henrik Hnida
+++14.50 Uhr:
Weil viele Teilnehmer an der Demonstration ihre Maske nicht tragen, hat die Polizei angekündigt, um 15 Uhr eine große Kontrolle der Maskenpflicht durchzuführen.
+++14.18 Uhr:
Auf der Querdenker-Demo in Frankfurt (Oder) nehmen laut Polizei derzeit zirka 2000 Menschen aus ganz Deutschland teil. Dürfen die Teilnehmer nur mit Maske aufs abgesperrte Gelände an der Stadtbrücke, ziehen viele den Schutz wieder hinterher runter. Von der Bühne an der Konzerthalle aus sprechen Redner wie der Organisator Stefan Brackmann oder Nana Domena. Immer wieder weisen die Redner auf deutsch und polnisch die Leute auf die Abstandsregeln hin. Gegen 13.30 Uhr kommen gut 150 polnische Demonstranten aus Slubice über die Stadtbrücke und schlossen sich der Querdenken-Demo an. „Das Freiheits-Virus hat Frankfurt (Oder) erreicht“ rief der Bekannte Querdenker Michael Ballweg von der Bühne. Währenddessen zog die Gegendemonstration „Maskenball“ mit 150 Teilnehmern vom Bahnhof zur Brücke. Bisher ist die Lage ruhig. Nach Angaben des Veranstalters hat die Polizei zusätzlichen den hinteren Teil der Bühne freigegeben, sodass bis zu 600 weitere Personen Platz finden können.

Die Querdenker-Demo hat begonnen

+++14.00 Uhr:
Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei hat am Samstag in Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen eine Demonstration von Gegnern der Corona-Einschränkungen begonnen. Zu der Demo der Initiative „Querdenken“ aus Duisburg waren nach Angaben der Polizei 1500 Teilnehmer angemeldet. Die Veranstalter wollen gemeinsam mit Gästen aus Polen ein „Zeichen für Frieden und Freiheit“ setzen. Zwei Gegendemonstrationen sind vorgesehen. Ein Sprecher der Stadt Frankfurt (Oder) rief die Bürger dazu auf, zuhause zu bleiben.

Großteil der Demonstranten ohne Corona-Maske

Die Polizei hatte darauf hingewiesen, dass bei Demos der Mindestabstand eingehalten und Maske getragen werden muss. Die Teilnehmer der Demo von Corona-Gegnern standen an der Bühne teils dicht beieinander, ein Großteil trug keine Maske. „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg, der als Redner erwartet wurde, betonte vor der Demonstration: „Wir rufen von der Bühne dazu auf, dass die Vorgaben, die genannt sind, eingehalten werden.“ In Słubice auf der polnischen Seite waren nur vier Kundgebungen mit je fünf Teilnehmern erlaubt. Die Beamten gingen davon aus, dass auch Teilnehmer aus Polen nach Frankfurt (Oder) kommen.
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