Coronavirus: Frankfurts Gesundheits-Beigeordneter Ullrich hängt auf Gran Canaria fest

Jens-Marcel Ullrich, Beigeordneter für Soziales und Gesundheit in Frankfurt (Oder), befindet sich mit seiner Lebensgefährtin auf Gran Canaria im Urlaub. Auch für die spanische Insel gilt eine Ausgangssperre. Ullrich hofft, heute zurückfliegen zu können.
Winfried MausolfDieser Urlaub nahm jedoch mit der Ausrufung des Ausnahmezustandes wegen des Coranavirus in ganz Spanien eine ungeplante Wendung. „Seit Sonntag dürfen wir uns nur noch im Hotel bewegen“, berichtet Ullrich am Mittwoch am Telefon.
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Planmäßig würden sie am Donnerstagabend nach Berlin zurückfliegen. Zum Zeitpunkt des Abflugs in den Urlaub habe es noch keine Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt für Gran Canaria gegeben. Den Urlaubsschein habe der Oberbürgermeister unterschrieben. Ullrich will sich nach der Rückkehr selbstverständlich unverzüglich vom Gesundheitsamt beraten lassen, welche geeigneten Maßnahmen er nun befolgen sollte.
OB René Wilke (Die Linke) sieht die Stadtverwaltung derzeit auch ohne den Beigeordneten für Soziales und Gesundheit sowie die Amtsleiterin für Soziales mit den Stellvertreter-Regelungen „voll handlungsfähig“. Wilke betont, dass er sich in der vergangenen Woche gemeinsam mit der Rathausspitze beraten habe, ob Ullrich zu diesem Zeitpunkt die Urlaubsreise antreten sollte. Gemeinsam habe man entschieden: ja. Wilke hat am vergangenen Wochenende, wie er sagte, seinen geplanten Ostsee-Urlaub wegen der aktuellen Lage abgesagt. Wilke kündigt an, dass in dieser Krisensituation die Rathausspitze ab kommender Woche ohnehin auf eine neue Arbeitsweise umstellen werde. „In Rotation wird dann immer ein Mitglied der Verwaltungsspitze abwechselnd für jeweils eine Woche Home-Office arbeiten“, betont René Wilke.