Nachdem bereits am Sonntag festgestellt worden war, dass sich einige Händler in Frankfurts polnischer Nachbarstadt vermutlich auf einer Hochzeitsfeier in Kostrzyn mit dem Corona-Virus infiziert hatten, sollen am Dienstag alle Händler untersucht werden. Diese Entscheidung der regionalen Sanitärbehörde gab am Montag eine Sprecherin der Słubicer Stadtverwaltung bekannt.
An deutsche Kunden, die in jüngster Zeit auf dem Basar eingekauft haben und jetzt Krankheitssymptome verspüren, erging die Empfehlung, sich an Ärzte zu wenden.
Am Mittwoch soll der kleinere Basar neben dem großen Basar und am Donnerstag der Gemüsebasar in der Stadt wegen der Tests geschlossen werden. Die Händler dürfen ihre Stände erst wieder öffnen, wenn feststeht, dass sie nicht erkrankt sind. Deshalb wird mit längeren Schließzeiten gerechnet.

Viele Corona-Neuinfektionen in Polen

Polen hat mittlerweile so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Dienstag verzeichneten die Behörden 680 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der bisherige Rekordwert wurde am Samstag erfasst, er lag bei 658 Neuinfektionen. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 48 149 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1738 Menschen starben demnach mit dem Virus. Als Hauptinfektionsherde gelten  Familienfeiern – insbesondere Hochzeiten – sowie die Kohlebergwerke in Schlesien, wo in unterirdischen Schächten gearbeitet wird.