Demo: Ein Zeichen für mehr Justizpersonal

Hatte zur Demo geladen: Jens Dörschmann sprach sich am Sonnabend für mehr Justiz- und Polizeipersonal aus.
René MatschkowiakNachdem das Brandenburgische Oberlandesgericht vergangenen Montag die Haftbefehle gegen die vier tatverdächtigen Angreifer auf Gäste des Frosch-Clubs wegen überlanger Verfahrensdauer aufgehoben hatte, meldete Dörschmann die Demonstration spontan an, erklärte er am Sonnabend.
Die geringe Teilnehmerzahl kommentierte er mit: „In jedem Fall können wir uns nicht vorwerfen, dass wir nicht auf das Problem aufmerksam gemacht haben.“ Er befürchtet, dass sich der Prozess um den Frosch-Club noch Jahre hinziehen wird. „Die Wirkung eines langen Prozesses auf die Opfer des Überfalls, die Wirkung auf die Angeklagten und die verheerenden Folgen auf die Diskothek als Unternehmen sind grauenvoll“.
Derweil kommentierten auch die Betreiber des Clubs auf Facebook die Situation. „Frosch der Club ist wieder in den Schlagzeilen. Wir haben Sorge, dass diese ganze Situation dazu führt, dass ihr, unsere Gäste, uns meidet“, heißt es in dem Post. Weiter schreiben sie, der Club sei sicher.
Auf der Demonstration machte der FDP-Kreisvorsitzende Wolfgang Mücke – selbst pensionierter Krimunalbeamter – auf die dünne Personaldecke der Polizei in Frankfurt aufmerksam. Nur bei guter Besetzung der Schichten gebe es zwei Streifenwagen. Ansonsten ist nur einer unterwegs, sagte er.
Auch der Deutsch-Ägypter Raef El-Ghamri nahm an der Demonstration teil. Der Sprachmittler begleitet Flüchtlinge zu Ämtern und Behörden. „Ich stehe hier als Deutscher mit Migrationshintergrund und ich habe Angst“, sagte er zur Freilassung der Tatverdächtigen.(rmk/sam)