Demonstration: 100 Teilnehmer laufen bei „Fridays for Frankfurt“ für Klima

Aktivisten der Frankfurter Klima-Demo in der Bahnhofsstraße. Nebenan fuhr langsam die Straßenbahn mit.
Jan-Henrik Hnida/MOZStehen um 11.50 Uhr am Freitag nur zehn Demo-Teilnehmer auf dem Bahnhofsvorplatz, so ziehen wenig später gut 100 gen Zentrum los. Sind es weniger Schüler, als vielmehr Studenten, einige Berufstätige und viele Senioren, die bei Frankfurt for Future mitlaufen, schlängelt sich doch ein aufsehenerregender Zug unter Polizei-Begleitung durch die Oderstadt. Und das am „Black Friday“, an dem sich weltweit Konzerne Rabattschlachten liefern und Kunden ordentlich konsumieren – ein (Klima-) Signal aus Frankfurt.
„Das Klimapaket der Regierung ist doch nur ein Päckchen“, ruft ein Demonstrant, nachdem Bibiane Buckler, Klima-Demo-Mitbegründerin und Schülerin, die Anwesenden begrüßt. Macht ihr Demo-Partner Robert Gidius (Grüne) nochmal auf den Klimawandel und seine gravierenden Folgen aufmerksam, plädiert Edith Fröhlich dafür, auch mit den umliegenden Bauern ins Gespräch zu kommen. Man könne ihnen nicht pauschal den Buhmann zuschieben, sagte sie am Mikrofon vor den Klimaaktivisten.
„Wir leben schon lange umweltbewusst“, erzählt Christel Heise. Die Rentnerin und ihr Mann fahren beispielsweise nur noch wenig mit dem Auto, trennen ihren Müll und kaufen bewusst regionale Nahrungsmittel. Dann setzt sich der Zug in Bewegung, die Klima-Demo beginnt.
„Kohle-Stopp – Hopp, hopp, hopp!“ und „Fridays for Future!“ skandieren viele der Teilnehmer mit ihren selbstgemalten Schildern in den Händen. Zum Abschluss der Klimastreik-Woche läuft die Klima-Demonstration vom Bahnhof über die Magistrale bis zur Abschlusskundgebung an der Stadtbrücke. Die Kreuzung am Oderturm wird kurzzeitig zum Teil gesperrt. Der Marktplatz, vorheriges Demo-Ziel, wurde diesmal nicht angesteuert, da das Rathaus zurzeit saniert wird und die Oderweihnacht dort stattfindet.