Einsatz: Großreinemachen im Grünen

Anwohner, Schülergruppen, Beschäftigte der Stadt und von Unternehmen packten am Mittwoch beim Frühjahrsputz im Frankfurter Lennépark mit an. Im August soll in der Grünanlage wieder die Kleine Parknacht stattfinden.
René Matschkowiak„Seit sieben Jahren wird zum gemeinsamen Arbeitseinsatz aufgerufen“, erzählte Sonja Gudlowski von der Bürgerinitiative für den Lennépark. Eingebettet war das gemeinsame Saubermachen in den Social Day der Deutschen Bank. „Die Schulklassen, die mitmachen, bekommen etwas Geld von uns“, erklärte Grit Egerer von der Filiale in den Lenné Passagen. Die Bürgerinitiative werde ebenfalls finanziell unterstützt. Und natürlich packten die Mitarbeiter auch selbst mit an.
Dank einer Spende — von Hörakustik Treffke — konnten am Mittwoch außerdem rund um die Schmeißereiche Rosen gepflanzt werden. Darüber hinaus kehrte ein bedeutendes Kunstwerk in den Park zurück. Die Skulptur des Mädchen–Aktes wurde vom neuen Chef der Stadtwerke, Torsten Röglin, feierlich enthüllt. „Wir hoffen, dass sie hier lange stehen wird“, erklärte er. Die Statue war Anfang der 1990er Jahre am Schwänchenteich gestohlen worden. Der Nachguss stand dann seit 2012 – als Schutz vor Diebstahl – im Atrium der Konzerthalle. Nun wurde sie wieder im Lennépark aufgestellt — mit Diebstahlschutz versehen.
Dorit Bunk, Leiterin im Grünflächenamt, hat derzeit eher den nördlichen Teil des Parks im Blick. Unterhalb des Schöpferdenkmals wird die Brücke weitergebaut. „Optisch wird es die alte Brücke mit dem alten Mauerwerk – innen allerdings ganz modern“, freut sie sich. Zudem bemühe sich das Amt gerade um Fördergelder für die weitere Gestaltung des nördlichen Parks.
Das Fließ verbindet beide Teile des Parks, das mehrmals im Jahr – so auch beim Frühjahrsputz – von den Mitarbeitern der Fischerei Tusche gereinigt wird. Alle paar Meter holte Fischer Ralf Werner, mit hüfthohen Gummistiefeln und langer Gabel ausgestattet, Papier und Abfall aus dem Wasser. „Erstaunlich, was die Menschen hier wegwerfen“, befand er. Unterstützt wurde er von Nils und Stanislaw aus der 6. Klasse der Lenné-Grundschule. „Es ist ganz schön und macht Spaß“, schließlich hätten sie sich freiwillig gemeldet, meinten sie. Beide rätselten derweil, ob ein alter Übertopf, den sie gerade aus dem Wasser gezogen hatten, vielleicht ein schönes Souvenir sei. Noel und Ennio, ebenfalls aus der Lenné-Schule, staunten über ein paar noch erstklassige Schuhe und Staubsaugerteile, die sie aus dem Gebüsch zogen. Ein weiterer Schüler brachte Teile eines kaputten Waschbeckens.
Zum Helfen gekommen waren ebenso zwei Anwohner aus der Forststraße. Schließlich müsse so etwas Schönes wie der Lennépark auch gepflegt werden, meinten sie. Zumal sie das innerstädtische Grün oft für ausgedehnte Spaziergänge nutzen.