Einschulung
: 449 Erstklässler starten am Montag ins Schuljahr

Fast alle Grundschulen Frankfurts feiern an diesem Wochenende Einschulung, die Waldorfschule am Wochenende darauf.
Von
Lisa Mahlke,
René Matschkowiak
Frankfurt (Oder)
Jetzt in der App anhören

Die Schüler der zweiten Klasse der Booßener Grundschule proben für ihr Stück, das sie den ABC-Schützen zur Einschulungsfeier vorspielen werden. Leopold (vorn, r.) und die anderen haben viel Spaß dabei und in den Ferien fleißig geübt.

René Matschkowiak

Höchstens 25 Schüler pro Klasse

Genau so viele Schulanfänger wie dieses Jahr gab es in den Schuljahren 2013/14 sowie 2014/15. Im Schuljahr darauf waren es zehn mehr, 2016/17 489 und im vergangenen Jahr 480 Schüler. „Seit 2008 hat sich im Einschulungsverhalten nicht viel verändert“, erklärt Ellen Otto. Ein allgemeines Problem sei, dass aufgrund des Lehrermangels die Klassen mit vielen Schülern versehen werden, um die Anzahl der Lehrer gering zu halten.

„Unser Vorteil dabei ist, dass es in Frankfurt maximal 25 Schüler pro Klasse gibt“, sagt sie. Das hänge damit zusammen, dass alle Schulen im Zuge der Inklusion „Schulen für gemeinsames Lernen“ seien. „Das ist positiv, weil auf die heterogene Schülerschaft eingegangen wird.“ Würde Frankfurt nicht zu diesem Konzept gehören, könnten theoretisch bis zu 30 Schüler in einer Klasse lernen.

Aus der Schulentwicklungsplanung, die Ende 2018 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen und Ende April durch das Bildungsministerium genehmigt wurde, geht hervor, dass die Schülerzahl in der Primarstufe (Klasse 1 bis 6) in den kommenden Jahren steigen wird. Zu den gut 2400 Schülern im vorigen Schuljahr kommen noch einmal mehr als 400 ab dem Schuljahr 2025/26 hinzu, Tendenz weiter leicht steigend.

Auch für diejenigen Schüler, die ab Montag eine siebte Klasse besuchen, beginnt nun eine aufregende Zeit. Der Wechsel von einer Grund– auf eine weiterführende Schule steht in diesem Schuljahr für 557 Schüler an. Dazu gehören diejenigen, die bislang eine Frankfurter Grundschule besucht haben, genauso wie Schüler von außerhalb.

Die Zweitklässler der Booßener Grundschule „Am Mühlenfließ“ waren schon am Freitag in der Schule. Sie hatten in der Turnhalle die Generalprobe für ihren Auftritt zur Einschulungsfeier für die ABC– Schützen. „Das Programm ist schon  umfangreich“, so Sabine Knispel, die für das Programm verantwortlich ist. Seit April wird geprobt.

Bedenken brauchen die Erstklässler nicht haben, meinen die Schüler der zweiten Klasse. „Am Anfang war ich aufgeregt“, erinnert sich Malia. „Das ging aber schnell vorbei“. Emilio hat neue Freunde gefunden. Auch das frühe Aufstehen ist nach Leopolds Meinung in Ordnung.

Man muss keine Angst haben

„Man muss keine Angst haben, Schule ist nicht schlimm“, gibt Mariella den Erstklässlern mit auf den Weg. Während sich die Schüler am Freitag zum ersten Mal nach den Ferien getroffen haben, ist der Schulbetrieb für die Lehrer schon in der vorigen Woche losgegangen, so Schulleiterin Kerstin Lampe. „Ich habe mit den Kollegen den Unterricht geplant und die Zeit für Fortbildungen genutzt. Man freut sich dann schon, dass es wieder losgeht“, so die Schulleiterin.

32 Schüler werden in die Booßener Schule neu aufgenommen. Für das Einschulungsfest wurde die Turnhalle bestuhlt und von den Lehrern liebevoll dekoriert.

In einer Sonderbeilage zeigt der Stadtbote am Mittwoch, 7. August, alle Erstklässler des Jahrgangs, die bis dahin eingeschult wurden. Es gibt eine Übersicht über alle Schulen und Einschulungs–Geschichte.