Dies teilte Michel Nowak, Vizepräsident des Handballverbandes Brandenburg, am Freitag mit. "Das erweiterte Präsidium hat sich mit einer klaren Mehrheit von 15 Ja- und 2 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen für den HSV Frankfurt entschieden. Das Ergebnis hatte sich so lange hingezogen, da es sich um eine schriftliche Abstimmung und um eine intensive Prüfung handelte", erklärt Nowak.
Einer der Hauptgründe für den HSV könnte gewesen sein, dass dieser bereits eine komplette Mannschaft zusammen hat, die der Brandenburgliga gewachsen ist – eine beim Verband nicht gern gesehene mögliche Abmeldung inmitten der Saison ist daher unwahrscheinlich. Die Spielfähigkeit konnten die Handballerinnen in den vergangenen Spielzeiten unter Beweis stellen, als sie noch beim HSC 2000 zusammen spielten. Im Frühjahr hatte die Mannschaft um Trainer Michael Schuster erklärt, nahezu geschlossen zum HSV zu wechseln. Das Spielrecht sollte nach dem damaligen Stand an den Frankfurter HC veräußert werden, der eine zweite Mannschaft anmelden wollte, die er beim angepeilten Aufstieg in die 2. Bundesliga vorweisen muss. Der HSV hätte wider Willen in der Kreisliga neu starten müssen.
Michel Nowak will die Vorgänge nicht kommentieren, sagt aber: "Wir vom Verband würden uns natürlich mehr Zusammenarbeit zwischen den Vereinen wünschen, beispielsweise hätte man eine Spielgemeinschaft bilden können. Solche Vorgänge sind einfach kontraproduktiv", meinte der HVB-Vizepräsident.
Beim HSV zeigt man sich hocherfreut über die Entscheidung. "Wir freuen uns riesig. Wir haben die ganze Zeit darauf gehofft, weiter in der Brandenburgliga spielen zu dürfen, weil sich die Spielerinnen das einfach verdient haben", sagt Co-Trainer Christopher Kranich. Die Mannschaft sei bis auf eine Spielerin komplett zusammengeblieben.
Beim Frankfurter HC gibt es hingegen keine allzu langen Gesichter. "Wir bedauern die Entscheidung und sind natürlich enttäuscht. Aber wir haben gleichzeitig beim HVB beantragt, mit einer zweiten Mannschaft in der Verbandsliga antreten zu können – das wäre dann nur eine Liga darunter und daher auch okay", sagt FHC-Präsident Wolfgang Pohl. Die Reserve-Mannschaft solle unabhängig von der Spielklasse auf jeden Fall angemeldet werden. "Wir haben ausreichend Spielerinnen und wollen, dass sie alle Spielpraxis sammeln."