Gewichtheben
: Sieg für Team Brandenburg

Beim Oderpokal zeigen insgesamt 70 Nachwuchs-Gewichtheber ihr Können.
Von
Hubertus Rößler
Frankfurt (Oder)
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  • Wie Jeremy Korthals aus Schwedt stellten insgesamt 70 Gewichtheber ihr Können unter Beweis – darunter auch Sportler aus Russland, Polen, Spanien und Litauen.

    Wie Jeremy Korthals aus Schwedt stellten insgesamt 70 Gewichtheber ihr Können unter Beweis – darunter auch Sportler aus Russland, Polen, Spanien und Litauen.

    michael benk
  • Die Sportschülerin Annika Pilz siegte in der weiblichen Jugend.

    Die Sportschülerin Annika Pilz siegte in der weiblichen Jugend.

    michael benk
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Zum Internationalen Oderpokal waren 70 Athleten von den Schülern (ab Jahrgang 2004 bis 2006) über die Jugend (2002/03) bis hin zu den Junioren (1999 bis 2001) gekommen – aus Russland, Polen, Spanien, Litauen und natürlich vom Frankfurter Stützpunkt. Gewertet wurden die Ergebnisse für jeden einzeln sowie für die Mannschaftswertung. Den internationalen Vergleichskampf gewann das Team Brandenburg vor den Sportlern aus Kaliningrad und dem Team der Sportschule, dem die Athleten angehörten, die in Frankfurt trainieren, aber aus einem anderen Bundesland stammen.

Eine davon ist Annika Pilz. Die 16-Jährige, die vor drei Jahren aus dem oberbayerischen Roding an die Sportschule kam, sicherte sich in der weiblichen Jugend den Sieg. „Wir sind sehr zufrieden, sie hat mit 152 Kilo im Zweikampf eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt“, sagte Lars Betker. Der Landestrainer sah den Oderpokal für seine Athletin auch als Test-Wettkampf für die Deutschen Meisterschaften Ende November in Berlin und für die anschließenden Jugend-Europameisterschaften in Israel.

Rishabh stößt erstmals 100 Kilo

Ebenfalls vom TC Roding kam Rishabh Saini (14) an die Oder, um die guten Trainingsbedingungen hier nutzen zu können. Der gebürtige Inder konnte bei sechs gültigen Versuchen erstmals 100 Kilogramm stoßen und gewann den Pokal bei den Schülern.

Bei den Schülerinnen landete Laura Viol vom USC Viadrina mit einem Fehlversuch im Stoßen hinter der Russin Daria Iudovich auf Rang 2. „Ich habe beim letzten Versuch etwas nach vorne gestoßen, das passiert mir öfter. Aber sonst war der Wettkampf gut“, erklärte die 14-Jährige. Das sah auch ihr Trainer Daniel Gips so. „Laura hat zwei persönliche Bestleistungen aufgestellt, damit hatten wir im Vorfeld nicht gerechnet. Für sie ist es wichtig zu sehen,  dass es international noch stärkere Athleten gibt. Das ist ein guter Ansporn. Der Oderpokal ist außerdem eine optimale Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen, wo dann auch die Technik bewertet wird. Mit 67 Kilo im Reißen und 84 im Stoßen ist eine Medaille realistisch“, meinte Gips, der zudem das gute Leistungsniveau und die gute Organisation beim Oderpokal hervorhob.

Lucy Herwig verpasst Podium

Knapp das Podium verpasste Lucy Herwig vom ASK Frankfurt. „Mit 13 Jahren war sie aber auch mit Abstand die jüngste Teilnehmerin. Sie ist sehr talentiert und hat einen starken Wettkampf gezeigt“, lobte Betker. Die Sportschülerin Sandra Krause aus Schwedt gewann die weibliche Junioren-Wertung, bei den Männern siegte Bartlomiej Adamus. Der Pole war seit vielen Jahren der erste Heber, der 200 Kilogramm auflegen ließ. Sein Versuch schlug zwar fehl, mit gestoßenen 194 Kilo und 344 im Zweikampf sicherte er sich dennoch mit großem Vorsprung den Pokal. Hinter ihm kam Martin Adler (Blau-Weiß Schwedt) auf den Silberrang. „Ich bin sehr zufrieden, konnte alle meine Bestleistungen steigern. „Bei meinem zweiten Versuch im Stoßen habe ich einen technischen Fehler gemacht, aber sonst lief alles glatt“, sagte der 20-Jährige.

Ein positives Fazit zog auch Lars Betker. „Wir sind als Ausrichter sehr zufrieden, es waren gute Wettkämpfe. Unsere gut 20 Teilnehmer von der Sportschule haben ihre Leistungen abgeliefert, viele waren natürlich sehr aufgeregt. Besonders schön ist es immer, sich mit den ausländischen Sportlern auszutauschen. Auch sie haben sich wieder begeistert gezeigt, für viele ist der Oderpokal ein Jahreshöhepunkt“, berichtete der Landestrainer.