Grenzkontrollen: Polizei erhöht die Kontrolle mit Hubschraubern
Neben dem Rasthof am Oder–Center an der Autobahn 12 oder der Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) ist Manschnow einer der Punkte, an denen die Bundespolizei „versteckte Fahndungsmaßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration an der deutsch–polnischen Binnengrenze in Brandenburg durchführt“, erklärt der Berliner Polizeihauptkommissar Jens Schobranski. Die erneuten Fahrzeug–Kontrollen, die zum ersten Mal im November durchgeführt wurden, reichen von Mescherin (Uckermark) bis runter nach Forst (Lausitz). Hintergrund sei die Intensivierung der Kontroll– und Fahndungsmaßnahmen an allen deutschen Binnengrenzen, wie es Innenminister Horst Seehofer angekündigt hatte. Die zwei Hubschrauber machen es taktisch möglich, an verschiedenen Orten die Kontrollen kurzzeitig durchzuführen und dort, wie in Manschnow, zu fahnden und danach wieder die Polizisten an den nächsten Einsatzort zu fliegen. "Wir wollen damit mehr Kontrolldruck erzeugen“, erklärt Schobranski. Diese Dynamik sei eine neue Ausrichtung der Einsatztaktik, um die Suche nach illegalen Migranten zu intensivieren.
275 Beamte im Einsatz
Ziel ist, gegen Personen, die versuchen, unerlaubt nach Deutschland einzureisen bzw. die bereits unerlaubt eingereist sind, sofort „aufenthaltsbeendende Maßnahmen einzuleiten“ — so wie bei drei kontrollierten Personen geschehen, bei denen Verstöße gegen die hiesige Aufenthaltserlaubnis festgestellt wurden. Auch ein 39–jähriger Pole wurde festgenommen, da gegen ihn ein internationaler Haftbefehl wegen Eigentumsdelikten vorlag.
Bis zum Abend kontrollieren die 275 Beamten stichprobenartig zirka 1000 Personen. Dabei wurden auch Fahren ohne Führerschein sowie Verstöße gegen das Waffen– und Betäubungsmittelgesetz festgestellt.

