Handball
: Derby-Siege führen zum Double

Der weiblichen E-Jugend des Handballsportvereins Frankfurt gelingt Meisterschaft und Pokalsieg. Neue Aufgaben nach Wechsel in die D-Jugend.
Von
Mike Deistung
Frankfurt (Oder)
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Der HSV mit Silja Roßbach, Pia Kracher, Lilly Sonnenberg, Luzie Lubasch, Leni Anklam, Mara Deistung, Samantha Schülke, Hanna Robert, Laura Köhler, Skadi Sporleder, Oksana Lehmann, Maya Westphal, Alina Greschke sowie die Trainer Mike Deistung und Ronny Neumann.

Ronny Neumann

Genauso konzentriert und vor allem couragiert wurden auch die ersten Meisterschaftsspiele angegangen. Es folgten acht Siege hintereinander, erst gegen das sehr heimstarke Team vom MTV Altlandsberg gab es die erste Niederlage. Das erste Derby gegen den FHC fand im Halbfinale des Kreispokals statt. Dort konnte der HSV nach etwas nervösem Beginn und Rückstand beeindruckend die tollen Trainingsleistungen unter Beweis stellen. Tor um Tor wurde aus einer sicheren Abwehr heraus erzielt und am Ende bedeutete ein 19:10 den ungefährdeten Einzug ins Pokalfinale. Besonders beeindruckend für die Trainer war, dass die Mannschaft nicht erkennen ließ, dass sie die ganze Saison in Hallen trainierte, die nicht den Maßen eines Handfeldes entsprachen.

Verfolger lassen nicht locker

Wer aber nach dem Halbfinale dachte, die Verfolger in der Liga würden locker lassen, sah sich getäuscht. Dem FHC gelang es mit der Umstellung auf eine rustikale Abwehrleistung, sich mit einem Sieg für das Pokalaus zu rehabilitieren. Aber das stachelte die HSV-Mädels noch mehr an und so schworen sie sich, dass sie sich als eine starke Einheit den Meistertitel nicht mehr nehmen lassen würden.

Vorher aber stand der Pokalfinal-Sonntag an. In einem tollen Rahmen mit einer gut gefüllten Sabinushalle liefen die Mädels wie die Großen ein, jeder Name der Spielerinnen wurde unter großem Applaus der Eltern, Fans und anderen HSV- Mannschaften aufgerufen. Angestachelt von dieser Gänsehaut-Atmosphäre spielten die Mädels wie in einem Rausch und überrollten den Finalgegner HSV Wildau mit 32:10 regelrecht.

Jetzt kannte der Jubel keine Grenzen mehr, war es doch der erste Titel dieser jungen Mannschaft. Stolz wurden viele Siegerfotos mit Mannschaft und Eltern geschossen. „Ja die Eltern. Sie waren mit ihrer Präsenz, mit ihrer Unterstützung, mit ihrem Engagement und besonders dem tollen Vertrauen in die Arbeit der Trainer ein Garant für die Erfüllung dieses ersten Traumes“, erklärte das Trainerteam um Mike Deistung. „Waren es doch auch die Eltern, welche die Mannschaft auch in den nächsten Spielen bis zum Ausklang weiter so toll begleiteten.“

Voller Konzentration wurden die folgenden Trainingseinheiten angegangen, um die Saison nun mit dem Meistertitel zu krönen. Im Derby gegen den FHC konnte die Mannschaft wie im Training geübt gegen die Abwehr körperlich dagegengehalten und spielerisch immer wieder den Zahn ziehen, so dass am Ende ein hart erkämpftes 9:7 für den HSV heraussprang.

Vier Tage später stand erneut das Derby gegen den Lokalrivalen FHC an. Mit einem Sieg könnte vorzeitig der Meistertitel gesichert werden. Dieser Wille war von Anfang an in einer sehr konzentrierten Mannschaftsleistung spürbar. Beim Stand von 13:10 ertönte der Abpfiff, Jubelschreie brandeten durch die Halle. Es war geschafft. Die E 1 des HSV war wirklich Meister. Mit Tränen in den Augen fiel es selbst den Trainern schwer, diesen Erfolg zu realisieren. Eine Saison voller Schweiß, Spaß, Wille, Kraft, Konzentration und besonders viel Freude am Handballsport wurde mit dem Double gekrönt.

In der kommenden Saison wird nun mit neuem Spielsystem agiert. Der 1. Spieltag findet am 8. September in Wildau statt. Am 21. September kommen dann Rot-Weiß Friedland   und der Neuenhagener HC in die Sabinushalle. In der letzten Ferienwoche gab es ein Trainingslager am Werbellinsee. Dort wurde der Grundstein für die neue Spielzeit gelegt, ist diese doch als jüngerer Jahrgang in der D-Jugend ungleich schwieriger und härter als jene erfolgreiche Saison 2018/19, die der Mannschaft sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.