Handball
: FHC-Heimsieg nach Sechs-Tore-Rückstand

Die Frankfurter Drittliga-Handballerinnen gewinnen nach einer Aufholjagd gegen den TSV Wattenbek noch mit 40:37.
Von
Matthias Braun
Frankfurt
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Die Frankfurterin Jessica Jander (9) setzt sich gegen die Wattenbekerinnen Rieka Thal (13), Joyce-Leonie Roeske (4) und Jamila Aminah Popiol (25) durch und erzielt eines ihrer vier Treffer in diesem Spiel.

Winfried Mausolf

In der ersten Hälfte hatten die Oderstädterinnen vor 467 Zuschauern in der heimischen Brandenburg-Halle noch mit 14:20 zurück gelegen. Erfolgreichste Werferinnen im Siegerteam waren Monika Odrowska (12/5) sowie Kamila Szczecina, die acht Mal traf.

Torhüterin Isabell Gerlach war in der entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit ein starker Rückhalt ihrer Mannschaft. Die Frankfurterinnen waren nicht optimal in die Partie gestartet. Die Abwehr bekam keinen Zugriff auf die schnellen Angriffe der Gäste und in der Offensive war es anfangs nur Monika Odrowska, die für den FHC traf (5:6/7.).

Technische Fehler, ungenaue Abschlüsse und kein gutes Zusammenspiel von Abwehr und Torhüterin in der Deckung waren die Ursachen, dass die „Peitschen“ des TSV Wattenbek die erste Spielhälfte nicht unverdient dominierten (11:16/20.). „Wir haben leider in der ersten Halbzeit weder im Angriff noch in der Abwehr das umgesetzt, was wir uns in der Trainingswoche erarbeitet hatten“, stellt FHC-Trainer Dietmar Schmidt fest.

Ganz anders der zweite Durchgang. Wie ausgewechselt waren die Oderstädterinnen aus der Kabine gekommen, deckten viel aggressiver und engagierter in einer 5:1-Variante mit Kathleen Müller auf der Spitze. „Der Trainer hat uns wachgerüttelt“, erzählt Linksaußen Jessica Jander. Binnen sieben Minuten drehten die Gastgeberinnen den Vier-Tore-Halbzeitrückstand in die erste eigene Führung (25:24/37.). Daran hatte auch Torhüterin Isabell Gerlach großen Anteil. Immer wieder hielt die 17-Jährige ihr Team mit guten Reaktionen im Spiel.

Bis zum 28:28 (42.) boten die Gäste dank der treffsicheren Rückraumschützin Maxie Bech (12 Tore) dem FHC Paroli. Dann gelang es den Frankfurterinnen, die nun immer wieder Kamila Szczecina am Kreis suchten und fanden, sich auf 35:30 abzusetzen (52.).

Die Wattenbekerinnen versuchten es mit der Brechstange, schafften trotz aufopferungsvollem Kampf am Ende aber nicht mehr als eine Resultatsverkürzung. „Wir haben das in der zweiten Hälfte deutlich besser gelöst, sowohl im Positionsangriff als auch im Abwehrverhalten. Da haben wir unseren Matchplan endlich umgesetzt“, freute sich Dietmar Schmidt.

FHC-Kreisspielerin Kamila Szczecina sagte. „Es war das erwartet schwere Spiel. 37 Gegentore sind natürlich viel zu viel. Da müssen wir auf jeden Fall unsere Abwehr und das Zusammenspiel mit der Torhüterin verbessern. Die Abwehr entscheidet die Spiele.“

Spiel für Zuschauer sehenswert

Gäste-Trainer Tim Bracklow war hin und hergerissen. „Letztlich sollten 37 erzielte Tore eigentlich reichen, um so ein Spiel zu gewinnen. Aber 40 Gegentore und insbesondere der Start in die zweite Halbzeit waren ärgerlich. Ansonsten können wir uns kaum beschweren, vorn machen wir gefühlt mit jedem Angriff ein Tor, kassieren aber eben hinten zu viel. Es war ein absolutes Tempospiel und für die Zuschauer durchaus sehenswert.“

Frankfurter HC: Mandy Schneider, Isabell Gerlach – Anja Ziemer 3, Julia Hinz, Cora Bertram, Kamila Szczecina 8, Michelle Strauß, Jessica Jander 4, Monika Odrowska 12 (5/6), Lieselotte Heinrich, Michéle Dürrwald 6, Sophie Pickrodt 1, Kathleen Müller 6, Elisa Schmidt, Pauline Wagner, Trainer: Dietmar Schmidt

Siebenmeter: FHC 6/5, TSV 7/4 – Zeitstrafen: FHC 2, TSV 3 – Schiedsrichter: Konstantin Großer, Christopher Witt (Berlin) – Zuschauer: 467