Das Spiel begann schleppend und es dauerte genau fünf Minuten, bis die 60 Zuschauer in der Frankfurter Sabinushalle den ersten Treffer zu sehen bekamen. Dieses Tor war den Gästen in Person von Kreisspielerin Mandy Lange vorbehalten, das Nora Tübbicke im Gegenzug zum 1:1 egalisierte. Die Anfangsphase gestaltete sich zäh, denn beide Teams fanden im Positionsspiel selten die richtigen Lösungen.
Gästetrainer Holger Plumhoff hatte in der 14. Minute genug gesehen und bat sein Team zur Bank. Diese Auszeit half jedoch vor allem den HSC-Frauen, die nun zielstrebiger agierten und sich nach 21 Minuten auf 9:6 einen Vorteil erspielen konnten. Die Gerberstädterinnen steckten aber nicht auf und kamen kurz vor dem Seitenwechsel zum 11:11-Ausgleich. Die Schlussakkorde gehörten dann wieder den Oderstädterinnen, bevor die Teams beim Stand von 14:12 in die Pause entlassen wurden.
Im zweiten Spielabschnitt waren es zunächst die Südbrandenburgerinnen, die besser aus der Kabine kamen und den erneuten Ausgleich beim 15:15 erzielten. Die Frankfurterinnen blieben bei der kurz vor der Halbzeit angeordneten 5-1-Deckungsvariante und zwangen die Gäste immer wieder zu langen Pässen oder Abschlüssen von den Außenpositionen. Dies sollte Wirkung zeigen, denn nun wurden reihenweise die Bälle erobert und zu einfachen Toren genutzt. Mit einem 5:0-Zwischenlauf schraubten die HSC-Frauen das Zwischen-Ergebnis auf 20:15.
Die "Doki-Frauen" versuchten im Anschluss den Rückstand zu verkürzen, jedoch scheiterten sie immer wieder an der guten HSC-Deckung oder am Pfosten. Spätestens als die Schuster-Frauen einen finalen 7:0-Lauf zum 31:19 hinlegten, waren die Gäste geschlagen. Am Ende stand mit 32:21 der höchste Saisonsieg für die Gastgeberinnen zu Buche.

Konzentration aufs Wesentliche

HSC-Trainer Michael Schuster: "Ich bin sehr stolz auf dieses Team. Ungeachtet von den ganzen Widrigkeiten im Umfeld haben die Spielerinnen heute bewiesen, dass sie trotzdem Spaß am Handball haben können. In den ersten 20 Minuten haben wir uns noch ziemlich schwer mit der ungewöhnlichen Spielweise von Doki getan. Danach konnten wir uns aber in allen Mannschaftsteilen steigern und haben bis zum Ende konzentriert gespielt."
Für die Frauen des HSC 2000 Frankfurt steht am Wochenende das nächste Auswärtsspiel auf dem Plan. Am Sonnabend um 16 Uhr reisen die Frankfurterinnen dann zum starken Tabellenzweiten HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst.
HSC 2000: Anita Tumaszyk (im Tor), Beatrice Zacharias (10), Elisa Winkowski (6/5), Nicol Leuschner (4), Nadine Wegener (3), Annekathrin Lodtka (3), Nora Tübbicke (2), Jasmin Henschel (2), Julia Kupper (1), Teresa Egemann (1/1), Lisa BergerSiebenmeter: HSC 8/6, Doberlug-Kirchhain 6/3 – Zweiminuten: HSC 4, Doberlug-Kirchhain 4 – Zuschauer: 60