Handball: Talent mit Bundesliga-Erfahrung wechselt zum Frankfurter HC

Jessica Koconrek
VfL OldenburgVon den Minis bis zur B-Jugend spielte sie beim ATSV Habenhausen und hatte bereits 2016 ein Doppelspielrecht für den VfL Oldenburg. Zur A-Jugend wechselte die Kreisspielerin dann endgültig in die niedersächsische Universitätsstadt. „Die beiden Einsätze in der Bundesliga dort waren echt unbeschreiblich und ich bin sehr dankbar für diese Chance“, sagt Jessica Koconrek.
Eigentlich sollte diesen Sommer mit dem Handballspielen vorübergehend Schluss sein, denn die 18-Jährige wollte im August für ein Jahr als Au Pair in die USA gehen. „Doch durch die aktuell weltweite Corona-Situation musste ich das komplett canceln“, erzählt sie. „Da ich mich bereits auf eine neue Umgebung und darauf, von zu Hause wegzugehen, eingestellt hatte, kam das Angebot aus Frankfurt und der Anruf von Trainer Torsten Feickert für mich wie gerufen. Ich betrachte das als eine Chance, die ich so schnell sicher nicht wieder bekomme“, freut sie sich auf die neue Herausforderung.
Torsten Feickert hatte sie in seiner Funktion als Nachwuchs- und Oberligatrainer bereits 2017 nach Oldenburg gelotst. „Jessica war als kämpferische und hart in der Abwehr spielende Akteurin genau das Puzzleteil, was mir damals beim VfL gefehlt hat“, berichtet der neue FHC-Trainer. „Ich habe bereits zwei Jahre mit ihr gearbeitet und weiß, was ich an ihr habe. Nach dem Weggang von Pauline Wagner ist sie für mich ein wichtiger Bestandteil auf dieser Position. Sie soll viel von Kamila Szczecina lernen und den Konkurrenzkampf am Kreis beleben.“
Darauf freut sich Jessica Koncorek. „Ich will hier etwas ausprobieren und später nichts bereuen müssen“, ist sie bereit für die neue Aufgabe. „Ich habe das gute Gefühl, dass hier alles stimmt – Verein, Training, Förderung und das Umfeld. Das Probetraining hat mir bereits sehr gut gefallen und die Mädels scheinen echt nett zu sein. Ich erhoffe mir von dem Wechsel, eine richtig geile Saison zu spielen und würde schon gern die Tabellenspitze unserer Staffel angreifen und den Aufstieg in die 2. Liga anpeilen“, zeigt sich die junge Handballerin kämpferisch wie selbstbewusst.
Das gefällt auch Vereinspräsident Wolfgang Pohl: „Da wir auf dieser Position Handlungsbedarf hatten, freut es mich besonders, dass wir eine so junge und talentierte Spielerin aus der dritten Liga für uns gewinnen konnten.“
Trainingsstart am 20. Juli
Trainingsauftakt in die neue Spielzeit ist für die Frankfurter Handballerinnen am 20. Juli. Wie die Vorbereitung dann genau ablaufen wird, hängt letztlich vom endgültigen Saisonstart ab. Über die nächsten Schritte dahin wird die Spielkommission der 3. Liga bei ihrer Sitzung am 18. Juli in Dortmund beraten. Torsten Feickert ist jedenfalls sicher: „Wir werden hochleistungsfähig in die Saison starten .“