Handball
: Wechsel vom HSC 2000 zum HSV Frankfurt

Handball-Frauen gehen samt Trainerteam zum Ortsrivalen.
Von
Christopher Kranich
Frankfurt
Jetzt in der App anhören

Beim Abklatschen nach einem Spiel: Coach Michael Schuster (vorn) und Co-Trainer Christopher Kranich (rechts)

michael benk

Trotzdem freue man sich jetzt auf den Neuanfang beim HSV, der für die Mannschaft alternativlos und überfällig sei. Im Verein wird das Team dann eine von 19 Mannschaften sein, die der HSV im weiblichen und männlichen Jugendbereich gemeldet hat. Hinzukommen noch zwei Frauenmannschaften und eine Männermannschaft, mit denen der Handballsportverein erstmals auch in den Erwachsenenbereich vordringt.

„Über den Wechsel wurde in den vergangenen Wochen und Monaten genug geschrieben und gesprochen. Da bedarf es keiner weiteren Worte. Wir sind durch den Wechsel im weiblichen Bereich nun breiter und besser aufgestellt. Die Verantwortlichen sind hier mit sehr viel Herzblut bei der Sache und bieten uns eine sehr gute Perspektive. Ich spüre hier von der ersten Sekunde an eine Menge Energie und Potenzial. Diese wollen wir mittelfristig versuchen zu nutzen“, sagt Schuster, der mit seinem Team in der Kreisliga starten muss. Außerdem werden er und Co-Trainer Christopher Kranich ab der kommenden Saison die jetzige B-Jugend des HSV betreuen. Diese wurde bisher von Roland Merting gecoacht, der das Team bis auf den 4. Platz in der Brandenburgliga geführt hat und sich nun wieder einer Kindermannschaft annimmt.

Duo übernimmt auch B-Jugend

„Wir danken dem Verein für diesen großen Vertrauensbeweis gleich zu Beginn unserer Zusammenarbeit. Der Dank gilt vor allem Roland Merting, der eine gute Mannschaft geformt hat und sie dahin geführt hat, wo sie aktuell steht. Wir wollen als jüngerer Jahrgang in der kommenden Saison als A-Jugend im Land spielen und die Mädchen auch schon vereinzelt bei den Frauen einbauen. Das wird eine große Herausforderung, der wir uns stellen wollen“, berichtet der Trainer hoffnungsfroh.

Wann sich Michael Schuster seiner alten und neuen Aufgabe beim HSV widmen kann, ist jedoch unklar. Die laufende Spielzeit wurde abgebrochen. Ob die neue Saison pünktlich Anfang September starten kann und wann die Sporthallen in Frankfurt wieder öffnen, steht noch in den Sternen. Ein erstes positives Signal hat der Stadtsportbund schon verlauten lassen. So sollen einige Turnhallen der Stadt, die während der Sommerferien sonst geschlossen haben, zugänglich sein. „Wir alle brennen darauf, wieder in die Halle zu können und endlich wieder gemeinsam trainieren zu dürfen. Die Wochenenden sind schon fast langweilig“, hofft Schuster auf ein baldiges Ende der Krise.