Kleine Parknacht Frankfurt 2023
: So war das Gartenfest im Lennépark – Dietmar Woidke zu Gast

Bei schönem Sommerwetter hat die kleine Parknacht in Frankfurt (Oder) stattgefunden. Sogar Ministerpräsident Dietmar Woidke ließ sich im Lennépark blicken. Der neue Termin im Mittsommer kam gut an.
Von
René Matschkowiak
Frankfurt (Oder)
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Die Hostessen sorgten für gute Laune bei der kleinen Parknacht in Frankfurt (Oder) und sammelten Spenden.

René Matschkowiak

Die Bürgerinitiative Lennépark hat am Sonnabend (24.6.) zur kleinen Parknacht in Frankfurt (Oder) geladen. Viele Frankfurter nutzten die Gelegenheit, bei bestem Wetter durch die Parkanlage zu schlendern und das Programm zu verfolgen.

Mehr als zwei Stunden nach der Eröffnung kam Initiatorin Sonja Gudlowski das erste Mal dazu, sich in Ruhe zu ihrer Familie zu setzen. „Eigentlich wollte ich hier eine Erdbeerbowle trinken“, sagte sie zu Obstbauer Raik Neumann. Der musste zu dem Zeitpunkt allerdings schon passen – das Getränk war ausverkauft.

Erdbeerbowle war in Frankfurt (Oder) schnell ausverkauft

„Wir wurden hier regelrecht überrannt“, sagte Raik Neumann. Noch beim Aufbau des Standes habe er seinen Kollegen gefragt, ob sie nicht deutlich zu viel Bowle mitgebracht hätten, erzählte er. Diese Einschätzung erwies sich aber schnell als falsch, was viel über den Erfolg der ersten kleinen Parknacht im Mittsommer aussagt. In den vergangenen Jahren war der Termin später im Kalender, diesmal wurde er bewusst vorgezogen.

„Viele Menschen sind Ende August noch im Urlaub oder es sind Einschulungen“, sagte Sonja Gudlowski. „Außerdem ist dann ab 20 Uhr der Park stockdunkel“. Deshalb hätten sie sich diesmal für einen früheren Termin entschieden. So bleibe den Besuchern länger Zeit am Abend, den Park zu genießen. Kurz nach der Sommersonnenwende entfalteten die vielen Taschenlampen, die es an den Eingängen gegen eine kleine Spende gab, erst später ihre volle Wirkung.

Auch für Kinder gab es Programm: Torsten Gesser vom Theater des Lachens zeigte in der Kita „Hilde Coppi“ sein Puppenspiel mit Fuchs und Ente.

René Matschkowiak

„Es ist wirklich ein tolles Gartenfest“, fand Raik Neumann beim Blick ins Grün. Dem stimmte auch Thomas Lenné zu. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Lenné Akademie war ebenfalls zu Gast, selbst Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke machte sich auf den Weg nach Frankfurt. Zu den Gästen gehörten auch Oberbürgermeister René Wilke sowie Bürgermeister Claus Junghanns.

Eine lila Rose weckte Begehrlichkeiten

In Hamburg, wo Thomas Lenné mit seiner Frau Ofelia wohnt, sei es bei solchen Festen so, dass Gäste von einem Essensstand zum nächsten liefen, erzählte er. „Hier ist hingegen so viel Abwechslung und Kultur, das gefällt mir wirklich außerordentlich gut“, lobte er die Veranstalter. Er ist zwar Nachfahre des Parkgestalters Peter Joseph Lenné – einen grünen Daumen habe er selbst aber nicht. Um den heimischen Garten kümmere sich seine Frau Ofelia. „Ich bin Volkswirt“, bemerkte er lachend.

Seine Frau hingegen liebt Rosen und hat sich sogleich in ein lila Exemplar verguckt, das die sogenannte Schmeißereiche im Lennépark umrandet. „Die muss ich haben“, gestand sie. Entsprechende Bemühungen würden freilich schon laufen, so Sonja Gudlowski. Claus Junghanns verkündete, dass die Schmeißereiche ein Naturdenkmal werde, ordnungsgemäß mit dem Zeichen der gelben Eule. Außerdem sei geplant, den Park bald offiziell Lennépark zu nennen. Denn das ist im Moment nur im Volksmund so.

Dietmar Woidke verriet ein Geheimnis

Dietmar Woidke machte derweil einen Spaziergang durch Frankfurts „grüne Lunge“. Den ganzen Park zu durchqueren, schaffte er allerdings nicht. Zu viele Bürger wollten mit ihm sprechen oder ein Foto machen. Der Besuch in Frankfurt müsse ein Geheimnis bleiben, weil zeitgleich in seiner Heimatstadt Forst das 110. Rosengartenfest sei, sagte Dietmar Woidke mit einem Augenzwinkern.

Im Gespräch mit Bürgern: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke war zum ersten Mal bei der kleinen Parknacht.

René Matschkowiak

Es gab viel Kultur zu erleben. So stand Theaterleiter Torsten Gesser vom Theater des Lachens nach dem Gewinn des Kinder- und Jugendtheaterpreis 2023 wieder höchstselbst auf der Bühne. In der Kita Hilde Coppi brachte er mit Fuchs und Ente nicht nur Kinder zum Lachen. Musikschulleiter und Lehrer Christian Seibert sorgte mit dem Friedenschor und seinem Schulchor für Programm. Die beiden neuen Stipendiaten in der Kleist-Musikschule, Joshua Winter und Verena de la Caridad, wurden für ihren Auftritt mit viel Applaus bedacht. Den Abschluss gestaltete zu später Abendstunde der große Chor der Singakademie an der Schmeißereiche, begleitet von einer Lichtshow.

Der Termin im Mittsommer für die kleine Parknacht dürfte nach diesem Erfolg auch in den nächsten Jahren gesetzt sein.