Kleine Parknacht Frankfurt 2023
: Lichtspektakel im Lennépark – das müssen Besucher wissen

Viele Jahre lang fand die Kleine Parknacht in Frankfurt (Oder) immer Ende August statt. 2022 fiel sie zunächst ins Wasser – und wird nun zum ersten Mal im Juni gefeiert – am Samstag, 24. Juni. Was Besucher wissen müssen.
Von
Lisa Mahlke
Frankfurt (Oder)
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Im September 2022 wurde die Kleine Parknacht in Frankfurt (Oder) nachgefeiert. In diesem Jahr findet sie so früh statt wie noch nie.

Jörg Kotterba

Mit ihrer 13 fällt die Kleine Parknacht, die am Samstag, 24. Juni, in Frankfurt (Oder) stattfindet, wirklich aus dem Rahmen, sagt Organisatorin Sonja Gudlowski von der Bürgerinitiative. Gefeiert wird dieses Mal in einem ganz anderen Monat als sonst. Während Ende August immer schon um 20.30 Uhr oder 21 Uhr Schluss war, weil es dunkel wurde, sind am Mittsommer-Wochenende die längsten Tage des Jahres. Die Parknacht kann also bis 22.30 Uhr gefeiert werden.

Sie steht ganz im Zeichen des Lichts: Unter dem Motto „Lennés Park & Lichtspektakel“ werden die Bäume im Park angeleuchtet – gesponsert von den Stadtwerken. Licht spielt auch eine Rolle, wenn um 22 Uhr der Auftritt des Großen Chores der Singakademie an der Schmeißereiche ansteht, unter anderem mit Carmina Burana.

Aber natürlich, wie immer beim Lennépark, spielen die Frankfurterinnen und Frankfurter eine große Rolle. Sie bekommen von den Hostessen, wenn sie gespendet haben, eine kleine Taschenlampe. Und am Infostand werden Kugelschreiber bereitgestellt, mit denen man nicht nur schreiben, sondern per Druckknopf auch Licht erzeugen kann, kündigt Sonja Gudlowski an.

Licht spielt große Rolle im Lennépark in Frankfurt (Oder)

Vor 145 Jahren wurden die ersten Gaslaternen am Hauptweg im Park angebracht. Jetzt sei der Park im Herbst und Winter, sobald die Sonne untergegangen ist, gar nicht nutzbar, weil es stockdunkel ist, betont Sonja Gudlowski. Seit mehreren Jahren sei das bereits Thema. Auch die Idee, das Ganze auf Solarbasis zu machen, so wie jetzt über Spendengelder im Botanischen Garten, stieß bislang nicht auf offene Ohren bei den Verantwortlichen. Aber Sonja Gudlowski und ihre vielen Mitstreiter bleiben hartnäckig und hoffen darauf, eine gute Lösung zusammen mit der Stadtverwaltung zu finden.

Noch im Hellen wird die Parknacht um 17 Uhr an der Schmeißereiche eröffnet. Neben Vertretern der Stadt ist auch Thomas Lenné dabei. Er ist Kurator der Lenné-Akademie und ein Nachfahre von Peter Joseph Lenné in sechster Generation. „Er kommt extra nach Frankfurt, um den Bürgerinnen und Bürgern Respekt zu zollen“, sagt Sonja Gudlowski. „Wir freuen uns außerdem auf Dietmar Woidke.“

Lenné und der Ministerpräsident werden bei der Eröffnung dabei sein. Den Besuch aus der „höchsten Stelle des Landes Brandenburg“ sieht sie ebenso als Zeichen der Anerkennung den Leistungen der Bürgerinitiative gegenüber. Es sei ein „macht weiter so, ihr seid auf einem ganz tollen Weg“, findet sie – denn nur durch das Ehrenamt lebe ein Stück weit auch die grüne Lunge im Herzen der Stadt.

Ohne die Ehrenamtlichen sei auch das Lichterspektakel am Samstag nicht machbar. Fast 300 Menschen seien vor und hinter den Parknachtkulissen tätig. Es gibt wieder eine Menge Aktionen geben: Karate, Tanzvorführungen, Gospel, eine Lichtershow mit Pois, Basteln, Spiele und Rätsel, Schatzsuche und Kinderanimation und ein Puppenspiel in der Kita „Hilde Coppi“. Es gibt wieder den Weg des Lichts und die Kleist-Musikschule feiert ihr zehnjähriges Bestehen im Park.

„Es ist für jeden, quer durch die Stadtbevölkerung, etwas dabei“, freut sich Sonja Gudlowski. Ein einzelnes Highlight kann sie nicht ausmachen, außer vielleicht „die Menschen, die da sind“ und die Parknacht mit Leben füllen. Besonders sei auch, dass Geschichte und Gegenwart mit dem Thema Licht zusammengebracht werden.

Von Spenden werden Fitnessgeräte für den Park angeschafft

Das Spendengeld der Parknacht und aus dem restlichen Spendenjahr wird in diesem Jahr für drei neue Outdoor-Fitnessgeräte ausgegeben, die im Freizeitbereich neben dem Spielplatz aufgestellt werden sollen. Auch wieder eine Form von Einbeziehung der Bürgerschaft: „Das ist von Jung bis Alt für jeden machbar und nutzbar“, sagt Sonja Gudlowski. Wer im Park spazieren geht, könne sich dann zwischenzeitlich sportlich betätigen und Beine oder Arme trainieren oder Fahrrad fahren.

Im vergangenen Jahr war die Parknacht im August ins Wasser gefallen, wurde dann im September nachgeholt. Wenn es in den kommenden Tagen noch ein bisschen regnet, sei das ok und für das Grün in der Stadt auch wichtig. Für Samstag hoffen Sonja Gudlowski, alle Beteiligten und viele Frankfurterinnen und Frankfurter aber auf gutes Wetter.

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