Mit mehr als neun Millionen Zuschauern gilt der DEFA-Film „Die Söhne der großen Bärin“ (1966) als einer der erfolgreichsten der DDR. Ein Riesenerfolg. Gojko Mitic wurde mit ihm und elf weiteren Indianer-Filmen zum Idol. Er war die ostdeutsche Antwort auf Winnetou. In diesem Jahr spielt der 82-Jährige nun den idealistischen Herbergsvater Fred im Kino-Kinderfilm „Alfons Zitterbacke“ von Gerhard Holtz-Baumert. Auch im Wandel bleibt er sich treu, wenn er mit „Zitterbacke“ nun an eine DDR-Kultfigur erinnert. „Es war eben nicht alles grau in der DDR“, sagte er kürzlich in einem MOZ-Interview. Am 7. September kommt der gebürtige Serbe und Wahl-Berliner nun zum MOZ-Talk mit Musik ins Kleist Forum nach Frankfurt (Oder). Der Vorverkauf läuft.

Gojko Mitic wollte sich auch im Charakterfach beweisen

Die Indianerrolle war es nach der Wende auch, die Gojko Mitic 1992 als Winnetou und Nachfolger des ebenfalls legendären Pierre Brice zu den Karl-May-Spielen nach Bad Seegeberg gebracht hatte. Unglaubliche 1024 Vorstellungen gab er bis 2006; 2013 kehrte er für eine Saison zurück: als alter Häuptling Intschu tschuna, Winnetous Vater. Das umjubelte Engagement in Bad Segeberg trug enorm dazu bei, dass Mitić auch im Westen so populär ist. In Bad Seegeberg schloss sich damit für ihn endgültig der Kreis zum Westen.
Doch Mitic wollte sich auch im Charakterfach beweisen und nicht nur stets der Mann hoch zu Ross sein. Er spielte unter anderem in der Fernsehserie „Das Geheimnis der Anden“ (1972) in einer psychologisch diffizilen Geschichte. 1980 moderierte der Tausendsassa die legendäre Unterhaltungsshow „Ein Kessel Buntes“ im DDR-Fernsehen. Und auch als Sänger war Gojko Mitic erfolgreich: 1977 etwa veröffentlichte er den Song „Löscht das Feuer“. Und 2010 begeisterte Gojko Mitic im Duett mit Helene Fischer in der MDR-Sendung „Weihnachten bei uns“.

Die 33. Ausgabe des MOZ-Talks wird musikalisch wie lange nicht

Auch wenn er eher selten noch singt, seine Liebe zur Musik ist geblieben. Beim MOZ-Talk wird er seit längerem wieder auf einer großen Bühne singen, unter anderem seinen letzten Song „Die Erde lebt“. Und ein großes Indianer-Medley wird Gojko Mitic präsentieren.
Der 33. MOZ-Talk wird der musikalischste in zehn Jahren. Wer die anderen musikalischen Gäste – darunter ein ECHO-Jazz-Preisträger – bei der größten Live-Talk-Bühnenshow in Ostdeutschland sein werden, kündigen wir in den nächsten Tagen an. Die Moderatoren, die Hamburger Entertainerin Lilo Wanders und der deutschsprachige Poetry Slam Meister David Friedrich, werden auch einen musikalischen Preisträger aus Frankfurt (Oder) begrüßen: den Pianisten Sören Gundermann. Beim internationalen Theater-Festival „Walizkka“ im polnischen Lomza gewann er unter zwölf hochkarätigen Produktionen den Grand Prix für seine Musik „Republik der Träume“. Sören Gundermann wird gemeinsam mit Thomas Strauch und Jacek Faldyna in der MOZ-Talk-Showband natürlich wieder musikalisch den Abend umrahmen.
Der Kartenvorverkauf für die 33. Ausgabe des MOZ-Talk mit Musik beginnt offiziell an diesem Montag. Tickets gibt es an der Kasse im Kleist Forum, Montag bis Freitag, 12 bis 17 Uhr, in der Tourist-Information, Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, und Sonnabend, 10 bis 14 Uhr, sowie über www.kleistforum.de
Newsletter-Anmeldung
Jetzt kostenlos anmelden zu "Stadtgespräch: Frankfurt (Oder) & Słubice"
Anrede*
E-Mail*
Vorname*
Nachname*

Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter www.moz.de/privacy.

*Pflichtfelder