Kneipennacht 2026 in Frankfurt (Oder): Sieben Bars und viel Livemusik zum Jubiläum

Das „Elyx“-Team um Talha Bilgin und Gürol Özcan freut sich auf die 50. Auflage der Kneipennacht in Frankfurt (Oder). Wer außerdem mit dabei ist.
Talha Bilgin- 50. Kneipennacht in Frankfurt (Oder) am Freitag, 30. Oktober, Start ab 19 Uhr.
- Eintritt per Stempel für sechs Euro in der ersten Bar – danach freier Zugang und Aftershow.
- Sieben Lokale mit Live-Acts: u. a. Königs Fritze, Elyx, Diebels Live, Skylounge 24, Havana Bar, Kuma.
- Musikschwerpunkte sind Blues und Rock, dazu DJs und offene Bühne in der Kuma.
- Aftershow im Club Bellevue: Chris Kauz legt Pop, 80er, 90er, 2000er, RnB und House auf.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Ganz schön was los zur 50. Kneipennacht in Frankfurt (Oder): Bevor alle in ihre Halloween-Outfits schlüpfen, darf am Freitag, 30. Oktober, in Frankfurt (Oder) wieder Live-Musik genossen werden. Es warten vor allem Blues und Rock. Aber auch Fans anderer Musikgenres kommen auf ihre Kosten.
In welcher der Kneipen die Tour startet, kann jede und jeder für sich selbst entscheiden. Entscheidend ist der Stempel, den es gegen sechs Euro in der selbstgewählten ersten Bar gibt.
Der Stempel ist wichtig, denn sonst zahlt man am Ende noch Eintritt in den anderen Bars oder bei der Aftershow-Party – mit Kneipennachtsstempel geht es nach der ersten Anlaufstation kostenlos weiter. Los geht es ab 19 Uhr. Dann treten in allen teilnehmenden Bars auch Live-Acts auf. Präsentiert wird die Jubiläumsausgabe auch diesmal wieder gemeinsam von der MOZ und dem Radiosender Oderwelle.
Sieben Bars und Kneipen mit Specials zum Jubiläum
Im Königs Fritze in Altberesinchen wird die Band „Load Road“ zu hören sein. Diesmal hat sich Inhaber Frank Nagel eine Besonderheit einfallen lassen: Gegen einen Jeton – einen Poker-Spielchip – gibt es einen einmaligen Shot, also Schnaps, zum Ankommen.
Die Kultkneipe, die als Frankfurts älteste Kneipe gilt, ist auch bei der Kneipennacht ein Urgestein. Schon bei der allerersten Auflage im Jahr 2001 war das Königs Fritze dabei. Damals spielte das „Blue Sue Project“ unter freiem Himmel, erinnert sich Frank Nagel.

Inhaber Frank Nagel steht in seinen Innenhof der Kneipe „Königs Fritze“. Auch er ist bei der 50. Kneipennacht dabei.
Nicole BuhlauEtwas jünger ist die Bar Elyx auf dem Bahnhofsvorplatz. Dort gibt es gleich zwei Überraschungsbands. Danach legt ein DJ auf – „Paul Fo Bogathke“ –, der extra an einem Set nur für diesen Abend gebastelt hat, erzählt Betreiber Talha Bilgin. Für das ganze Team sei die Kneipennacht jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. „Aber genau das macht uns Spaß“, sagt Bilgin.
Hinter dem Tresen hat sich im Elyx einiges getan. Gürol Özcan, der die rote Bar am Bahnhofsplatz 2016 eröffnet hatte und bei der Kneipennacht über Jahre selbst Gastgeber war, gab den Betrieb nach neun Jahren ab.
Zum 1. Oktober 2025 übernahm Talha Bilgin das operative Geschäft, der ursprünglich als Erasmus-Student nach Frankfurt (Oder) gekommen war, im Elyx als Aushilfe anfing und sich bis zum Betreiber hocharbeitete. Özcan zog für einen Bürojob nach Berlin, behielt aber einen Anteil an der Bar. Das Konzept ist geblieben: Tagsüber gibt es Kaffee, selbstgemachten Kuchen und Panini, abends das Feierabendbier. Shisha gibt es nicht mehr – das Elyx ist inzwischen rauchfrei.
Weiter unten in der Stadt, in den Lenné Passagen, liegt das Diebels Live. Hier bleibe „alles wie immer“, sagt Inhaber Guido Tietgen. „Dafür kommen die Leute ja auch“, schätzt er zufrieden ein – und das seit dem Jahr 2000, als die Altbierkneipe der Düsseldorfer Brauerei, damals noch als Franchiseunternehmen, eröffnet wurde.

Das „Diebels Live“ mit Inhaber Guido Tietgen ist ebenfalls wieder bei der 50. Kneipennacht in Frankfurt (Oder) dabei.
Nicole Buhlau2005 hat Guido Tietgen die Gaststätte übernommen. Er versucht jedes Mal, eine andere Coverband auf seine Terrasse zu holen. Zur 50. Kneipennacht wird es „4Station“ sein. Die Band sei bekannt für Oldies, Rock und Blues. Außerdem wird draußen wieder eine Bar stehen, unter anderem mit Glühwein.
Im Oderturm, in der Skylounge 24 im 24. Stock, ist ebenfalls einiges geplant. Die Bar gehört erst seit dem Frühjahr 2026 zur Kneipennacht: Im Februar öffnete die höchste Location Brandenburgs offiziell ihre Fahrstuhltüren – nach fast zwei Jahren Arbeit am Umbau des früheren Hochhauscafés. Seitdem hat sich das Haus laut Betreiber und Radiomacher Matthias Kayales ein Stammpublikum aufgebaut.
Die Skylounge lebt vor allem von Firmenevents. Beliebt sind außerdem der Sonntagsbrunch, Jazzabende und der Barbetrieb von Donnerstag bis Samstag. Die Tradition spiele dabei eine große Rolle: Beim „Schwoofen“ Ende September gab es Würzfleisch und Soljanka, an der Bar wurde die „Grüne Wiese“ gemixt, ein Cocktail, der schon im Hochhauscafé zu den Favoriten zählte.

Matthias Kayales sitzt im Kaminzimmer seiner Bar „Skylounge24". Auch hier kann man sich bei der 50. Kneipennacht in Frankfurt (Oder) niederlassen.
Nicole BuhlauZur Kneipennacht soll es einen „Special Drink“ zum Ankommen geben. Musikalisch übernimmt Daniel Hilpert die Bühne, gemeinsam mit Dolan Jose und Comodo wird ein buntes Programm geboten. Danach legt DJ Frank Philipp auf. Die bekannte Radiostimme gehört zu den letzten staatlich geprüften Schallplattenunterhaltern der DDR. Die Atmosphäre in der Skylounge erinnere ihn an die frühere „Röhre“, die Keller-Diskothek in der Gubener Straße, die in den Neunzigern viele Frankfurter zum Tanzen brachte.
Nach der Party im 24. Stock geht es in den Gerstenberger Höfen in der Ziegelstraße im Norden der Innenstadt fröhlich weiter. Hier sind zwei Bars am Start. In der Havana Bar wird bis „Open End“, wie Osmany Ventura sagt, gefeiert. Die Brandenburger Band „Blayt“ spielt Rock, Rhythm und Blues. Aber auch deutsche Hits zum Tanzen und Hip-Hop sind angesagt.

„Havana Bar“-Betreiber Osmany Ventura sagt Tanzen bis „Open End“ für die 50. Kneipennacht in Frankfurt (Oder) voraus.
Nicole BuhlauGegenüber ist die Kulturmanufaktur Gerstenberg (Kuma). Ein wenig versteckt, aber eine Location, die mit Außenbereich und vielen, kleinen, bunten Lichtern zum Verweilen einlädt. Die Kuma hatte die 48. und 49. Kneipennacht nicht mitgemacht – dafür die 50. Es wird eines der letzten Events sein, welche die Kuma als solche in ihren Räumlichkeiten stattfinden lässt.
Ende 2026 soll der Veranstaltungsort seine Türen schließen und etwas Neues entstehen. Nach Uneinigkeiten, unter anderem mit dem Vermieter, die bis 2024 zurückreichen, und Geldnöten zieht die Kuma nun den Schlussstrich. Bis dahin steht jedoch noch einiges auf dem Programm – unter anderem die Kneipennacht.
2001 gab es die erste Kneipennacht
Inhaberin Linda Pickny kündigt „Blues Uwe“ an. Außerdem ermutigt sie Gäste, die Bühne zu übernehmen und eigene Instrumente mitzubringen. Karaoke soll es auch geben – immerhin sei ein Teil des Konzeptes, dass die Bühne in der Kuma offen und partizipativ sei, so Pickny.

Im Oktober 2026 wird auch die „Kuma“ mit Betreiberin Linda Pickny in den Gerstenberger Höfen in Frankfurt (Oder) wieder teilnehmen.
Nicole BuhlauAls alles anfing, hieß die Kneipennacht noch Altstadt-Kneipennacht und war ein Experiment im Viertel Altberesinchen. Sechs Wirte hatten 2001 zur Premiere geladen, rund 2.000 Menschen zogen durch die Straßen. Gespielt wurde im Joy’s Diner, im Königs Fritze, im Kieszling’s, in der Trödel-Börse, im Café Swing und in der Bewirtung 1900. Es gab Beatles-Hits, Klaus Lage und Modern Talking.
Von den sechs Lokalen von damals ist heute nur noch das Königs Fritze dabei, viele andere Gastrobetriebe in Altberesinchen gibt es inzwischen nicht mehr. Aus der Altstadt-Kneipennacht wurde bald die MOZ-Lokaltour, später die jahrelang vor allem von Bernhard Sobanski von der Frankfurter Kneipenzeitung organisierte MOZ-Kneipennacht und heute die Frankfurter Kneipennacht, die alle halbe Jahre, immer am 30. April und am 30. Oktober vor den Feiertagen, stattfindet.
Bis 2019 machten mehr als ein Dutzend Lokale mit – danach kam Corona. Auf die nächste Ausgabe mussten die Kneipennacht-Fans lange warten. Elyx-Chef Gürol Özcan sagte der Redaktion im Frühjahr 2021, als die Lokale noch oder schon wieder geschlossen waren: „Die Leute sind hungrig. Sie werden wieder feiern wollen, sie werden wieder ausgehen wollen.“ Er behielt recht.
Am 30. Oktober 2021 kehrte die Kneipennacht mit der 40. Ausgabe und mit zehn Lokalen zurück – damals noch unter 2G-Corona-Regeln.

Im Club Bellevue in der Beckmannstraße in Frankfurt (Oder) findet die Kneipennacht-Aftershowparty statt. Wie sich die Tour bis zur 50. Ausgabe entwickelt hat.
Nicole BuhlauManches kehrt zum diesjährigen Jubiläum wieder. „Blues Uwe“, der unter anderem bereits 2019 und 2021 im Elyx spielte, steht nun in der Kuma auf der Bühne. Die Band „Blayt“, die 2019 im Königs Fritze Ostsongs und Rock der 80er coverte, rockt diesmal die Havana-Bar.
Anderes dagegen ändert sich nicht, darunter die traditionelle Aftershow-Party im Bellevue. Wer sich an der Livemusik so richtig warmgehört hat, kann in der Nacht noch zu elektronischem Setting und Popmusik in dem Club in der Beckmannstraße einkehren. Dort legt Chris Kauz auf, ein Berliner DJ mit vielen Musikrichtungen im Gepäck, erzählt Gastroplan-Mitarbeiter Kevin Franke. Das heißt: 80er, 90er, 2000er, Hits von heute, RnB und House.


