Kommunalwahl: 15 Kandidaten auf FDP-Liste

FDP-Spitzentrio: Christian Seibert (v.l.), Wolfgang Mücke und Thomas Wolff besetzen die ersten Listenplätze.
René MatschkowiakDie Frankfurter FDP geht mit 15 Kandidaten in die Kommunalwahlen am 26. Mai. Die Aufstellungsversammlung fand am Freitag statt. Die Liberalen aus der Oderstadt haben sich vorgenommen, in Fraktionsstärke, also mit mindestens zwei Kandidaten in die Stadtverordnetenversammlung einzuziehen.
„Mein Frankfurt.de statt Amazon“, heißt eines der zentralen Wahlkampfthemen der FDP. „Die regionale Stärkung des Einzelhandels kann durch die Erstellung eines zentralen Portals, wie in der Partnerstadt Heilbronn, zur Erweiterung des Kundenstamms führen“, meint Vorstandsmitglied Thomas Wolff. Der Unternehmer war erst kürzlich von den Linken zur FDP gewechselt. Er und der Angestellte Paul Büttner bilden auf den Listenplätzen 1 und 2 das Spitzenduo im Wahlkreis 3. „Die Citybelebung wollen wir frühzeitig und umfassend mit den Händlern erörtern“, so Thomas Wolff, der sich auch den Themen Stadtentwicklung und digitale Verwaltung verschrieben hat.
Ex-Polizist Wolfgang Mücke, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes und aktuell einziger FDP-Stadtverordneter, bewirbt sich auf Platz 1 im Wahlkreis 1. Seine Themen sind Sicherheit, Umwelt und Finanzen. Platz 2 wird besetzt von Rechtsanwalt Thomas Köhler. Christian Seibert steht an der Spitze im Wahlkreis 2. Der Leiter der Kleist-Musikschule will sich vor allem für Kultur und Bildung stark machen. Auf dem zweiten Listenplatz folgt hier Studentin Carolin Zernick.
Insgesamt treten je fünf FDP-Kandidaten in den drei Wahlkreisen an. Darunter der Deutsch-Ägypter und Sprachmittler Raef El-Ghamri. Oder auch Sportfunktionär Rolf Offermann. „Es war uns sehr wichtig, nicht auf eine übermäßige Anzahl von Kandidaten zu setzen, sondern auch den Blick dafür zu haben, dass sich nach der Wahl eine gut arbeitende Fraktion aufstellen kann, die beständig und nachhaltig arbeitet“, erklärt Wolfgang Mücke. Die aktuelle Konstellation in der Stadtverordnetenversammlung bewertet er kritisch und spricht überspitzt von einem „Blockparteiensystem“, dem die Liberalen eine „freie Stimme“ entgegensetzen wollen. "Es geht auch nicht darum, gute und notwendige Entscheidungen künftig zu verhindern, sondern schlechte und unnötige Beschlüsse zu vermeiden sowie fachlich zu hinterfragen“, so Mücke.
Ihre Anliegen können Frankfurter künftig auch im neuen Büro der FDP in der Heilbronner Straße vorbringen. Es war am vorigen Montag feierlich eröffnet worden.