Krasse Katzen in Brandenburg: Wo treibt sich Momo aus Frankfurt (Oder) nachts herum?

Momo ist eine Katze aus Frankfurt (Oder), die es eigentlich nie lange in der Wohnung aushält.
Lisa Larossa„Momo, Momiko“, ruft Rosemarie Berghausen im Garten des Mehrfamilienhauses im Norden von Frankfurt (Oder). Kurz darauf klingelt das Glöckchen und Momo springt auf die Mauer, begrüßt flott seine Mitbewohnerin Flöhchen und fängt kurz darauf eine Maus. Es scheint, als würde er sich von seiner Schokoladenseite präsentieren, als wüsste er ganz genau, dass das Finale bevorsteht: Eine Woche lang trug er einen GPS-Tracker*, jetzt muss er ihn wieder „abgeben“ und es wird genau geschaut, wo er in den vergangenen Tagen herumstromerte.
Seine Besitzerin hatte sich für die Aktion „Krasse Katzen in Brandenburg“ beworben. Sie konnte durch den Tracker* und die zugehörige App ein paar Tage lang mitverfolgen, wo Momo sich gerne aufhält, wie viel er schläft und bis wohin sein Revier reicht.
Katze Momo aus Frankfurt (Oder) fängt im Gebüsch Mäuse
Momo ist sieben oder acht Jahre alt und sehr viel draußen. Will er durch die Eingangstür rein, stellt er sich neben den Bewegungsmelder, der seiner Besitzerin ein Klingelsignal gibt. Wenn es ihm reicht und der Bewegungsdrang ihn wieder nach draußen zieht, springt er an der Tür hoch und versucht, die Klinke mit seinen Pfoten herunterzuziehen.
Manchmal rutscht er auch auf dem angeklappten Fenster in die „Freiheit“. Meistens ist er draußen, weshalb Rosemarie Berghausen gedacht hätte, dass sein Revier größer ist – zumal er am Tag im Durchschnitt 7,6 Kilometer zurücklegt, wie der GPS-Tracker gezeigt hat.

Über die Hecke im Garten verschwindet Kater Momo aus Frankfurter (Oder) öfter mal.
Lisa LarossaMomo ist im Finkensteig zu Hause, Rosemarie Berghausen hat Bekannte in der Lennéstraße – „die kennen ihn auch“, sagt sie. Dort tauchte Momo – zumindest, solange er den Tracker* trug – allerdings nicht auf. Was die Besitzerin hingegen beruhigt: Er überquerte auch nicht die viel befahrene Kieler Straße, wohl aber die Hamburger und Stralsunder Straße.
Schaut man sich die Daten an, könnte man meinen, dass er am Internat der Sportschule gefüttert wird. „Nein, das glaube ich nicht“, sagt seine Besitzerin. Er halte sich eher im Bereich davor auf, zeige die App, an der Stelle eines abgerissenen Wohnblocks, die jetzt bewachsen ist. Im Gebüsch „gibt es natürlich Mäuse“, ist sie überzeugt.

In diesen Büschen am Internat der Sportschule in der Stralsunder Straße scheint sich Momo wohlzufühlen – eine sichere Quelle für Mäuse?
René MatschkowiakAuch Richtung Hansaplatz ist Momo öfter unterwegs, hält sich hinter der „Kirschbaumallee“ auch gerne auf der Freifläche auf, auf der einst ein Neubaublock stand. Aber eher am Rand, betont Rosemarie Berghausen, denn auch dort stehen Büsche.
Interessant für sie: Etwa auf Höhe der Bushaltestelle Prager Straße gibt es einen Durchgang zwischen zwei Blöcken – den nutzen anscheinend nicht nur Fußgänger, sondern auch Momo. Und der Tracker* zeigt: Diesen Weg nutzt er regelmäßig und intensiv. Alles in allem scheint sich die Katze im Bereich der Grünflächen aber am wohlsten zu fühlen. Rewe und das Areal der Sportschule meidet Momo.

Nach der Mäusejagd und einem anstrengenden Streifzug durch Nord muss sich Momo erstmal ausruhen – bis zu 14 Stunden am Tag.
Lisa Larossa14 Stunden am Tag schlafen und ruhen – was für ein Katzenleben
Obwohl Momo so aktiv ist, beträgt seine durchschnittliche Ruhezeit 14 Stunden pro Tag. Gut anderthalb Stunden sind „Ruhephase“, sieben Stunden schläft er in etwa am Tag, über fünf in der Nacht – was erklärt, warum er auch nachts immer nur kurz zum Fressen* nach Hause kommt. In einer der aufgezeichneten Nächte legte er beispielsweise allein zwischen 20 und 10 Uhr fünf Kilometer zurück, am restlichen Tag dann nur noch zwei – vor allem in unmittelbarer Nähe zu seinem Zuhause.
Sein Revier ist auch gar nicht besonders groß: In der überwachten Woche lief er nur jeweils rund 200 Meter in den Norden, Süden und Westen und sogar nur 124 Meter in den Osten – bis zum Finkensteig 1. Momo hält sich größtenteils in einem überschaubaren Gebiet zwischen Moskauer Straße, Finkensteig und Bremer Straße auf, verlässt dieses Gebiet aber regelmäßig auf den beschriebenen, immer gleichen Wegen.

Die Auswertung des GPS-Trackers zeigt Momos Revier und wie intensiv er sich an bestimmten Stellen aufhält (rot markiert).
Frank LorenzMomo ist sehr oft im heimischen Revier anzutreffen. „Mich freut das, er muss sich wohlfühlen hier“, schlussfolgert seine Besitzerin. Die Katze verbringt aber auch viel Zeit im Bereich hinter den Grundstücken Finkensteig 27 und 28 sowie 30. Auch einige Grundstücke in anderen Straßen haben es Momo angetan: Warschauer Straße 29, Bremer Straße 2 und das Eckhaus Bremer Straße/Finkensteig.
Einen besonderen Schlenker sieht man in der Aufzeichnung in der letzten Nacht, bevor Momo den Tracker abgeben muss: Schnurstracks geht es durch Wismarer Straße, Greifswalder Weg und Hamburger Straße. Denn Rosemarie Berghausen ging mit Momo, ihren anderen Katzen sowie den beiden Hunden eine Runde spazieren. Auch für solche Ausflüge ist der abenteuerlustige Momo zu haben.
MOZ.de-Aktion „Krasse Katzen“
Im Rahmen der Kampagne „Krasse Katzen“ wurden alle teilnehmenden Tiere mit Trackern der Marke Tractive* ausgerüstet. Bei der Auswahl der Tracker wie auch der Begleitung der Katzenbesitzer orientieren wir uns an Empfehlungen von Tierärzten und Experten. *Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Sollten Sie über den Link einen Kauf abschließen, erhält MOZ.de eine kleine Provision. Die Berichterstattung ist nicht beeinflusst.


