Leichtathletik
: Drei Sekunden vorn nach 30 Kilometern

In Rauen hatte der 40-Jährige auf den ersten drei Kilometern die Nase vorne, ehe er von Marletta überholt wurde
Von
Hubertus Rößler
Rauen
Jetzt in der App anhören
  • Stefan Kühlberg bejubelt seinen Sieg, drei Sekunden hinter ihm kommt Gianfranco Marletta (rechts) ins Ziel.

    Stefan Kühlberg bejubelt seinen Sieg, drei Sekunden hinter ihm kommt Gianfranco Marletta (rechts) ins Ziel.

    Andreas Hoffmann
  • 40-mal beim Fontane-Lauf da, siebenmal die 15 km gewonnen: Dietrich Titze vom TV Fürstenwalde

    40-mal beim Fontane-Lauf da, siebenmal die 15 km gewonnen: Dietrich Titze vom TV Fürstenwalde

    Andreas Hoffmann
  • Ohne sie geht nichts: Kerstin Scholz, Andreas Tusk, Steffen Sarnow und Michael Kath (von vorn) am Organisationstisch

    Ohne sie geht nichts: Kerstin Scholz, Andreas Tusk, Steffen Sarnow und Michael Kath (von vorn) am Organisationstisch

    Andreas Hoffmann
1 / 3

Mit nur drei Sekunden Vorsprung siegte Stefan Kühlberg auf der 30 Kilometer-Strecke  in 1:55:41 Stunden vor Gianfranco Marletta aus Berlin. „Das war mein erster richtiger Sieg bei einem Lauf und kam für mich selbst sehr überraschend“, gestand Kühlberg. Denn eigentlich kam der Erfolg quasi „nebenbei“, da er sich im vollen Training für den berühmt-berüchtigten Innsbruck Trail befindet, der ihn Anfang Mai über 85 Kilometer durch die Alpen führt.

In Rauen hatte der 40-Jährige auf den ersten drei Kilometern die Nase vorne, ehe er von Marletta überholt wurde. „Ungefähr sechs Kilometer vor dem Ziel war er plötzlich wieder in Reichweite. Aber erst auf den letzten 500 Metern habe ich mich im Schlusssprint wieder nach vorne geschoben“, berichtet Kühlberg.

Der einstige Basketballer, der in Frankfurt eine Physiotherapie-Praxis betreibt, ist seit 2011 leidenschaftlicher Läufer. „Am liebsten sind mir Strecken, die länger als siebzig Kilometer sind. Daher ist mir der Fontane-Lauf eigentlich zu schnell. Ich hatte mich vielleicht in den Top-Drei gesehen und vorne Hannes Hähnel erwartet, aber er ist über fünfzehn Kilometer gestartet“, erzählt Kühlberg, der momentan rund 130 Kilometer in der Woche läuft.

Im vergangenen Jahr hatte er erstmals an dem Wettkampf der SG Rauen teilgenommen, musste aber aufgrund einer langwierigen Achillessehnenentzündung nach der Hälfte der Strecke aufgeben. „Umso mehr freue ich mich jetzt über den überraschenden Sieg, den ich natürlich gerne mitnehme.“ Neben seiner lange entgegen gefieberten Premiere des alpinen Laufes in Innsbruck steht im Sommer noch die Teilnahme beim Fischland-Darß-Zingst-Ultramarathon über 115 Kilometer in seinem Kalender. Außerdem strebt er beim Dresden-Marathon eine neue Bestzeit „deutlich unter drei Stunden“ an. „Alles weitere entscheide ich spontan. Wenn man wie ich ein Jahr verletzt war, wird man demütig und plant nicht mehr soweit im Voraus“, sagt Stefan Kühlberg.