Leichtathletik
: Im Schlusssprint Gold gesichert

Von den Hallenlandesmeisterschaften im Mehrkampf kehrten die sechs Leichtathleten des SC Frankfurt mit Gold und Silber zurück.
Von
Clara Bechly
Frankfurt (Oder)
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Silber mit der Mannschaft im Mehrkampf der mU 12: Ian Kehder, Jakob Windmüller und Landesmeister der M 11 Guibert Djouaka Ziwo (von links) vom SC Frankfurt

Susanne Thielemann

Von den Hallenlandesmeisterschaften im Mehrkampf der U.12 bis U.16 brachten die sechs Leichtathleten des SC Frankfurt zwei Medaillen und sieben Bestleistungen mit.

Die größte Überraschung für Trainerin Susanne Thielemann war Guibert Djouaka Ziwo (M 11). Bei seinem ersten Wettkampf seit September vorigen Jahres gewann der Kameruner vor seinem Dauerkonkurrenten Willy Tuttas (SV electronic Hohen Neuendorf) die Goldmedaille im Dreikampf. Schon seit einem Jahr kämpfen die beiden Talente bei Landesmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen um Gold und Silber.

Über die 50 Meter waren Guibert und Willy mit 7,26 Sekunden gleichschnell. Auch im Weitsprung war die Entscheidung denkbar knapp. Beide Sportler zeigten wie im Sprint für ihr Alter sehr starke Leistungen. Guibert sprang mit 4,95 Meter drei Zentimeter weiter als Willy und führte somit die Mehrkampfwertung mit drei Punkten an. Dies bedeutete für den abschließenden 800 m–Lauf, dass Guibert einen Vorsprung von nicht einmal einer halben Sekunde hatte. Wer die letzte Disziplin gewinnen würde, wäre auch Landesmeister. Beide Leichtathleten sind keine 800–m-Spezialisten und machten es spannend. Noch zu Beginn der vierten und letzten Runde hatte Guibert einen Rückstand von knapp 20 m auf Willy Tuttas. Der Frankfurter folgte aber der Anweisung von Trainerin Susanne Thielemann zu einem Schlusssprint und holte Willy auf den letzten Metern ein. Nach einem auf der Mittelstrecke nicht unüblichen Positionskampf kam der Hohen Neuendorfer ins Straucheln und Guibert überholte ihn.  Mit 2:46,39 Minuten stellte er seine dritte Bestleistung auf und gewann mit 1323 Punkten im Mehrkampf die Goldmedaille in seiner Altersklasse.

Die Frankfurter Jungen mit Guibert, Ian Kehder (M 11) und Jakob Windmüller (M 10) erkämpften sich als Mannschaft in der mU.12 die Silbermedaille. Hier mussten sie sich nur den Hohen Neuendorfern geschlagen geben, die aber drei Jungen aus der älteren Altersklasse M 11 in die Wertung brachten.

Jakob verpasste bei seiner ersten Landesmeisterschaft einen Urkundenplatz durch seine 800–m-Leistung. „Nach zwei Disziplinen lag Jakob auf dem siebenten Platz. Wäre er im Rahmen seiner Bestleistung (2:57) gelaufen, hätte er diesen verteidigen können“, schätzt Susanne Thielemann seine Leistung ein. Mit 3,53 im Weitsprung, 7,94 über die 50 m und 3:10,86 im 800–m-Lauf wurde Jakob 12.

Für Jara Rudovsky (W 11) war es der erste Leichtathletikwettkampf überhaupt. „Dafür, dass sie erstmalig Spikes trug, sind die Leistungen in Ordnung“, resümiert Susanne Thielemann, „auch wenn ich denke, dass Jara noch nicht ihr volles Potenzial gezeigt hat.“

Auszuzahlen scheint sich bereits das Ausdauertraining in der Wintersaison. Fast alle Frankfurter Leichtathleten verbesserten in Cottbus ihre 800–m-Leistungen und damit auch ihr Mehrkampfergebnis. So landeten Emilia Thaens (W 10, Platz 20), Ian Kehder (M 11/14.) und Tim Thielemann (M 13/17.) im Mittelfeld und zeigten so eine gute Standortbestimmung für die Landesmeisterschaften im Einzel in Potsdam.