Leichtathletik: Stimmung beim Zieleinlauf im Stadion

Über die fünf Kilometer gingen 46 Läufer an den Start. Insgesamt waren 135 Aktive beim Oderlandpokallauf dabei.
michael benkViel Lob für die Organisatoren
Auf Rang 2 erreichte Stefan Kühlberg mit 2:46 min Rückstand das Ziel vor der Haupttribüne. „Das geht völlig in Ordnung, Hannes läuft in einer anderen Liga. Außerdem bin ich gestern im Training noch 40 Kilometer gelaufen – als Vorbereitung für den Darß-Lauf am 22. Juni über 115 Kilometer“, berichtet der 41–Jährige. „Die Strecke ist sehr schön und die Veranstaltung war erneut sehr gut organisiert“, lobte Kühlberg, dessen Sohn William über die kürzere Distanz gestartet war.
Schnellste Frau über die 10 km war Beate Ledwig aus Eisenhüttenstadt in 47:30 min. „Ich kenne die Strecke vom Lauf ohne Grenzen. Der ebene Kurs liegt mir und ich habe heute mein Tempo gut halten können. Am Ende war es richtig schön, in diesem großen Stadion einzulaufen und auch das Auslaufen barfuß auf dem gepflegten Rasen ist super“, sagte die 52–Jährige, die Sonnabend am Run & Bike in Neuzelle teilnimmt. Ihre Tochter Marie Luise Ledwig wurde über die 5 km in 23:22 min im Gesamtklassement Sechste und war damit schnellste Teilnehmerin. „Es hat großen Spaß gemacht“, sagte die vereinslose Elfjährige, die etwa dreimal wöchentlich läuft. Manchmal allein, manchmal mit ihren Eltern.
Der Sieg bei den Männern über die 5–km–Strecke ging an Christoph Guhl, der 18:33 Minuten benötigte. Nach dem Uni–Lauf ViaRunning und der Rotarrun Lenné-Meile war es sein dritter Sieg in Frankfurt binnen weniger Tage. „Ich bin derzeit gut in Form und hatte auch heute wieder viel Spaß am Laufen“, sagte der 28–Jährige nach seinem ungefährdeten Start–Ziel–Sieg. Er ging über die kürzere Distanz an den Start, da er ebenfalls beim Run & Bike mitmacht. „Außerdem möchte ich dieses Jahr zum fünften Mal beim Berlin–Marathon mitlaufen und werde im Sommer einen Triathlon in der Region mitmachen“, berichtete Guhl, der zudem Anfang Juli bei der Oderrundfahrt auch in den Sattel steigen will.
Mit weniger Ambitionen – aber nicht weniger Freude — ging wie immer das Ehepaar Börnecke aus Königs Wusterhausen an den Start. „Ich laufe seit 1981 und bin beim Oder–Spree–Cup fast seit Anfang an dabei“, erzählte Dieter Börnecke, der mit seinen 78 Jahren auch ältester Teilnehmer des Oderpokallaufs war. „Meine Frau Edeltraud treibt mich immer an, dass wir uns für die Läufe in der Region anmelden und auf diese Weise fit halten. Meistens läuft dann jeder sein Tempo, manchmal sind wir auch schon Hand in Hand gelaufen“, erzählte er.
Mit 75 Jahren gehört auch Werner Scholz zu den erfahrenen Läufern. „Es hat wieder großen Spaß gemacht heute. Eine schöne Strecke und eine sehr gut organisierte Veranstaltung“, sagte der Eisenhüttenstädter.
Dies vernahm auch Jürgen Holzäpfel sicher gerne. Er sorgte mit 15 Helfern vom MSV Tripoint für einen reibungslosen Ablauf. „Den Kurs direkt an der Oder gab es vor vielen Jahren schon einmal. Wir sind sehr zufrieden und schauen jetzt, was wir im nächsten Jahr noch optimieren können“, sagte der Wettkampfleiter.
