Leichtathletik
: Vivien Budek holt Silber im Hürdensprint

Bei den Leichtathletik-Landestitelkämpfen der U 16 und U 20 in der Halle hat Vivien Budek vom SC Frankfurt die einzige Medaille erkämpft.
Von
Kerstin Bechly
Berlin
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Landesvizemeisterin im Hürdensprint: Vivien Budek (SC Frankfurt)

Kerstin Bechly

Die einzige Medaille für den SCF erkämpfte die Sportschulrückkehrerin aus Potsdam, Vivien Budek (U 20). Die 17-jährige steigerte sich über 60-Meter-Hürden um fast drei Zehntelsekunden auf 9,56 Sekunden und wurde damit Berlin-Brandenburgische Vizemeisterin. „Vivien ist in beiden Läufen dieselbe Zeit gerannt. Sie ist zufrieden, ich bin zufrieden. Bei ihr ist viel Licht zu sehen“, würdigte ihr Trainer Hartmut Schulze. Ein jüngeres SC-Trio war im Sprint und über 200 Meter ebenfalls in der U 20 gestartet. Hier verpasste die 16-jährige Pauline Balkow als 17.  der 30 Starterinnen das B-Finale über 60 m denkbar knapp. „Bei ihr hat man am deutlichsten gemerkt, dass wir im Hallentraining die 60 Meter nicht durchlaufen können. Vor der Sanierung der Radsporthalle konnten wir dort regelmäßig noch längere Läufe trainieren“, merkt Schulze an.

Die eingeschränkten Trainingsbedingungen derzeit seien auch bei weiteren Disziplinen zu spüren. So können die Hürdensprinter nur über drei statt der gesamt sechs Hürden trainieren. Von den Frankfurtern kamen bei den Titelkämpfen die zweifache Vizelandesmeisterin des Vorjahres Helena Kutz als Fünfte (9,95) und Eleonora Harth (10,03) als Sechste der W 14 am besten zurecht – in den AK 14/15 wurden die Meister der Länder getrennt ermittelt. Überrascht hat laut Hartmut Schulze Eleonora, die in der W 13 startberechtigt ist. „Ella kommt mit den größeren Hürdenabständen der höheren Altersklasse besser zurecht. Erstaunlich, dass sie den Rhythmus bis zum Schluss durchgehalten hat.“

Sprint lässt für Draußen hoffen

Helena Kutz hat überdies trotz zwei bedauerlich nur vierten Plätzen im Weitsprung und über 60 m flach bewiesen, dass sie weiterhin zu den besten Leichtathletinnen des Landes gehört. Gerade ihre neue Bestzeit von 8,49 Sekunden lässt auf eine sehr gute Freiluftsaison hoffen.

Als Hauptziel für die Titelkämpfe hatten die SC-Trainer formuliert, dass möglichst viele SC-Sportler gerade in den stark besetzten kurzen Laufdisziplinen und angesichts der Sportschulkonkurrenz Endläufe und Bestzeiten erreichen. Diese Ziele haben unter anderem mit starker Verbesserung Aidan Ballaschke (M 14), Sechster im Hürdensprint (10,88), und Marco Unger (M 15), Achter über 60 m mit 8,07 (im Vorlauf sogar 7,96) erreicht. „Bei Aidan ist auf alle Fälle noch mehr drin. Ihm fehlt Wettkampferfahrung“, schätzt der Trainer ein.

Bei den technischen Disziplinen sorgte Tamina Thielemann für das beste Frankfurter Resultat. Sie konnte sich im Kugelstoßen der 14-jährigen Mädchen gegenüber dem Hallenmeeting in Cottbus eine Woche zuvor um einen halben Meter auf 9,34 Meter steigern und wurde als Vierte geehrt. „Das wird wohl Taminas Spezialdisziplin werden. Wenn sie noch mehr Trainingsfleiß zeigt, ist im Sommer auch eine Medaille drin“, so Schulze.

Wenn auch zwölf Bestleistungen standen, so gingen doch nicht alle Erwartungen auf, darunter beim Hochsprung. Der Frankfurter Aaron Bertel erkämpfte mit seinen Teamkollegen vom SC Potsdam die Silbermedaille über  4x200 m der U 18.

Weitere Urkundenplätze:

6. Tilo Luedecke (M 15/60 m Hü), 6. Tamina Thielemann (W 14/Hochsprung), 7. Marco Unger (M 15/Weit), 8. Aidan Ballaschke (M 14/Weit)