Markt in St. Marien
: Für Josef und alle anderen Handwerker

Vormerken: Am 17. März findet in St. Marien ein Markt und ein Gottesdienst im Zeichen des Handwerks statt.
Von
MOZ
Frankfurt (Oder)
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Michael Schulz, kaufmännischer Geschäftsführer von W. Sauer Orgelbau, ist auch diesmal mit dabei.

Michael Thieme

Die Wirtschaftsmacht von nebenan zeigt am Sonntag, 17. März, in der Marienkirche ihre ganze Vielfalt. Beim zweiten Handwerkermarkt präsentieren sich von 10 bis 17 Uhr mehr als 30 Betriebe. Zur Eröffnung gibt es einen Handwerkergottesdienst.

Zwischen Handwerk und Kirche besteht seit mehr als zwei Jahrtausenden eine besondere Verbindung; schließlich war der Heilige Josef — irdischer Vater von Jesus Christus – nach biblischer Erzählung Zimmermann. In der katholischen Kirche wird Josef daher als Schutzheiliger der Handwerker, Arbeiter, Zimmerleute und Schreiner verehrt. Auch in den anderen Kirchen der Ökumene wird sein Andenken im Ehren gehalten. Vor allem rund um den 19. März herum, dem Josefstag, der in der einigen katholisch geprägten Kantonen der Schweiz sogar bis heute gesetzlicher Feiertag ist. Den Termin nimmt die evangelische Kirchengemeinde Frankfurt–Lebus zum Anlass, um zwei Tage zuvor, am 17. März, zu einem zentralen Handwerkergottesdienst in die Marienkirche einzuladen.

Die Andacht um 10.30 Uhr bildet den Auftakt für den ganztägigen Handwerkermarkt, den der Arbeitskreis Handwerk und Kirche der Handwerkskammer Ostbrandenburg zum zweiten Mal ausrichtet. „Die Premiere im vorigen Jahr war gelungen, wir hatten rund 20 Aussteller und mehr als 850 Besucher über den Tag verteilt“, blickt Michael Thieme, Sprecher der Handwerkskammer zurück — in diesem hat sich die Zahl der Austeller fast verdoppelt. „Es ist wichtig, dass sich das Handwerk ins Gespräch bringt.“

Geboten wird Handwerk zum Anfassen, Ausprobieren, Kennenlernen und Kaufen. Die Gewerke reichen von Maler, Ofenbauer, Fotograf über Metallbauer, Kürschner,  Schmied, Uhrmacher, Buchbinder bis hin zum Messerschärfer, Keramiker, Elektroinstallateur und Treppenbauer. Bäcker und Fleischer verköstigen die Besucher. Auch Kunsthandwerker wie Schmuck– und Holzdesigner sind mit dabei, ebenso das Friseurhandwerk. „Wir wollen den Besuchern die Vielfalt des Handwerks zeigen, die zu unserem unmittelbaren Lebensalltag zählt“, sagt Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der ostbrandenburgischen Handwerkskammer. Frankfurt habe knapp 800 Handwerksbetriebe — jedes Jahr werden es weniger. „Wir wünschen uns, dass der Handwerkermarkt die Besucher auch dazu animiert, lokal und regional zu kaufen und das Handwerk vor Ort zu stärken. Vieles würde nicht mehr funktionieren, wenn das Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan, nicht mehr da wäre“, so Hoppe.

Das will auch die Evangelische Kirchengemeinde mit der Feier eines Gottesdienstes zum Josefstag würdigen. „Das in der Regel in kleinen und mittleren Betrieben organisierte Handwerk leistet in der Gesellschaft Erhebliches für die Entwicklung menschlicher Beziehungen in den Betrieben und an den Orten, in denen sie tätig sind“, schreibt die Gemeinde in ihrer Ankündigung.  „Die Evangelische Kirche in der Region hat selbst im Zusammenhang mit der Instandhaltung der 240 historischen Kirchen in der Region erhebliche Berührungspunkte mit vielen handwerklichen Betrieben und ist dankbar für vielfältige Unterstützung bei ihrem Erhalt und ihrer Instandsetzung.“

Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst von einem Posaunenchor; es spricht unter anderem Superintendent Frank Schürer–Behrmann. Im Anschluss an den Gottesdienst singt der Handwerkermännerchor.

Beide Veranstaltungen, Gottesdienst und Markt, sind öffentlich; ein Eintritt wird nicht erhoben.(red/thg)