Oktoberfest 2023 in Frankfurt (Oder): Party auf dem Brunnenplatz – alle Infos zur Zeltgaudi

Blick in das Oktoberfestzelt auf dem Brunnenplatz in Frankfurt (Oder) im Jahr 2022.
Winfried MausolfBrunnenplatz statt Theresienwiese: Während in München bereits Oktoberfest gefeiert wird, müssen sich die Trachtenträger ganz im Osten der Republik noch ein paar Tage gedulden. Die Zeltgaudi in Frankfurt (Oder) beginnt am kommenden Freitag (29.9.). Zünftig gefeiert wird dann an fünf Abenden.
Veranstalter Daniel Grabow freut sich schon jetzt auf die tollen Tage mit Hunderten gut gelaunten Menschen in Lederhosen, Karohemden und Dirndln. „Wir sind weitgehend ausverkauft“, sagt er. Nur für den Eröffnungstag sowie den 2. Oktober gibt es noch ganz wenige Restkarten.
Feiern in Original-Tracht und mit Weißwurst auf dem Teller
Das Frankfurter Oktoberfest hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert. 2010 gab es die erste Auflage, damals wurde in einem Zelt auf dem Marktplatz gefeiert. 2012 folgte der Umzug in ein größeres, 1500 Besucher fassendes Zelt auf den Brunnenplatz – denn die Nachfrage nach Tickets für die Party war riesengroß.
Seitdem zelebrieren Jahr für Jahr bis zu 10.000 Gäste verteilt über mehrere Tage die größte Oktoberfestgaudi in Ostbrandenburg – viele davon in Original-Trachten, mit Weißwurst auf dem Teller, Bier in Maßkrügen und schwungvoll auf dem Parkett zu Blasmusik tanzend.
Einen echten Wiesnhit gibt es in diesem Jahr (noch) nicht
Wie immer als Experten für bajuwarische und andere zünftige Klänge fest für alle Partyabende auf dem Brunnenplatz gebucht ist die Blasmusikkapelle „Jochens Jungs“. Ein klassischer Wiesnhit, den es vorher einzuüben gilt, scheint sich dabei in diesem Jahr noch nicht herauskristallisiert zu haben. 2022 hatte der Party-Schlager „Layla“ wegen des anstößigen Refrains für kontroverse Diskussionen gesorgt – und war dann sicherlich gerade deshalb der meistgespielte Song. Auf den Oktoberfesten kurz vor Corona verging kein Abend ohne AnnenMayKantereits „Es tut mir leid, Pocahontas“.
„Jochens Jungs“ werden ganz bestimmt auch diesmal den passenden Soundtrack für die Frankfurter Bajuwaren auf Zeit finden. Aus Altersgründen nicht mehr mit dabei ist dagegen der langjährige DJ Achim Orthen, er wurde im vorigen Jahr offiziell als verabschiedet. Für ihn wird nun „Wiesn-Uwe“ als DJ am Mischpult einheizen.
Claus Junghanns übernimmt den Fassanstich
Der offizielle Startschuss erfolgt am Freitagabend gegen 19 Uhr mit dem Fassanstich durch den Frankfurter Bürgermeister Claus Junghanns. Auch Oberbürgermeister René Wilke wird zum Auftakt auf dem Brunnenplatz mit dabei sein – er kommt allerdings erst später am Abend und hat deshalb die verantwortungsvolle Aufgabe, mit möglichst einem Schlag, das Bier zum Fließen zu bringen und das Fest zu eröffnen, an seinen Kollegen aus der Verwaltungsspitze abgegeben. Ebenfalls zur Eröffnung mit dabei ist diesmal die Fanfarengarde.
Gefeiert wird am 29. und 30. September, sowie 2., 6. und 7. Oktober. Einlass ist jeweils ab 17 Uhr, richtig los geht es ab 19 Uhr. Am 6. Oktober wird wieder der Tag des Handwerks begangen. Handwerker und Unternehmer aus dem Mittelstand aus Frankfurt und den benachbarten Landkreisen haben für sich, ihre Mitarbeiter, Freunde und Geschäftspartner Tische reserviert. „Die Karten dafür waren richtig schnell weg“, so Daniel Grabow.
So viel kostet das Bier auf dem Frankfurter Oktoberfest
Das Bier liefert auch einmal mehr das Frankfurter Brauhaus, mit dem seit einigen Jahren eine enge Kooperation besteht. Der Preis für eine Maß Bier hat sich gegenüber dem Vorjahr – trotz Inflation, wie Veranstalter Daniel Grabow betont – nicht verändert. Der Liter kostet 9,90 Euro und ist damit genauso teuer wie im vergangenen Jahr. In München auf der Wiesn zahlt man deutlich mehr. Dort liegt der Preis für eine Maß diesmal zwischen 12,60 Euro und 14,90 Euro.

Der Fassanstich zum Oktoberfest 2022 in Frankfurt (Oder): Der Sozialbeigeordnete Jens-Marcel Ullrich hatte mehrere Schläge gebraucht.
Winfried MausolfKulinarisch dürften die Frankfurter Oktoberfest-Besucher ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Auf der Speisekarte stehen viele bayrisch-deftige Gerichte. Das Angebot reicht vom Schmalzbrot und Kartoffelknödeln mit bayrisch Kraut und Salat über Weißwürste mit süßem Senf bis hin zum halben Brathendl und Schweinshaxen.
Tag der offenen Tür am Tag der Deutschen Einheit
Wer auch ohne Eintrittskarte etwas von der Oktoberfest-Atmosphäre mitbekommen will, sollte am Feiertag, den 3. Oktober, vorbeischauen. Dann ist das Festzelt beim Tag der offenen Tür ab 11 Uhr den ganzen Tag über für alle und ohne Eintritt offen. Auch das Märkische Medienhaus wird dann mit seinem MOZ-Café vertreten sein, Kuchen und Kaffee aus der MOZ-Tasse anbieten.
Im Vorverkauf kosten die Tickets 20 Euro, an der Abendkasse, falls verfügbar, 30 Euro. Reservierungen für die noch wenigen verfügbaren Restkarten werden unter 0335 / 3871432; 0335 / 3870565 sowie 0152 22024928 entgegengenommen.

